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    Vertreter des Moskauer Patriarchats beim Papst

    Castel Gandolfo (DT/KNA) Der Außenamtsleiter des Moskauer Patriarchats, Metropolit Hilarion, ist am Donnerstag mit Papst Benedikt XVI. in Castel Gandolfo zusammengetroffen. Über die Inhalte des Gesprächs gab es zunächst keine Angaben aus dem Vatikan. Es war die dritte Begegnung der beiden seit dem Amtsantritt Hilarions im Februar 2009. Am Mittwoch hatte sich Hilarion im Rahmen seines Rombesuchs mit dem für Ökumene zuständigen Kurienkardinal Kurt Koch unterhalten. Dabei ging es nach Informationen aus dem Vatikan unter anderem um den theologischen Dialog zwischen Katholiken und Orthodoxen sowie um Fragen der praktischen Zusammenarbeit der Kirchen. Am Donnerstag wollte Hilarion zudem mit Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone und dem Präsidenten des vatikanischen Kulturrates, Kardinal Gianfranco Ravasi, zusammentreffen. Die Beziehungen zwischen Vatikan und Moskauer Patriarchat haben sich nach einer Abkühlung in den vergangenen Jahren wieder deutlich verbessert. Dazu trugen besonders die Kontakte des früheren vatikanischen Ökumeneverantwortlichen Kardinal Walter Kasper und seines im Sommer 2010 ernannten Nachfolgers Kurt Koch bei. Einen Tiefpunkt hatten die Kontakte 2002 erreicht, als der Vatikan vier katholische Diözesen in Russland errichtete. Die Orthodoxie warf Rom damals Mitgliederwerbung auf orthodoxem Gebiet vor. Vor allem nach der Wahl des neuen Patriarchen Kyrill I. Anfang 2009 verbesserten sich die Beziehungen. Hilarion reiste in seiner Funktion als Außenamtschef des Moskauer Patriarchats erstmals im September 2009 in den Vatikan. Ein zweiter Besuchsanlass im Mai 2010 war die Aufführung eines geistlichen Musikstücks von Hilarion in Rom. Hilarion, der vor seinem Wechsel nach Moskau die russisch-orthodoxe Gemeinde in Wien leitete, absolvierte neben dem Theologiestudium auch eine musikwissenschaftliche Ausbildung.

    Castel Gandolfo (DT/KNA) Der Außenamtsleiter des Moskauer Patriarchats, Metropolit Hilarion, ist am Donnerstag mit Papst Benedikt XVI. in Castel Gandolfo zusammengetroffen. Über die Inhalte des Gesprächs gab es zunächst keine Angaben aus dem Vatikan. Es war die dritte Begegnung der beiden seit dem Amtsantritt Hilarions im Februar 2009. Am Mittwoch hatte sich Hilarion im Rahmen seines Rombesuchs mit dem für Ökumene zuständigen Kurienkardinal Kurt Koch unterhalten. Dabei ging es nach Informationen aus dem Vatikan unter anderem um den theologischen Dialog zwischen Katholiken und Orthodoxen sowie um Fragen der praktischen Zusammenarbeit der Kirchen. Am Donnerstag wollte Hilarion zudem mit Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone und dem Präsidenten des vatikanischen Kulturrates, Kardinal Gianfranco Ravasi, zusammentreffen. Die Beziehungen zwischen Vatikan und Moskauer Patriarchat haben sich nach einer Abkühlung in den vergangenen Jahren wieder deutlich verbessert. Dazu trugen besonders die Kontakte des früheren vatikanischen Ökumeneverantwortlichen Kardinal Walter Kasper und seines im Sommer 2010 ernannten Nachfolgers Kurt Koch bei. Einen Tiefpunkt hatten die Kontakte 2002 erreicht, als der Vatikan vier katholische Diözesen in Russland errichtete. Die Orthodoxie warf Rom damals Mitgliederwerbung auf orthodoxem Gebiet vor. Vor allem nach der Wahl des neuen Patriarchen Kyrill I. Anfang 2009 verbesserten sich die Beziehungen. Hilarion reiste in seiner Funktion als Außenamtschef des Moskauer Patriarchats erstmals im September 2009 in den Vatikan. Ein zweiter Besuchsanlass im Mai 2010 war die Aufführung eines geistlichen Musikstücks von Hilarion in Rom. Hilarion, der vor seinem Wechsel nach Moskau die russisch-orthodoxe Gemeinde in Wien leitete, absolvierte neben dem Theologiestudium auch eine musikwissenschaftliche Ausbildung.