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    Tschad: Hilfsorganisationen fühlen sich im Stich gelassen

    Aachen (DT/KNA) Die im Tschad tätigen Hilfsorganisationen fühlen sich laut dem katholischen Hilfswerk Misereor von der internationalen Gemeinschaft, besonders von Frankreich und der Europäischen Union, im Stich gelassen. Es habe keinerlei Maßnahmen gegeben, um bereits im Vorfeld das Blutvergießen abzuwenden, beklagte die Leiterin der Afrikaabteilung von Misereor, Dorothee Klüppel, gestern in Aachen. Aufgrund der großen Flüchtlingswelle in der Grenzregion zu Kamerun werde die Situation von Tag zu Tag dramatischer. „Die humanitäre Lage der rund 50 000 Flüchtlinge ist verzweifelt“, so Klüppel. Als Sofortmaßnahme hat das katholische Hilfswerk der kamerunischen Diözese Yagoua eine rasche Finanzhilfe zugesichert. Damit wolle das Bistum in der Grenzregion eine erste Grundversorgung für die Flüchtlinge mit Nahrungsmitteln, Medikamenten und Zelten sichern, so Misereor. In der vergangenen Woche hatten Kämpfer mehrerer Rebellengruppen die tschadische Hauptstadt N'Djamena angegriffen. Die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und oppositionellen Gruppen in dem afrikanischen Land dauern seit Monaten an. Die wachsende Instabilität und Gewalt sind eine Folge der seit 2003 andauernden Krise in der benachbarten westsudanesischen Region Darfur. Von dort sind mehr als hunderttausend Menschen in den Tschad und die Zentralafrikanische Republik geflohen.

    Aachen (DT/KNA) Die im Tschad tätigen Hilfsorganisationen fühlen sich laut dem katholischen Hilfswerk Misereor von der internationalen Gemeinschaft, besonders von Frankreich und der Europäischen Union, im Stich gelassen. Es habe keinerlei Maßnahmen gegeben, um bereits im Vorfeld das Blutvergießen abzuwenden, beklagte die Leiterin der Afrikaabteilung von Misereor, Dorothee Klüppel, gestern in Aachen. Aufgrund der großen Flüchtlingswelle in der Grenzregion zu Kamerun werde die Situation von Tag zu Tag dramatischer. „Die humanitäre Lage der rund 50 000 Flüchtlinge ist verzweifelt“, so Klüppel. Als Sofortmaßnahme hat das katholische Hilfswerk der kamerunischen Diözese Yagoua eine rasche Finanzhilfe zugesichert. Damit wolle das Bistum in der Grenzregion eine erste Grundversorgung für die Flüchtlinge mit Nahrungsmitteln, Medikamenten und Zelten sichern, so Misereor. In der vergangenen Woche hatten Kämpfer mehrerer Rebellengruppen die tschadische Hauptstadt N'Djamena angegriffen. Die bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und oppositionellen Gruppen in dem afrikanischen Land dauern seit Monaten an. Die wachsende Instabilität und Gewalt sind eine Folge der seit 2003 andauernden Krise in der benachbarten westsudanesischen Region Darfur. Von dort sind mehr als hunderttausend Menschen in den Tschad und die Zentralafrikanische Republik geflohen.