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    Zahl der Reisebegleiter soll klein sein

    München (DT/KNA) Die bischöfliche Aktion Adveniat wird beim Papstbesuch in Kuba nicht im Gefolge von Benedikt XVI. vertreten sein. Das bestätigte Adveniat-Geschäftsführer Bernd Klaschka am Freitag dem „Münchner Kirchenradio“. Er habe Benedikt XVI. angeboten, ihn zu begleiten, da Adveniat als Lateinamerika-Hilfswerk die Kirche in Kuba seit langem intensiv unterstütze.

    München (DT/KNA) Die bischöfliche Aktion Adveniat wird beim Papstbesuch in Kuba nicht im Gefolge von Benedikt XVI. vertreten sein. Das bestätigte Adveniat-Geschäftsführer Bernd Klaschka am Freitag dem „Münchner Kirchenradio“. Er habe Benedikt XVI. angeboten, ihn zu begleiten, da Adveniat als Lateinamerika-Hilfswerk die Kirche in Kuba seit langem intensiv unterstütze.

    Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone habe auf dieses Anliegen vor wenigen Tagen in einem Brief mit einer Absage reagiert. Zur Begründung habe Bertone ausgeführt, die Zahl der Reisebegleiter des Papstes solle sehr klein gehalten werden. Er bedaure diesen Vorgang sehr, sagte Klaschka. Der Adveniat-Geschäftsführer will nun auf Einladung der kubanischen Bischöfe mit einem Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz selbstständig in die Karibik reisen und dort an den Veranstaltungen und Gottesdiensten teilnehmen.

    Benedikt XVI. besucht vom 23. bis 29. März Mexiko und Kuba. Es ist seine 23. Auslandsreise. Der Prälat zeigte sich zuversichtlich, dass das Regime in Havanna durch den Papstbesuch offener werde und den Menschen mehr zutraue als der eigenen Kontrolle. Die Katholiken auf Kuba erwarteten, dass sich Benedikt XVI. für mehr Freiheit und Menschenrechte einsetze und auch für die politischen Dissidenten im Gefängnis Partei ergreife. Die Kirche auf Kuba habe beim Thema Menschenrechte inzwischen „eine Art Vermittlungsrolle“ übernommen. Das sei eine gute Entwicklung, „die dann der Papst nochmal verstärken kann“, so Klaschka.