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    Vatikan: Europa tut zu wenig für Flüchtlinge

    Vatikanstadt (DT/KNA) Ein ranghoher vatikanischer Diplomat hat der EU mangelnden Einsatz zur Rettung von Flüchtlingen vorgeworfen. Die gegenwärtige Mission „Triton“ der EU-Grenzschutzagentur Frontex sei „völlig unzureichend“, sagte der Ständige Vertreter des Heiligen Stuhls bei den UN-Organisationen in Genf/Schweiz, Erzbischof Silvano Tomasi, am Wochenende dem Sender „Radio Vatikan“. Zugleich forderte er die Schaffung humanitärer Korridore. Damit könne verhindert werden, dass die Flüchtlinge Schleppern in die Hände fielen. Ursache für Flüchtlingstragödien seien nicht nur Ungerechtigkeit und Gewalt in den Herkunftsländern, so Tomasi, sondern auch „die Unfähigkeit der internationalen Gemeinschaft, diese Situationen mit Mut in den Griff zu bekommen“. Es fehle der politische Wille und die Solidarität, kritisierte der Vatikandiplomat. Einfache Lösungen gebe es allerdings nicht. Nötig seien wirtschaftlicher Einsatz und politische Kreativität.

    Vatikanstadt (DT/KNA) Ein ranghoher vatikanischer Diplomat hat der EU mangelnden Einsatz zur Rettung von Flüchtlingen vorgeworfen. Die gegenwärtige Mission „Triton“ der EU-Grenzschutzagentur Frontex sei „völlig unzureichend“, sagte der Ständige Vertreter des Heiligen Stuhls bei den UN-Organisationen in Genf/Schweiz, Erzbischof Silvano Tomasi, am Wochenende dem Sender „Radio Vatikan“. Zugleich forderte er die Schaffung humanitärer Korridore. Damit könne verhindert werden, dass die Flüchtlinge Schleppern in die Hände fielen. Ursache für Flüchtlingstragödien seien nicht nur Ungerechtigkeit und Gewalt in den Herkunftsländern, so Tomasi, sondern auch „die Unfähigkeit der internationalen Gemeinschaft, diese Situationen mit Mut in den Griff zu bekommen“. Es fehle der politische Wille und die Solidarität, kritisierte der Vatikandiplomat. Einfache Lösungen gebe es allerdings nicht. Nötig seien wirtschaftlicher Einsatz und politische Kreativität.

    kna