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    Tagesheiliger: 21. November: Der heilige Gelasius I.

    Vom heiligen Papst Gelasius I. ist weder der Geburtsort noch sein Geburtsdatum bekannt. Er stammte vermutlich aus Nordafrika. Am 1. März 492 wurde er zum Nachfolger von Papst Felix II. an dessen Sterbetag gewählt, dem er seit 483 als Schreiber und Berater gedient hatte. Es hieß, dass Felix kaum eine Entscheidung getroffen habe, ohne nicht zuvor den in allen Fragen des kirchlichen Lebens versierten Gelasius konsultiert zu haben.

    Vom heiligen Papst Gelasius I. ist weder der Geburtsort noch sein Geburtsdatum bekannt. Er stammte vermutlich aus Nordafrika. Am 1. März 492 wurde er zum Nachfolger von Papst Felix II. an dessen Sterbetag gewählt, dem er seit 483 als Schreiber und Berater gedient hatte. Es hieß, dass Felix kaum eine Entscheidung getroffen habe, ohne nicht zuvor den in allen Fragen des kirchlichen Lebens versierten Gelasius konsultiert zu haben.

    In seinen Schriften entwickelte der neue Nachfolger Petri die „Zweischwerterlehre“, der zufolge die Welt von zwei Gewalten regiert werde, von der kaiserlichen und der päpstlichen.

    Der päpstlichen, also der geistlichen Macht, gebühre dabei jedoch der Vorrang vor der weltlichen, die sich ihr unterzuordnen habe. Diese Zwei-Gewalten-Lehre war maßgeblich für das Verhältnis zwischen Staat (Kaiser, regnum) und Kirche (Priestertum, sacerdotium) im Mittelalter.

    Gelasius begründete dies im Konflikt mit Ostrom 494 in einem Brief an den oströmischen Kaiser Anastasius I., als er ihm gegenüber energisch den Primat Roms verteidigte: „Zwei sind es, erhabener Kaiser, von denen diese Welt vor allem regiert wird: die geheiligte Autorität der Bischöfe und die königliche Gewalt. Dabei ist das Gewicht der Bischöfe umso schwerer, als sie selbst für die Könige der Menschen beim göttlichen Gericht Rechenschaft abzulegen haben.“

    Der Papst bekämpfte die Irrlehrer

    Gelasius trat zudem gegen die letzten Restbestände häretischer Bewegungen in Rom auf. So bekämpfte er Manichäer, Monophysiten und Pelagianer, gegen deren Lehren er mehrere Traktate verfasste. Von ihm sind mehr als hundert Briefe und Brieffragmente sowie sechs theologische Schriften überliefert.

    Auch wenn er sich entschieden gegen die Feinde der Kirche durchzusetzen wusste, setzte sich Gelasius engagiert für die Bedürftigen ein und verlangte von seinen Priestern, dass sie ein Viertel ihrer Einkünfte den Armen spenden sollten.

    Papst Gelasius stand beim Volk in hohem Ansehen, als er nach einem nur vierjährigen Pontifikat am 21. November 496 in Rom starb.