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    Tagesheiliger: 15. September: Der selige Paolo Manna

    Der selige Paolo Manna war so beseelt von seinem Glauben an Gott, dass er einer der glühendsten Missionare der Kirche wurde. Ihm war bewusst, welch bedeutende Rolle Christus für sein eigenes Leben spielte. Daher wollte er alle Nicht-Christen auf der ganzen Welt mit ihm bekanntmachen. So brachte er eine Vielzahl von Initiativen in Gang, um in der Kirche einen missionarischen Geist zu entfachen.

    Der selige Paolo Manna war so beseelt von seinem Glauben an Gott, dass er einer der glühendsten Missionare der Kirche wurde. Ihm war bewusst, welch bedeutende Rolle Christus für sein eigenes Leben spielte. Daher wollte er alle Nicht-Christen auf der ganzen Welt mit ihm bekanntmachen. So brachte er eine Vielzahl von Initiativen in Gang, um in der Kirche einen missionarischen Geist zu entfachen.

    Der neue Selige erblickte am 16. Januar 1872 in Avellino als fünftes von sechs Geschwistern das Licht der Welt. Nach dem Studium an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom trat er in Mailand in das „Institut der Auslandsmissionen“ ein und empfing 1894 die Priesterweihe. Schon bald wurde ihm die Aufgabe zugeteilt, nach Birma (heute: Myanmar) in die Mission zu gehen.

    Dort verbrachte er insgesamt zehn Jahre, unterbrochen durch drei Heimataufenthalte, bei denen er wegen einer inzwischen diagnostizierten Tuberkulose medizinisch versorgt wurde. 1907 zwang ihn sein angegriffener Gesundheitszustand, endgültig nach Italien zurückzukehren. Hier widmete er sich der weltweiten Ausbreitung der Mission. Sein Wahlspruch lautete: „Die ganze Kirche für die ganze Welt!“ Paolo Manna war so gerne Missionar in Asien gewesen und litt daher außerordentlich, dass er aus Gesundheitsgründen diesen Auftrag nicht selbst erfüllen konnte. Der von Eifer tief erfüllte Geistliche, der sich als „verfehlter Missionar“ empfand, förderte in den nächsten vierzig Jahren seines Lebens mit seinem Engagement unter dem Klerus und den Laien weitere Werke des Apostolats. So setzte er sich zunächst für das Presseapostolat ein, wurde 1909 Leiter der Zeitschrift „Le Missione Cattolice“ und gab später noch weitere Missionsmagazine heraus.

    Von der römischen Congregatio de Propaganda Fide (Kongregation für die Verbreitung des Glaubens), der heutigen Kongregation für die Evangelisierung der Völker, beauftragt, die missionarische Entwicklung voranzutreiben, gründete er in Ducenta unweit von Neapel das Seminar Sacré Coeur für die Auslandsmissionen und wurde 1924 zum Generaloberen des „Instituts der Auslandsmissionen“ ernannt, das sich 1926 mit dem Missionsseminar in Rom zum „Päpstlichen Institut für die auswärtigen Missionen“ (lat. Pontificium Institutum pro Missionibus Exteris, Ordenskürzel: PIME) vereinte. Von 1926 bis 1934 war Paolo Manna der erste Generalsuperior dieser Ordensgemeinschaft.

    Paolo verfasste zahlreiche Bücher und Kleinschriften. In dem 1950 veröffentlichten Werk „Unsere Kirchen und die Verbreitung des Evangeliums“ schrieb er, dass Bischöfe und Priester für die Weitergabe der Frohen Botschaft an die Nicht-Christen zuständig seien – ein Gedanke, der wenige Jahre später 1957 in die Enzyklika „Fidei Donum“ von Papst Pius XII. Eingang fand.

    Paolo Manna starb in einem neapolitanischen Krankenhaus am 15. September 1952. Papst Johannes Paul II. nahm ihn am 4. November 2001 in das Verzeichnis der Seligen auf.