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    Tagesheiliger: 19. Dezember: Der selige Papst Urban V.

    Als Guillaume de Grimoard im Familienschloss Grizac im heutigen Département Lozere in Südfrankreich im Jahr 1310 zur Welt kam, genoss der spätere, 1870 selig gesprochene, Papst Urban V. eine exzellente Ausbildung. Nach seinen Studien in Toulouse und Montpellier entschied er sich überraschend für das klösterliche Leben in einem Benediktinerkonvent mit zwölf Mönchen in der Nähe von Chirac. Schon bald wurde Guillaume in die Abtei Saint-Victor nach Marseille geschickt, wo er seine Profess ablegte. Wenig später kehrte er in sein erstes Kloster zurück, wo er zum Priester geweiht wurde. Anschließend unterrichtete er Kirchenrecht in Montpellier, Paris, Avignon und Toulouse. Papst Clemens VI. ernannte ihn zum Abt der Abtei Saint-Germain d?Auxerre, dann von Saint-Victor.

    Der selige Papst Urban V. Foto: IN

    Als Guillaume de Grimoard im Familienschloss Grizac im heutigen Département Lozere in Südfrankreich im Jahr 1310 zur Welt kam, genoss der spätere, 1870 selig gesprochene, Papst Urban V. eine exzellente Ausbildung. Nach seinen Studien in Toulouse und Montpellier entschied er sich überraschend für das klösterliche Leben in einem Benediktinerkonvent mit zwölf Mönchen in der Nähe von Chirac. Schon bald wurde Guillaume in die Abtei Saint-Victor nach Marseille geschickt, wo er seine Profess ablegte. Wenig später kehrte er in sein erstes Kloster zurück, wo er zum Priester geweiht wurde. Anschließend unterrichtete er Kirchenrecht in Montpellier, Paris, Avignon und Toulouse. Papst Clemens VI. ernannte ihn zum Abt der Abtei Saint-Germain d?Auxerre, dann von Saint-Victor.

    Bereits 1309 hatte das Papsttum seinen Sitz nach Avignon verlegt. 1362 starb Papst Innozenz VI. Guillaume de Grimoard wurde im Alter von 52 Jahren einstimmig zu seinem Nachfolger gewählt – obwohl er weder Kardinal noch Bischof war! Doch der ehemalige Mönch war ein gelehrter und tugendhafter Diplomat, der von seinen beiden Vorgängern zu mehreren diplomatischen Missionen entsandt worden war. Die Krönung des neuen Papstes fand am 6. November 1362 in Avignon statt. Guillaume wählte den Namen Urban, weil, wie er angab, „die früheren vier Päpste namens Urban alle heilige Männer gewesen sind“. Auch er strebte nach nichts anderem, als danach, heilig zu werden. Urbans Pontifikat spielte sich vor unruhiger Kulisse ab: zwischen Frankreich und England herrschte der hundertjährige Krieg, Europa wurde von den Muslimen bedroht und in Italien hörten die Stadtstaaten nicht auf, sich gegenseitig zu bekämpfen. Zudem grassierte im Jahr 1348 die schwarze Pest, die innerhalb eines Jahres das gesamte gesellschaftliche Leben durcheinanderbrachte.

    In all diesem Chaos führte Papst Urban V. weiterhin ein vorbildhaftes Leben, ein Leben des Gebetes und der Einfachheit – in seinem Inneren zutiefst von seinem Mönchsein geprägt, war er sich selbst gegenüber streng und diszipliniert, während er seinen Nächsten großzügig behandelte. Urban ernährte sich von einfachen Speisen und schlief auf einem sehr harten Bett, er fastete zwei oder drei Mal wöchentlich und beichtete täglich, bevor er die heilige Messe feierte. Der Papst bekämpfte mehrere Häresien, von denen einige die Notwendigkeit der Taufe, die Erbsünde, die ewigen Höllenstrafen und die göttliche Gnade leugneten. Er berief kompetente Kardinäle, Bischöfe und Professoren, damit sie dort den katholischen Glauben verteidigen konnten, wo er in Gefahr war.

    Als Mann des Friedens trug der Papst auch zur Versöhnung der Kirche des Ostens und des Westens bei. Als Gelehrter sowie als brillanter Jurist stand er im Briefwechsel mit den größten Persönlichkeiten und wirkte damit an der Ausbreitung der christlichen Kultur in Europa mit, insbesondere bei der Gründung der Universitäten von Genf, Krakau, Wien und Pecs (Ungarn) und ermöglichte damit Tausenden von Studenten den Zugang zum Studium. Um ein erstes Bistum in China zu gründen, entsandte er einen päpstlichen Legaten nach Peking.

    1367 konnte Urban nach Rom zurückkehren, blieb jedoch nur drei Jahre in der ewigen Stadt. Am 5. September 1370 schiffte er sich erneut nach Avignon ein und blieb hier bis zu seinem Tod am 19. Dezember 1370.

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