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    Stimmen der Bischöfe

    Die deutschen Bischöfe haben die wiederaufgenommenen Traditionalisten-Bischöfe aufgefordert, sich „unmissverständlich und glaubwürdig“ zum Zweiten Vatikanischen Konzil zu bekennen. Nach dem „übergroßen Entgegenkommen des Papstes“ werde nun eine klare Aussage der vier Bischöfe der Pius-Priesterbruderschaft besonders zum Dokument „Nostra aetate“ erwartet, erklärte der Vorsitzende der Unterkommission für die Beziehungen zum Judentum, Aachens Bischof Heinrich Mussinghoff, am Montag in Bonn. In „Nostra aetate“ erneuerte die Kirche unter anderem ihr Verhältnis zum Judentum und erteilte jeglichem Antisemitismus eine Absage. Darüber hinaus hätten die vier Bischöfe und Verantwortlichen der Priesterbruderschaft oft deutlich gemacht, dass sie die Konzilserklärung „Nostra aetate“ über die Beziehung der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen nicht beachteten. Das Dekret über die Aufhebung der Exkommunikation spreche von „noch offenen Fragen“, deren Lösung in Gesprächen zwischen dem Vatikan und der Pius-Bruderschaft noch anstehe. Nach den Worten des Aachener Bischofs ist das Dekret „Ausdruck des päpstlichen Willens, ein bestehendes Schisma aufzuheben“. Die katholischen Bischöfe in Deutschland unterstützten den Papst in seinem Bemühen, den Skandal kirchlicher Spaltung zu überwinden.

    Die deutschen Bischöfe haben die wiederaufgenommenen Traditionalisten-Bischöfe aufgefordert, sich „unmissverständlich und glaubwürdig“ zum Zweiten Vatikanischen Konzil zu bekennen. Nach dem „übergroßen Entgegenkommen des Papstes“ werde nun eine klare Aussage der vier Bischöfe der Pius-Priesterbruderschaft besonders zum Dokument „Nostra aetate“ erwartet, erklärte der Vorsitzende der Unterkommission für die Beziehungen zum Judentum, Aachens Bischof Heinrich Mussinghoff, am Montag in Bonn. In „Nostra aetate“ erneuerte die Kirche unter anderem ihr Verhältnis zum Judentum und erteilte jeglichem Antisemitismus eine Absage. Darüber hinaus hätten die vier Bischöfe und Verantwortlichen der Priesterbruderschaft oft deutlich gemacht, dass sie die Konzilserklärung „Nostra aetate“ über die Beziehung der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen nicht beachteten. Das Dekret über die Aufhebung der Exkommunikation spreche von „noch offenen Fragen“, deren Lösung in Gesprächen zwischen dem Vatikan und der Pius-Bruderschaft noch anstehe. Nach den Worten des Aachener Bischofs ist das Dekret „Ausdruck des päpstlichen Willens, ein bestehendes Schisma aufzuheben“. Die katholischen Bischöfe in Deutschland unterstützten den Papst in seinem Bemühen, den Skandal kirchlicher Spaltung zu überwinden.

    Die Italienische Bischofskonferenz hat sich in der Debatte um die Wiederaufnahme von vier Traditionalisten-Bischöfen in die katholische Kirche entschieden hinter den Papst gestellt. Vor dem Ständigen Rat der Bischofskonferenz begrüßte deren Vorsitzender, Kardinal Angelo Bagnasco, am Montagabend in Rom die Rücknahme der Exkommunikation als Akt der Barmherzigkeit. Gleichzeitig verurteilte er die „unbegründeten und unbedachten“ Äußerungen des rehabilitierten Bischofs Richard Williamson zum Holocaust.

    Der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz, Bischof Egon Kapellari erklärte: „Die Rückkehr der lefebvrianischen Bischöfe in die katholische Kirche kann für die Kirche im Ganzen in keiner Weise als Abschied vom Zweiten Vatikanischen Konzil verstanden werden. Zum Konzil haben sich ja seither alle Päpste immer wieder bekannt“.

    Der Vorsitzende der Schweizer Bischofskonferenz, Bischof Kurt Koch von Basel, erklärte: „Mit der Aufhebung der Exkommunikation der vier Bischöfe bietet der Heilige Vater diesen die Hand zur Versöhnung an. Im Dekret der Bischofskongregation über die Aufhebung der Exkommunikation, das von Kardinal Giovanni Battista Re, unterzeichnet wurde, wird hervorgehoben, dass noch weitere Schritte bis zur Herstellung der vollen Einheit zwischen der ganzen Priesterbruderschaft und der katholischen Kirche nötig sind. Papst Benedikt XVI. war bei seiner Entscheidung von der Überzeugung geleitet, dass nach der Anerkennung des Lehramtes und der Autorität des Papstes gute Aussichten bestehen, dass die anstehenden Gespräche über die noch ungelösten Fragen hinsichtlich der verbindlichen Annahme des Zweiten Vatikanischen Konzils zu einem guten Ende gebracht werden. Auf diese Weise soll die vollständige Versöhnung in voller Gemeinschaft auf der Grundlage des gemeinsamen Glaubens ihren sichtbaren Ausdruck finden. Ich hoffe und bete, dass diese Versöhnung geschehen wird.“

    Der Vorsitzende der Französischen Bischofskonferenz, Kardinal André Vingt-Trois von Paris erklärte in einem Interview, die Aufhebung der Exkommunikation sei „ein offenes Tor, um Christen die volle Gemeinschaft mit der Kirche wieder zu ermöglichen“. Er freue sich über jede Aufhebung einer Kirchenstrafe. Zugleich kritisierte der Kardinal „Leute, die sich als Verteidiger der Tradition darstellen und sich vorbehalten, die gute Überlieferung von der schlechten zu unterscheiden“. Diese Unterscheidung könne jedoch nur die Kirche vornehmen und nicht eine einzelne Gruppe.

    Bischof Francois Garnier von Cambrai nannte in der Zeitung „La Croix“ die Wiederaufnahme der Bischöfe dagegen eine „Prüfung für zahlreiche Priester und Laien“, weil die Traditionalisten in den vergangenen vier Jahrzehnten die Priester und zahlreiche Bischöfe hochmütig missachtet hätten. Der stellvertretende Vorsitzende der Französischen Bischofskonferenz, Erzbischof Hippolyte Simon, sagte, der Test für die Bereitschaft der Traditionalisten für eine Wiedereingliederung in die katholische Kirche stehe noch aus.

    Bischof Jean-Claude Boulanger von Sees entschuldigte sich im Namen der Katholiken seines Bistums bei allen, die durch Williamsons Worte beleidigt worden seien. Sie hätten sein Verständnis und seine Unterstützung. Nach Einschätzung der französischen Bischöfe verlangt die Aufhebung der Exkommunikation jetzt nach einer Reaktion auf Seiten der Traditionalisten. Nach der Geste aus Rom sei es jetzt an ihnen, ihren Willen zur vollen Wiedereingliederung zu bekunden, sagte Boulanger. Gardes erklärte, er vermute, dass Papst Benedikt XVI. entsprechende Zusicherungen erhalten habe. DT/KAP/KNA