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    Transparenz-Offensive

    Eichstätt/Fulda (DT/KNA) Die Bistümer Eichstätt und Fulda haben das Vermögen ihres Bischöflichen Stuhls offengelegt. In Eichstätt setzt es sich zusammen aus Anlagekapital in Höhe von 4, 4 Millionen Euro sowie dem vor zwei Jahren vom Staat übernommenen Bischofshaus (Schönborn-Palais). Das geht aus einer aktuellen Aufstellung auf der Internetseite des Bistums hervor. Die Immobilie ist nicht bewertet. Sie wurde wie andere Bischofshäuser auch im Zuge einer schrittweisen Entflechtung von Kirche und Staat in Bayern einschließlich der Baulast übertragen. Für die in den nächsten Jahren absehbaren Instandsetzungsmaßnahmen an dem historischen Gebäude werde der Etat des Bischöflichen Stuhls nicht ausreichen, erläuterte Bistumssprecher Martin Swientek der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Montag. Für diese Investitionen müsse dann der Bischof beim Diözesansteuerausschuss einen Antrag stellen, „genau wie jeder andere Pfarrer, der in einem maroden Pfarrhaus sitzt“. 1, 6 von den 4, 4 Millionen Euro werden als Stammvermögen des Bischöflichen Stuhls ausgewiesen, als „eiserne Reserve“, so Swientek. Dieser Bestand darf nicht angetastet werden. 2012 lagen die Ausgaben des Bischöflichen Stuhls Eichstätt bei 175 000 Euro. Davon kamen etwa 118 000 Euro aus dem Diözesanhaushalt als Zuschuss für den Personal- und Verwaltungsaufwand der Amtsführung des Bischofs. Seit 2011 ist eine Satzung für den Bischöflichen Stuhl in Kraft. In ihr verfügte Bischof Gregor Maria Hanke, dass ein Vermögensverwaltungsrat alle Ausgaben des Bischöflichen Stuhls beschließt und ihre Abrechnung kontrolliert. Außerdem muss er dem Erwerb oder Veräußerung von Immobilien oder anderen Gütern von hohem Wert zustimmen.

    Eichstätt/Fulda (DT/KNA) Die Bistümer Eichstätt und Fulda haben das Vermögen ihres Bischöflichen Stuhls offengelegt. In Eichstätt setzt es sich zusammen aus Anlagekapital in Höhe von 4, 4 Millionen Euro sowie dem vor zwei Jahren vom Staat übernommenen Bischofshaus (Schönborn-Palais). Das geht aus einer aktuellen Aufstellung auf der Internetseite des Bistums hervor. Die Immobilie ist nicht bewertet. Sie wurde wie andere Bischofshäuser auch im Zuge einer schrittweisen Entflechtung von Kirche und Staat in Bayern einschließlich der Baulast übertragen. Für die in den nächsten Jahren absehbaren Instandsetzungsmaßnahmen an dem historischen Gebäude werde der Etat des Bischöflichen Stuhls nicht ausreichen, erläuterte Bistumssprecher Martin Swientek der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Montag. Für diese Investitionen müsse dann der Bischof beim Diözesansteuerausschuss einen Antrag stellen, „genau wie jeder andere Pfarrer, der in einem maroden Pfarrhaus sitzt“. 1, 6 von den 4, 4 Millionen Euro werden als Stammvermögen des Bischöflichen Stuhls ausgewiesen, als „eiserne Reserve“, so Swientek. Dieser Bestand darf nicht angetastet werden. 2012 lagen die Ausgaben des Bischöflichen Stuhls Eichstätt bei 175 000 Euro. Davon kamen etwa 118 000 Euro aus dem Diözesanhaushalt als Zuschuss für den Personal- und Verwaltungsaufwand der Amtsführung des Bischofs. Seit 2011 ist eine Satzung für den Bischöflichen Stuhl in Kraft. In ihr verfügte Bischof Gregor Maria Hanke, dass ein Vermögensverwaltungsrat alle Ausgaben des Bischöflichen Stuhls beschließt und ihre Abrechnung kontrolliert. Außerdem muss er dem Erwerb oder Veräußerung von Immobilien oder anderen Gütern von hohem Wert zustimmen.

    Auch das Bistum Fulda hat Informationen zum Bischöflichen Stuhl Fulda veröffentlicht. Das Vermögen des Bistums und des Bischöflichen Stuhls würden zusammen verwaltet und seien daher im jeweiligen Jahreshaushaltsplan nachzulesen, der im Internet veröffentlicht wird, so das Bistum. Derzeit umfasse der Bischöfliche Stuhl liquides Vermögen in Höhe von 5, 3 Millionen Euro. Der aktuelle Jahres-Bistumshaushalt beläuft sich auf insgesamt gut 125 Millionen Euro. Aus Erbbaurechten, Vermietungen und Verpachtungen fließen den Angaben zufolge aus dem Bischöflichen Stuhl jährlich gut 1, 1 Millionen Euro in den Bistumshaushalt. Ein Teil der Liegenschaften des Bischöflichen Stuhls seien vom Bistum selbst genutzte Immobilien, etwa die Theologische Fakultät Fulda oder die Stiftsschule in Amöneburg. Hinzu kommen Gebäude und Grundstücke, die kostenlos oder zu geringen Beträgen kirchlich-sozialen Einrichtungen zur Verfügung gestellt würden. Dazu gehörten beispielsweise ein Behindertenwohnheim oder das Grundstück des Franziskanerklosters Frauenberg. Der Bischöfliche Stuhl umfasst zudem Beteiligungen am Gemeinnützigen Siedlungswerk Frankfurt, am Siedlungswerk Fulda sowie am Weltbild-Verlag. Die Aufsicht und Kontrolle des Bischöflichen Stuhls erfolgten, so das Bistum weiter, analog zum Gesamtbistumshaushalt durch die diözesanen Gremien wie dem Vermögensverwaltungsrat und dem Kirchensteuerrat.