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    Volksmissionar in Italien

    Der selige Federico Albert kam am 16. Oktober 1820 als erster Sohn eines hohen italienischen Offiziers in Turin auf die Welt. Eine militärische Laufbahn war ihm somit bereits in die Wiege gelegt. Als er bereits erwachsen war, reifte in ihm durch das Vorbild des „Apostels von Turin“ – des seligen Sebastian Valfre (1629–1710, liturgischer Gedenktag 30. Januar) – die Entscheidung, dem Ruf zu folgen, Priester zu werden.

    Der selige Federico Albert kam am 16. Oktober 1820 als erster Sohn eines hohen italienischen Offiziers in Turin auf die Welt. Eine militärische Laufbahn war ihm somit bereits in die Wiege gelegt. Als er bereits erwachsen war, reifte in ihm durch das Vorbild des „Apostels von Turin“ – des seligen Sebastian Valfre (1629–1710, liturgischer Gedenktag 30. Januar) – die Entscheidung, dem Ruf zu folgen, Priester zu werden.

    Er promovierte zum Doktor der Theologie, wurde im Jahr 1843 zum Priester geweiht und als Hofkaplan an den Hof von Savoyen berufen. Dort wirkte er als hochangesehener Beichtvater und Prediger. Als er in Anwesenheit von König Victor Emmanuel II. eine Fastenpredigt über das Evangelium von der Ehebrecherin hielt, waren die Zuhörer fassungslos und indigniert – der König selbst verstand die apostolischen Worte als priesterlichen Tadel seiner eigenen ehebrecherischen Affären und war dem kühnen Prediger sogar dankbar für dessen Zurechtweisung.

    Seit 1852 als Pfarrvikar von Lanzo tätig, widmete sich Federico Albert der Pfarrseelsorge an verschiedenen Orten, hielt Exerzitien und Volksmissionen und opferte sich mit Hingabe dem Dienst an Bedürftigen und Waisenkindern auf, für die er das Hospiz Maria Immaculata gründete. Betreut wurden die dort aufgenommenen Kinder und weitere Personen, die der Hilfe bedurften, von der von Federico Albert ins Leben gerufenen Gemeinschaft der Vinzentinerinnen von Maria Immaculata, die später nach ihrem Gründer auch Albertinerinnen genannt wurden.

    1873 wurde der glaubenseifrige und unermüdlich tätige Priester vom seligen Papst Pius IX. (1792–1878) zum Bischof von Pinerolo ernannt. Federico Albert nahm dieses Amt jedoch nicht an – zu groß schien dem demütigen Geistlichen diese Last.

    Als er Ende September 1876 gerade die Decke einer Kapelle ausmalte, stürzte er von der Leiter und zog sich bei diesem Unfall eine schwere Verletzung zu. Sein Freund, der heilige Johannes Bosco (1815–1888) und dessen Nachfolger, der selige Michael Rua (1837–1910), standen ihm in seinen letzten Lebenstagen bei.

    Er starb am 30. September 1876 im Alter von 55 Jahren und wurde am 30. September 1984 von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.