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    Vatikan: Abtreibung nach wie vor schwere Sünde

    Rom (DT/KAP) Der Vatikan bleibt bei seiner moralischen Bewertung von Abtreibungen als schwere Sünde. Eine erleichterte Sündenvergebung bedeute kein „Abrücken vom moralischen Urteil“, sagte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin in einem Interview des italienischen Senders Sky TG24. Die Kirche wolle weiter gegen Abtreibungen kämpfen, „vor allem durch das Schaffen von Bedingungen, dass Frauen nicht in die Lage geraten, abtreiben zu müssen“, sagte Parolin nach einer Pressemitteilung des Senders. Papst Franziskus hatte Ende November allen Priestern weltweit erlaubt, von der Sünde der Abtreibung loszusprechen und die mit ihr verbundene Exkommunikation aufzuheben. Eine entsprechende Vollmacht galt zunächst nur für das Heilige Jahr, das am 20. November zu Ende ging. Parolin sagte in dem Interview, es sei der Wunsch des Papstes gewesen, dass „der Sturzbach der Barmherzigkeit über das Heilige Jahr hinaus weitergehe“. Zur verpflichtenden Ehelosigkeit katholischer Priester sagte Parolin, der Zölibat sei „ein großer Schatz für die Kirche“. Aus vielfachen Gründen halte man die ehelose Lebensform für „besonders angemessen für die Ausübung des priesterlichen Dienstes“.

    Rom (DT/KAP) Der Vatikan bleibt bei seiner moralischen Bewertung von Abtreibungen als schwere Sünde. Eine erleichterte Sündenvergebung bedeute kein „Abrücken vom moralischen Urteil“, sagte Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin in einem Interview des italienischen Senders Sky TG24. Die Kirche wolle weiter gegen Abtreibungen kämpfen, „vor allem durch das Schaffen von Bedingungen, dass Frauen nicht in die Lage geraten, abtreiben zu müssen“, sagte Parolin nach einer Pressemitteilung des Senders. Papst Franziskus hatte Ende November allen Priestern weltweit erlaubt, von der Sünde der Abtreibung loszusprechen und die mit ihr verbundene Exkommunikation aufzuheben. Eine entsprechende Vollmacht galt zunächst nur für das Heilige Jahr, das am 20. November zu Ende ging. Parolin sagte in dem Interview, es sei der Wunsch des Papstes gewesen, dass „der Sturzbach der Barmherzigkeit über das Heilige Jahr hinaus weitergehe“. Zur verpflichtenden Ehelosigkeit katholischer Priester sagte Parolin, der Zölibat sei „ein großer Schatz für die Kirche“. Aus vielfachen Gründen halte man die ehelose Lebensform für „besonders angemessen für die Ausübung des priesterlichen Dienstes“.