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    Ukraine: Unierte streben eigenes Patriarchat an

    Kiew (DT/KNA) Das neue Oberhaupt der griechisch-katholischen Kirche in der Ukraine, Svjatoslav Shevchuk (40), strebt langfristig eine Aufwertung seines Großerzbistums Kiew-Halytsch zu einem eigenen Patriarchat an. Er werde über diese Frage auch mit Benedikt XVI. sprechen, kündigte Shevchuk am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Das Patriarchat sei der „natürliche Abschluss der Entwicklung“ aller östlichen Kirchen, sagte er nach Angaben der ukrainischen Nachrichtenagentur Unian. Shevchuk betonte zugleich, seine Kirche wolle mit der Orthodoxie gut zusammenarbeiten. Die mit Rom verbundene Kirche macht sich seit langem Hoffnungen auf eine Aufwertung zum Patriarchat durch den Vatikan. Der Schritt würde aber nach Ansicht von Beobachtern die Beziehungen zwischen Rom und dem russisch-orthodoxen Patriarchat in Moskau belasten. Auch Shevchuks Vorgänger, Kardinal Lubomyr Husar (78), strebte diesen Status an, konnte sich damit aber aus ökumenischen Rücksichten weder bei Johannes Paul II. noch bei Benedikt XVI. durchsetzen.

    Kiew (DT/KNA) Das neue Oberhaupt der griechisch-katholischen Kirche in der Ukraine, Svjatoslav Shevchuk (40), strebt langfristig eine Aufwertung seines Großerzbistums Kiew-Halytsch zu einem eigenen Patriarchat an. Er werde über diese Frage auch mit Benedikt XVI. sprechen, kündigte Shevchuk am Dienstag bei einer Pressekonferenz. Das Patriarchat sei der „natürliche Abschluss der Entwicklung“ aller östlichen Kirchen, sagte er nach Angaben der ukrainischen Nachrichtenagentur Unian. Shevchuk betonte zugleich, seine Kirche wolle mit der Orthodoxie gut zusammenarbeiten. Die mit Rom verbundene Kirche macht sich seit langem Hoffnungen auf eine Aufwertung zum Patriarchat durch den Vatikan. Der Schritt würde aber nach Ansicht von Beobachtern die Beziehungen zwischen Rom und dem russisch-orthodoxen Patriarchat in Moskau belasten. Auch Shevchuks Vorgänger, Kardinal Lubomyr Husar (78), strebte diesen Status an, konnte sich damit aber aus ökumenischen Rücksichten weder bei Johannes Paul II. noch bei Benedikt XVI. durchsetzen.