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    Tagesheilige: 28. März: Jeanne-Marie de Maillé

    Die selige Jeanne-Marie de Maillé wurde am 14. April 1331 als Tochter eines Barons im Norden Frankreichs geboren, wo sie auch ihre Kindheit verbrachte. Ihre Familie besaß mehrere Schlösser in der Touraine. Schon als Kind spielte sie mit Robert II. von Sillé, den sie eines Tages sogar vor dem Ertrinken errettete. Als junges Mädchen hatte Jeanne-Marie den Wunsch, sich ganz Gott zu weihen und Ordensfrau zu werden, doch ihre Eltern hatten andere Pläne mit ihr. Als sie zwölf Jahre alt war, kündigten sie ihr an, dass sie ihrem Jugendfreund Robert zur Gemahlin versprochen sei. Als sie sechzehn war, fand die Hochzeit statt. Gemeinsam mit ihrem Ehemann beherbergten sie in ihrem Haus während der Pestepidemie von 1346 bis 1353 zahlreiche Bedürftige und verpflegten sie. Sechzehn Jahre lang lebten die beiden Eheleute auf Wunsch von Jeanne-Marie in Enthaltsamkeit.

    Die selige Jeanne-Marie de Maillé wurde am 14. April 1331 als Tochter eines Barons im Norden Frankreichs geboren, wo sie auch ihre Kindheit verbrachte. Ihre Familie besaß mehrere Schlösser in der Touraine. Schon als Kind spielte sie mit Robert II. von Sillé, den sie eines Tages sogar vor dem Ertrinken errettete. Als junges Mädchen hatte Jeanne-Marie den Wunsch, sich ganz Gott zu weihen und Ordensfrau zu werden, doch ihre Eltern hatten andere Pläne mit ihr. Als sie zwölf Jahre alt war, kündigten sie ihr an, dass sie ihrem Jugendfreund Robert zur Gemahlin versprochen sei. Als sie sechzehn war, fand die Hochzeit statt. Gemeinsam mit ihrem Ehemann beherbergten sie in ihrem Haus während der Pestepidemie von 1346 bis 1353 zahlreiche Bedürftige und verpflegten sie. Sechzehn Jahre lang lebten die beiden Eheleute auf Wunsch von Jeanne-Marie in Enthaltsamkeit.

    Die vielfältigen Konflikte zwischen dem französischen und dem englischen Thron führten zwischen 1337 und 1453 zum Hundertjährigen Krieg zwischen den beiden Mächten. Nach der verlorenen Schlacht von Poitiers wurde das Schloss, in dem Jeanne-Marie mit ihrem Mann lebte, 1356 von den Engländern gestürmt. Robert wurde verwundet und starb schließlich an seinen Verletzungen.

    Die junge Witwe – Jeanne-Marie war erst 25 – lehnte es ab, sich erneut zu verheiraten. Sie zog sich nach Tours zurück und widmete sich von nun an ganz den Notleidenden, den Bettlern und den Kranken. Ihre Güter, ihren ganzen Besitz und ihre Ländereien verschenkte sie an das Kloster von Liget. Nun selbst ganz arm geworden, wurde sie von ihrer Schwiegerfamilie zurückgewiesen. 1377 beschloss sie, sich in eine Einsiedelei in einem Wald in der Nähe von Tours zurückzuziehen. Zwei Jahre lang lebte sie dort als Reklusin und gab sich ganz dem Gebet und den Werken der Nächstenliebe hin. Schon bald stand sie im Ruf, Kranke heilen zu können, und so kamen Adlige wie auch Bürger zu ihr, um sie um Rat zu fragen.

    Jeanne-Marie de Maillé starb am 28. März 1414 in Tours mit fast 83 Jahren. Sie hatte so vielen Menschen geholfen, dass ihr Leichenzug von einer großen Trauergesellschaft begleitet wurde. Papst Pius IX. sprach sie am 27. April 1871 selig.