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    Tagesheliger: 30. August: Der heilige Fiacrius

    Die Erinnerung an den heiligen Fiacrius hat sich bis heute durch einige Zeugnisse erhalten. In Frankreich sind Kirchen und Kapellen nach dem irischen Einsiedler benannt, der im siebten Jahrhundert von der grünen Insel zum europäischen Festland segelte. Der Anfang des siebten Jahrhunderts vermutlich als Sohn eines schottischen Königs in Connacht geborene Fiacrius gehört zu den meistverehrten Heiligen des frühen Mittelalters in Frankreich. Als er 626 mit seinem Schiff in der Normandie landete, begab er sich in die Diözese von Meaux. Der Bischof von Meaux, der heilige Faro, überließ ihm ein Waldstück in der Provinz Brie mit einer Fläche, die der Bittsteller an einem Tag mit seinem Spaten umgraben konnte. Dieses Waldstück trug den Namen Breuil, heute ist es ein Dorf, das nach dem berühmten Heiligen benannt wurde, der sich hier eine Eremitage baute, die er der Heiligen Jungfrau Maria weihte und die später zu einem Kloster wurde: St. Fiacre. Dort lebte er als Einsiedler bis zu seinem Tod am 30. August 670.

    Die Erinnerung an den heiligen Fiacrius hat sich bis heute durch einige Zeugnisse erhalten. In Frankreich sind Kirchen und Kapellen nach dem irischen Einsiedler benannt, der im siebten Jahrhundert von der grünen Insel zum europäischen Festland segelte. Der Anfang des siebten Jahrhunderts vermutlich als Sohn eines schottischen Königs in Connacht geborene Fiacrius gehört zu den meistverehrten Heiligen des frühen Mittelalters in Frankreich. Als er 626 mit seinem Schiff in der Normandie landete, begab er sich in die Diözese von Meaux. Der Bischof von Meaux, der heilige Faro, überließ ihm ein Waldstück in der Provinz Brie mit einer Fläche, die der Bittsteller an einem Tag mit seinem Spaten umgraben konnte. Dieses Waldstück trug den Namen Breuil, heute ist es ein Dorf, das nach dem berühmten Heiligen benannt wurde, der sich hier eine Eremitage baute, die er der Heiligen Jungfrau Maria weihte und die später zu einem Kloster wurde: St. Fiacre. Dort lebte er als Einsiedler bis zu seinem Tod am 30. August 670.

    Fiacrius führte ein kontemplatives Leben und machte einen Teil des Waldes urbar, um Obst und Gemüse anzubauen. Deswegen ist Fiacrius der Patron der Gärtner und Blumenhändler. Die Früchte dienten auch dazu, um die vielen Pilger und Kranken zu speisen, die ihn aufsuchten, denn Fiacrius hatte sich den Ruf eines „Wunderheilers“ erworben. Fast tausend Jahre nach dem Tod des Heiligen wird eine prominente Gebetserhörung auf ihn zurückgeführt: Im Jahr 1637 bittet die Regentin von Frankreich, Anna von Österreich, die Gemahlin des französischen Königs Ludwig XIII., den heiligen Fiacrius um seine Fürsprache. Nach 22 kinderlosen Ehejahren ersehnt sie nichts mehr als einen Stammhalter. Ihr Flehen wird erhört, mit 37 Jahren bringt sie ihren ersten Sohn, den späteren König Ludwig XIV. zur Welt. 1641 unternimmt sie zu Ehren des heiligen Eremiten und zum Dank für die Niederkunft eine Wallfahrt nach St. Fiacre.

    Doch nicht nur die kleine Gemeinde östlich von Paris, die sich besonders im 17. Jahrhundert als Pilgerort großer Beliebtheit erfreute, sowie Kirchen und Kapellen erinnern noch heute an den Einsiedler aus Irland, auch ein Hotel in der französischen Hauptstadt trägt schon lange seinen Namen. Im Jahr 1662 wurden die Sänften, mit denen Reisende transportiert wurden, durch Leihwagen ersetzt, die von Pferden gezogen wurden. Dies waren die Vorfahren der heutigen Taxis. Da sie vor dem Hotel Saint Fiacre stationiert waren, nannte man sie „Fiaker“ – und so heißen die Kutschen noch heute. In der Kunst wird der Heilige meistens mit einem Spaten und einem Buch dargestellt.