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    Tagesheilige am 31. März: Natalia Tulasiewicz

    Die selige Natalia Tulasiewicz gehört zu den 108 polnischen Märtyrern der nationalsozialistischen Christenverfolgung während des Zweiten Weltkrieges, die von Papst Johannes Paul II. am 13. Juni 1999 in Warschau während einer Pastoralreise in seinem Heimatland zur Ehre der Altäre erhoben wurden. Ihr gemeinsamer Gedenktag ist der 12. Juni. Unter den Blutzeugen der polnischen Katholiken befanden sich drei Bischöfe, 52 Diözesanpriester, 26 Ordenspriester, drei Seminaristen, sieben Laienbrüder, acht Ordensfrauen und neun Laien. Zahlreiche Priester starben, weil sie nicht auf ihr Priestertum verzichten wollten, andere etwa, weil sie Juden verteidigten.

    Die selige Natalia Tulasiewicz gehört zu den 108 polnischen Märtyrern der nationalsozialistischen Christenverfolgung während des Zweiten Weltkrieges, die von Papst Johannes Paul II. am 13. Juni 1999 in Warschau während einer Pastoralreise in seinem Heimatland zur Ehre der Altäre erhoben wurden. Ihr gemeinsamer Gedenktag ist der 12. Juni. Unter den Blutzeugen der polnischen Katholiken befanden sich drei Bischöfe, 52 Diözesanpriester, 26 Ordenspriester, drei Seminaristen, sieben Laienbrüder, acht Ordensfrauen und neun Laien. Zahlreiche Priester starben, weil sie nicht auf ihr Priestertum verzichten wollten, andere etwa, weil sie Juden verteidigten.

    Ein Beispiel für den Mut und die Selbstaufopferung der polnischen Märtyrer ist Natalia Tulasiewicz, die sich insbesondere für das Apostolat der Laien engagierte. Sie wurde am 9. April 1906 in Rzeszów im Südosten Polens als zweites von sechs Kindern geboren. 1912 übersiedelte sie mit ihren Eltern und Geschwistern nach Krakau, 1921 nach Posen. Dort studierte sie polnische Philologie, um nach ihrem Abschluss als Lehrerin tätig zu sein. Während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg zog sie 1943 gemeinsam mit zu Zwangsarbeit verurteilten Frauen freiwillig aus ihrer Heimat fort ins Dritte Reich, um ihnen ihr Schicksal zu erleichtern. In ihren schwersten Stunden spendete sie ihnen geistlichen Trost. Als die Gestapo Natalia entdeckte, wurde sie festgenommen, grauenhaft gefoltert und schließlich zum Tod im Konzentrationslager Ravensbrück verurteilt. Am Karfreitag des Jahres 1945, es war der 30. März, sammelte sie all ihre Kräfte, stieg auf die Bank in ihrer Baracke und sprach zu ihren Mitgefangenen über die Passion und die Auferstehung Christi. Einen Tag später, am Karsamstag, am 31. März 1945, wurde Natalia in die Gaskammer geführt und umgebracht. Katrin Krips-Schmidt