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    Tagesheiliger: 7. März: Der selige José Olallo Valdés

    Der selige José Olallo Valdés ist der zweite seliggesprochene Kubaner und der erste, der in Kuba zur Ehre der Altäre erhoben wurde. Eigentlich ist Frater Olallo der populärere der beiden neuen Seligen auf der Karibikinsel, denn der erste beatifizierte Kubaner, José López Piteira, kam zwar 1912 als Sohn spanischer Einwanderer auf Kuba zur Welt, zog mit seinen Eltern jedoch schon nach einigen Jahren wieder zurück in die europäische Heimat seiner Eltern, wo er 1936 während des Spanischen Bürgerkriegs als Märtyrer starb.

    Seliger José Olallo Valdés. Foto: IN

    Der selige José Olallo Valdés ist der zweite seliggesprochene Kubaner und der erste, der in Kuba zur Ehre der Altäre erhoben wurde. Eigentlich ist Frater Olallo der populärere der beiden neuen Seligen auf der Karibikinsel, denn der erste beatifizierte Kubaner, José López Piteira, kam zwar 1912 als Sohn spanischer Einwanderer auf Kuba zur Welt, zog mit seinen Eltern jedoch schon nach einigen Jahren wieder zurück in die europäische Heimat seiner Eltern, wo er 1936 während des Spanischen Bürgerkriegs als Märtyrer starb.

    José Olallo wurde am 12. Februar 1820 in Havanna geboren, seine Eltern sind unbekannt. Kurz nach seiner Geburt wurde er am 15. März 1820 im Waisenhaus San José der Hauptstadt Havanna abgegeben, wo er etwa sieben Jahre lang blieb. Mit fünfzehn Jahren bat er um die Aufnahme bei den „Barmherzigen Brüdern des heiligen Johannes von Gott“, die das bereits ab 1603 von den Ordensleuten errichtete Krankenhaus St. Philipp und Jakobis betrieben. Seit 1835 stellte er sich im Krankenhaus San José de Dios in Puerto Prince (dem heutigen Camagüey) in den Dienst der vielen Menschen, die seine Hilfe brauchten. Dazu zählten nicht nur Kranke und Arme, es waren auch Sklaven, Obdachlose, Sterbende, Leprakranke, Kriegsverletzte, Häftlinge und verlassene Kinder – all diesen seinen „bevorzugten Brüdern“, wie er sie oft gerne nannte – erwies sich Frater Olallo als echter Barmherziger Bruder, der in all den 54 Jahren, die er in seinem Hospital mit großer Hingabe unermüdlich tätig war, nur an einem einzigen Tag nicht anwesend war. 1845 wurde er zum Pflegedienstleiter ernannt, 1856 führte er die Gemeinschaft als Oberer. Während des Zehnjährigen Krieges (1868–1878) zwischen Kuba und Spanien verteidigte er seine Nächsten und beschützte er tapfer seine Kranken, von denen er „Apostel der Barmherzigkeit“ und „Vater der Armen“ genannt wurde.

    Frater Olallo starb am 7. März 1889 in Camagüey im Ruf der Heiligkeit. 2000 Menschen nahmen an seiner Beerdigung teil. Aus Anlass seiner Seligsprechung, die am 29. November 2008 im Auftrag von Papst Benedikt XVI. in Camagüey stattfand, erinnerten die Bischöfe Kubas in einem Hirtenwort an den neuen Seligen, „der jeden Morgen und Abend betete, der die ,Straße der Armen‘ abschritt, die heute seinen Namen trägt, und der die Armen materiell und geistlich unterstützte, der den Gefangenen zu Hilfe kam, der Lebensmittel an die Hungernden austeilte und mithilfe seiner berühmten nächtlichen Zönakel evangelisierte, durch die er zahlreiche Menschen im Glauben schulte, und die Feinde miteinander versöhnte. Dadurch ist er zum Vater und zur Mutter für unzählige Menschen geworden.“