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    Tagesheiliger: 10. September: Der heilige Nikolaus von Tolentino

    Der heilige Nikolaus von Tolentino wurde um 1245 in Sant?Angelo in Pontano in Mittelitalien geboren, nachdem seine lange Zeit kinderlos gebliebenen Eltern den heiligen Nikolaus von Myra um die Erfüllung ihres sehnlichen Kinderwunsches angefleht hatten. So unternahmen sie eine Wallfahrt zu dem Heiligen nach Süditalien in die Stadt Bari, wo eine Reliquie des Heiligen aufbewahrt wurde. Kurze Zeit nach der Rückkehr an ihren Heimatort wurde Nikolaus' Mutter tatsächlich schwanger und zum Dank für die Erhörung ihrer Bitten gab sie ihrem Sohn den Namen des berühmten Bischofs von Myra.

    Der heilige Nikolaus von Tolentino wurde um 1245 in Sant?Angelo in Pontano in Mittelitalien geboren, nachdem seine lange Zeit kinderlos gebliebenen Eltern den heiligen Nikolaus von Myra um die Erfüllung ihres sehnlichen Kinderwunsches angefleht hatten. So unternahmen sie eine Wallfahrt zu dem Heiligen nach Süditalien in die Stadt Bari, wo eine Reliquie des Heiligen aufbewahrt wurde. Kurze Zeit nach der Rückkehr an ihren Heimatort wurde Nikolaus' Mutter tatsächlich schwanger und zum Dank für die Erhörung ihrer Bitten gab sie ihrem Sohn den Namen des berühmten Bischofs von Myra.

    Als wissbegieriger Junge wanderte der kleine Nikolaus häufig hinab in das Städtchen Tolentino, wo es Bibliotheken und Schulen gab. Die Predigt eines Augustinereremiten über die Geringschätzung alles Irdischen ergriff ihn so sehr, dass er als Jugendlicher an die Pforte des Augustinerklosters anklopfte und in diesem aufgenommen und mit 25 Jahren zum Priester geweiht wurde. Seit 1275 wirkte er bis an das Ende seines Lebens in Tolentino, wo man ihn wegen seines freundlichen Wesens mit der Armen- und Krankenfürsorge beauftragte. Vor allem wandte er sich auch den Menschen zu, die von ihrem Glauben abgefallen waren, und konnte viele von ihnen wieder für die Kirche zurückgewinnen.

    Nikolaus erfüllte die Ordensregel vorbildlich und mit einer außergewöhnlichen Hingabe. Er fastete und kasteite seinen Körper und verbrachte viele Stunden des Tages im persönlichen Gebet, aber auch im gemeinsamen Chorgebet mit seinen Mitbrüdern. Doch wenn man meinte, ein derart glaubenseifriger Mönch, der so streng gegen sich selbst war, müsste diesen Maßstab auch gegenüber denen anwenden, die seinen Rat suchten und bei ihm das Bußsakrament empfingen – denn Nikolaus war ein begnadeter Prediger und gesuchter Beichtvater und Seelenführer – so täuscht man sich: Der Heilige zeigte, so drastische Forderungen er auch an sich selbst stellte, eine erstaunliche Milde und Güte anderen gegenüber.

    Besonders berühmt ist Nikolaus von Tolentino jedoch wegen seiner Wundertaten, die man sich noch heute erzählt.

    Der von Dämonen Gepeinigte ließ nicht von seiner tiefen Frömmigkeit und seinem intensiven Gebetsleben ab. Er war zudem ein Mystiker, dem Visionen der Jungfrau Maria und des Fegefeuers zuteilwurden.

    Nikolaus starb am 10. September 1305. Der Schutzpatron Bayerns und der Armen Seelen im Fegefeuer wurde 1446 von Papst Eugen IV. als erster Augustinereremit heiliggesprochen.