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    Vatikan und Alt-Katholiken erzielen Fortschritte

    Salzburg (DT/KNA) Auf dem Weg zu einer möglichen Wiedervereinigung haben der Vatikan und die alt-katholische Kirche wichtige Fortschritte erzielt. Ein am 12. Mai in Salzburg vorgestelltes Dokument mit dem Titel „Kirche und Kirchengemeinschaft“ hält fest, dass es zwischen beiden Seiten keine unüberbrückbaren Differenzen gibt. Die römisch-katholische und die alt-katholische Kirche seien durch das gemeinsame Bekenntnis zur Heiligen Schrift, zum nicäno-konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnis sowie zu den dogmatischen Entscheidungen der ökumenischen Konzile verbunden. Ekklesiologische Grundpfeiler ihrer Bemühungen um eine Kirchengemeinschaft seien das sakramentale Bischofsamt in apostolischer Sukzession und die sieben Sakramente. Die Internationale Römisch-Katholisch/Altkatholische Dialogkommission (IRAD) hatte mehrere Jahre über das Papier beraten. Es soll nun den Kirchenleitungen zur Beurteilung vorgelegt werden. Die Altkatholiken hatten sich nach dem Ersten Vatikanischen Konzil 1870 im Streit über die lehramtliche Unfehlbarkeit und den Jurisdiktionsprimat des Papstes von der Mutterkirche getrennt.

    Salzburg (DT/KNA) Auf dem Weg zu einer möglichen Wiedervereinigung haben der Vatikan und die alt-katholische Kirche wichtige Fortschritte erzielt. Ein am 12. Mai in Salzburg vorgestelltes Dokument mit dem Titel „Kirche und Kirchengemeinschaft“ hält fest, dass es zwischen beiden Seiten keine unüberbrückbaren Differenzen gibt. Die römisch-katholische und die alt-katholische Kirche seien durch das gemeinsame Bekenntnis zur Heiligen Schrift, zum nicäno-konstantinopolitanischen Glaubensbekenntnis sowie zu den dogmatischen Entscheidungen der ökumenischen Konzile verbunden. Ekklesiologische Grundpfeiler ihrer Bemühungen um eine Kirchengemeinschaft seien das sakramentale Bischofsamt in apostolischer Sukzession und die sieben Sakramente. Die Internationale Römisch-Katholisch/Altkatholische Dialogkommission (IRAD) hatte mehrere Jahre über das Papier beraten. Es soll nun den Kirchenleitungen zur Beurteilung vorgelegt werden. Die Altkatholiken hatten sich nach dem Ersten Vatikanischen Konzil 1870 im Streit über die lehramtliche Unfehlbarkeit und den Jurisdiktionsprimat des Papstes von der Mutterkirche getrennt.

    Europaweit gibt es heute gut 75 000 Altkatholiken, die in der Utrechter Union verbunden sind. Jeder dritte Gläubige lebt in Deutschland. Die seit der Spaltung von beiden Seiten vertieften ekklesiologischen Überlegungen zum Dienst des Papstes an der Gemeinschaft aller Ortskirchen hätten gezeigt, dass diesbezüglich keine unüberbrückbaren Gegensätze mehr bestünden, heißt es in der Salzburger Erklärung. Die sogenannte Papstfrage könne nicht isoliert erörtert werden, „sondern nur in einer umfassenden Besinnung über die Kirche als Gemeinschaft von Ortskirchen, in denen die eine, heilige, katholische und apostolische Kirche, die beide gemeinsam bekennen, existiert“.

    Die zwölfköpfige Kommission hatte sich den Angaben zufolge im Verlauf ihrer Beratungen dazu entschlossen, den zu erarbeitenden Text in den Horizont einer möglichen Kirchengemeinschaft zu stellen. Dabei sei nicht übersehen worden, dass es in den Kirchen auch unterschiedliche Weiterentwicklungen in Einzelfragen der Lehre wie der kirchlichen Disziplin gegeben habe. Dies betreffe vor allem die Marienverehrung, die in der alt-katholischen Kirche seit einiger Zeit praktizierte Priesterweihe für Frauen sowie die Übernahme von ehemals römisch-katholischen Geistlichen in die alt-katholische Kirche. Einige dieser Divergenzen brächten Einschränkungen in der Verwirklichung einer möglichen Kirchengemeinschaft mit sich. Mitglieder der zwölfköpfigen IRAD sind neben anderen der emeritierte Würzburger Bischof Paul-Werner Scheele sowie der scheidende Schweizer alt-katholische Bischof Fritz-René Müller.