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    Tagesheiliger: 17. November: Der heilige Juan del Castillo

    Der heilige Juan del Castillo zählt zu den Märtyrern von Paraguay, die Papst Johannes Paul II. am 16. Mai 1988 heiliggesprochen hat. Zuvor waren er und seine beiden Gefährten Roque Gonzales de Santa Cruz und Alonso Rodriguez von Papst Pius XI. am 28. Januar 1934 seliggesprochen worden. Alle drei waren Patres der Gesellschaft Jesu, die in Paraguay in den Jesuiten-Reduktionen den Auftrag Christi erfüllten, seine Botschaft bis an die Grenzen der Erde zu verkünden.

    Der heilige Juan del Castillo zählt zu den Märtyrern von Paraguay, die Papst Johannes Paul II. am 16. Mai 1988 heiliggesprochen hat. Zuvor waren er und seine beiden Gefährten Roque Gonzales de Santa Cruz und Alonso Rodriguez von Papst Pius XI. am 28. Januar 1934 seliggesprochen worden. Alle drei waren Patres der Gesellschaft Jesu, die in Paraguay in den Jesuiten-Reduktionen den Auftrag Christi erfüllten, seine Botschaft bis an die Grenzen der Erde zu verkünden.

    Juan del Castillo wurde am 14. September 1596 in Belmonte in der spanischen Region Toledo geboren. Zunächst wollte er eine juristische Laufbahn einschlagen, merkte jedoch kurz nach der Aufnahme des Studiums, dass er eine geistliche Berufung hatte. Daher wurde er im Frühjahr 1614 mit siebzehn Jahren in das Noviziat der Gesellschaft Jesu in Madrid aufgenommen.

    Mit Alonso Rodriquez wurde er im November 1616 nach Südamerika geschickt, wo sie nach einer dreimonatigen Überfahrt im Februar 1617 in Buenos Aires an Land gingen. In Cordoba setzte Juan seine Ausbildung zum Priester weiter fort und wurde 1625 geweiht.

    Nun begann Pater del Castillo sein Missionswerk unter dem Stamm der Guarani, die seit 1609/1610 in den Jesuitenreduktionen Paraguays lebten. Diese waren von den Missionaren am Mittellauf des Paraguay-Flusses für die Guarani geschaffene Siedlungen, in denen die Indios unter anderem Schutz vor Sklavenjägern finden konnten. Von den Missionaren lernten die zuvor als Halbnomaden lebenden Indios verschiedene Handwerke und all das, was man über Viehzucht und Ackerbau wissen musste, um sesshaft zu werden und allein im Leben zurechtzukommen. Außerdem unterwiesen die Jesuiten sie im christlichen Glauben und halfen ihnen bei der Betreuung der Kranken. Vor allem Roque Gonzales, der einheimische Priester, gründete zahlreiche neue Reduktionen und erschloss immer mehr Gebiete im Dschungel Paraguays. Die damalige jesuitische Provinz Paraguay umfasste im 17. Jahrhundert die heutigen Staaten Paraguay, Uruguay, Argentinien sowie einen kleinen Teil Boliviens und Brasiliens. Pater Castillo half insbesondere bei der Betreuung der Jüngsten, indem er ihnen Lesen und Schreiben beibrachte.

    Die Patres machten sich nicht nur Freunde in der Neuen Welt. Da sich infolge der jesuitischen Evangelisierung viele Indios von den heidnischen Kulten abwandten, die zuvor das Leben der Ureinwohner beherrscht hatten, wurden die Glaubensboten von Mitgliedern anderer Indianerstämme getötet, die sich der Christianisierung entgegenstellten. Roque Gonzales de Santa Cruz und Alonso Rodriguez wurden am 15. November 1628 ermordet. Zwei Tage später, am 17. November, erlitt auch Juan del Castillo das Martyrium.