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    Woelki beklagt Gewalt gegen Christen

    Köln (DT/KNA) Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat weltweite Repressalien gegen Christen angeprangert. Schon zu Zeiten der ersten Märtyrer hätten viele ihren Glauben mit dem Leben bezahlt, „aber es erschüttert mich immer wieder neu, dass selbst heute noch Christen skrupellos und rücksichtslos verfolgt werden“, sagte Woelki am Sonntag im Kölner domradio.

    Köln (DT/KNA) Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat weltweite Repressalien gegen Christen angeprangert. Schon zu Zeiten der ersten Märtyrer hätten viele ihren Glauben mit dem Leben bezahlt, „aber es erschüttert mich immer wieder neu, dass selbst heute noch Christen skrupellos und rücksichtslos verfolgt werden“, sagte Woelki am Sonntag im Kölner domradio.

    Aktuellen Schätzungen zufolge seien Christen mit mehr als hundert Millionen Betroffenen die am stärksten verfolgte Glaubensgruppe. „Diese Zahlen dürfen uns, die wir ohne Angst unseren Glauben leben können, nicht ruhig schlafen lassen.“

    Besonders beklagte er die Gewalt gegen Christen im Irak. Sie lebten dort, wo einst der Garten Eden gewesen sein sollte, nach ihrer zweitausend Jahre alten Tradition. Doch die Zustände seien spätestens wegen der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) „alles andere als paradiesisch“, sagte der Kardinal. „Wer von den fanatischen, selbsternannten Gotteskriegern des IS bedroht wird und nicht zum Islam übertritt, dem bleibt nur die Flucht.“ Woelki verwies auf den Gebetsaufruf des Papstes „für all die modernen Märtyrer“.

    Auch habe sich das Erzbistum Köln in der vergangenen Woche einer Aktion der französischen Kirche für verfolgte Christen angeschlossen. „Ein Gebet hilft immer, es braucht aber auch die Tat“, sagte der Erzbischof. Daher sei er dankbar für jeden Einzelnen, der sich im Rahmen seiner Möglichkeiten für diese Christen einsetze.

    kna