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    Von Papstentscheid nichts bekannt

    Vatikanstadt (DT/KNA) Die deutschsprachige Abteilung im vatikanischen Staatssekretariat hat entgegen einem Bericht der „Bild“-Zeitung bisher keine Informationen über eine Entscheidung des Papstes im Streit um Schadenersatz durch den früheren Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. „Mir ist überhaupt nicht bekannt, dass der Papst sich da bereits geäußert hätte“, sagte der Leiter der Abteilung, Monsignore Winfried König, am Donnerstag auf Nachfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur. Die „Bild“-Zeitung hatte berichtet, Franziskus habe schon im Juli entschieden, dass Tebartz-van Elst keinen Schadenersatz an sein früheres Bistum wegen zu hoher Baukosten für den Limburger Bischofssitz zahlen muss. Die deutsche Abteilung im päpstlichen Staatssekretariat sei bereits informiert worden. Er wisse zwar von einem Besuch des derzeitigen Administrators und Übergangsverwalters Manfred Grothe bei Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin in der jüngeren Vergangenheit, so König. Zuständig für den Fall sei aber in erster Linie die Bischofskongregation. „Es ist möglich, dass deren Präfekt, Kardinal Marc Ouellet, dem Papst über die Ansprüche des Bistums berichtet hat und Franziskus dann sagte: Tebartz hat mit seinem Rücktritt genug gebüßt.“ Informationen darüber besitze er aber nicht, sagte König. Bei der Bischofskongregation war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

    Vatikanstadt (DT/KNA) Die deutschsprachige Abteilung im vatikanischen Staatssekretariat hat entgegen einem Bericht der „Bild“-Zeitung bisher keine Informationen über eine Entscheidung des Papstes im Streit um Schadenersatz durch den früheren Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst. „Mir ist überhaupt nicht bekannt, dass der Papst sich da bereits geäußert hätte“, sagte der Leiter der Abteilung, Monsignore Winfried König, am Donnerstag auf Nachfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur. Die „Bild“-Zeitung hatte berichtet, Franziskus habe schon im Juli entschieden, dass Tebartz-van Elst keinen Schadenersatz an sein früheres Bistum wegen zu hoher Baukosten für den Limburger Bischofssitz zahlen muss. Die deutsche Abteilung im päpstlichen Staatssekretariat sei bereits informiert worden. Er wisse zwar von einem Besuch des derzeitigen Administrators und Übergangsverwalters Manfred Grothe bei Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin in der jüngeren Vergangenheit, so König. Zuständig für den Fall sei aber in erster Linie die Bischofskongregation. „Es ist möglich, dass deren Präfekt, Kardinal Marc Ouellet, dem Papst über die Ansprüche des Bistums berichtet hat und Franziskus dann sagte: Tebartz hat mit seinem Rücktritt genug gebüßt.“ Informationen darüber besitze er aber nicht, sagte König. Bei der Bischofskongregation war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

    Das Bistum Limburg verlangt Schadenersatz in Millionenhöhe von seinem ehemaligen Bischof. Administrator Manfred Grothe hatte im April im Vatikan kirchenrechtliche Fragen nach einer materiellen Wiedergutmachung vorgebracht. Grothe habe Tebartz-van Elst in Rom aber nicht „angezeigt“, hatte das Bistum immer wieder betont. Das Bistum Limburg hatte nach dem Bau des etwa 31 Millionen Euro teuren Bischofshauses gut 3, 9 Millionen Euro außerplanmäßig abschreiben müssen. Daraus lasse sich jedoch nicht schließen, dass ein Schaden in eben dieser Höhe entstanden sei, für den man vom früheren Bischof Wiedergutmachung erwarte, so das Bistum. Bistumssprecher Stefan Schnelle erklärte am Donnerstag, Limburg warte noch auf eine Antwort des Heiligen Stuhls. „Sobald diese vorliegt, wird der Apostolische Administrator zunächst die kurialen- und synodalen Gremien über die Nachricht Roms informieren und dann auch eine Bewertung vornehmen.“ Unabhängig von dieser Angelegenheit werde das Bistum den „Weg der Aufarbeitung und der Neuausrichtung konsequent“ weitergehen. Tebartz-van Elst hatte dem Papst im Oktober 2013 seinen Rücktritt vom Amt des Limburger Bischofs angeboten. Am 26. März 2014 nahm der Papst den Rücktritt an. Im Dezember wurde Tebartz-van Elst zum „Delegat für Katechese“ des Päpstlichen Rates zur Förderung der Neuevangelisierung berufen und nahm Ende März seine Arbeit in Rom auf.

    kna