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    Tagesheiliger: 4. April: Heiliger Gaetano Catanoso

    Der Verehrer und Apostel des Heiligen Antlitzes Christi, der heilige Gaetano Catanoso, war der Gründer einer Glaubenskongregation für Frauen. Er erblickte am 14. Februar 1879 in Reggio Calabria an der Südspitze der italienischen Halbinsel das Licht der Welt. Er war das dritte von acht Kindern einer wohlhabenden Familie. Mit zehn Jahren wurde er in das erzbischöfliche Seminar seiner Heimatstadt aufgenommen und im Jahr 1902 zum Priester geweiht.

    Heiliger Gaetano Catanoso. Foto: IN

    Der Verehrer und Apostel des Heiligen Antlitzes Christi, der heilige Gaetano Catanoso, war der Gründer einer Glaubenskongregation für Frauen. Er erblickte am 14. Februar 1879 in Reggio Calabria an der Südspitze der italienischen Halbinsel das Licht der Welt. Er war das dritte von acht Kindern einer wohlhabenden Familie. Mit zehn Jahren wurde er in das erzbischöfliche Seminar seiner Heimatstadt aufgenommen und im Jahr 1902 zum Priester geweiht.

    1904 wurde er zum Pfarrer eines entlegenen Bergdorfes in Kalabrien ernannt. Dort teilte er das harte Leben der Dorfbewohner. Die Verehrung zum Heiligen Antlitz förderte er als eine fromme Form der Wiedergutmachung der vielen von den Menschen begangenen Sünden. Zu diesem Zweck gründete er 1919 in seinem Dorf die „Fromme Vereinigung vom Heiligen Antlitz“. „Das Heilige Antlitz“ – so sagte er – „ist mein Leben. Es ist meine Kraft.“

    Das kirchliche Leben der ganzen Region erneuert

    Darüber hinaus rief er zur Unterstützung von Berufungen das „Werk der armen Kleriker“ ins Leben, das bedürftigen Jungen die Möglichkeit bot, zum Priestertum zu gelangen. Von 1921 bis 1940 war er Pfarrer der Gemeinde Santa Maria de la Candelaria bei Reggio. Während dieser Zeit entfaltete Pfarrer Catanoso eine außergewöhnliche seelsorgerische Aktivität und erneuerte das kirchliche Leben der gesamten Region. Er war zudem als Beichtvater der Ordensinstitute und der Haftanstalten tätig. Ferner wirkte er als Krankenhausseelsorger sowie von 1922 bis 1949 als Spiritual des Erzbischöflichen Seminars. Er förderte den Religionsunterricht sowie den „Kreuzzug gegen Blasphemie und die Verunehrung von Feiertagen“. Die von ihm gegründeten „Fliegenden Truppen“ – Gruppen von Priestern – verstärkten in der Fastenzeit und während des Marienmonats Mai die Pfarreien und hielten dort eine Art „Volksmission“ ab.

    1934 gründete Pfarrer Catanoso die Kongregation der „Veronika-Schwestern vom Heiligen Antlitz“ zur Unterstützung seines Apostolats. Diese Gemeinschaft widmete sich der ewigen Anbetung, der Katechese sowie Werken der Nächstenliebe an Kindern und Jugendlichen, Priestern und Senioren. In kleinen Dörfern errichteten die Schwestern Grundschulen für die Kinder und kümmerten sich um Kranke und Bedürftige. Die Schwestern sollten sich auf die Suche begeben wie einst Veronika. Sie sollten in ihren Mitmenschen Christus finden.

    Pfarrer Catanoso verbrachte viele Stunden in stiller Andacht vor dem Tabernakel und förderte die Verbreitung der eucharistischen Anbetung unter den Gläubigen. 1943 eröffnete er ein provisorisches Waisenheim für die Kinder, die während des Zweiten Weltkrieges ihre Eltern verloren hatten. Gaetano Catanoso starb am 4. April 1963 mit 84 Jahren in Reggio Calabria. Er wurde am 4. Mai 1997 von Papst Johannes Paul II. selig- und am 25. Oktober 2005 von Papst Benedikt XVI. heiliggesprochen.