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    Schweizergarde offen für Aufnahme von Frauen

    Chur (DT/KNA) Der Kommandant der Päpstlichen Schweizergarde schließt eine Öffnung der Traditionstruppe für Frauen nicht aus. Seine Aufgabe sei die Rekrutierung, „die Garde in die nächsten hundert Jahre zu führen“, sagte Daniel Anrig der Zeitung „Die Südostschweiz am Sonntag“. Es sei dabei wichtig, immer offen für eine Weiterentwicklung zu sein. „Deshalb ist es für mich normal, auch für Frauen in der Garde offen zu sein.“ Zugleich erklärte der Garde-Chef aber auch, dass diese Frage für ihn keine Priorität habe. Er werde es nicht forcieren. Sollte aber bei jungen Frauen Interesse bestehen, „wäre ich sicher offen, dies zu prüfen“. Bereits im Mai hatte Anrig im italienischen Fernsehen gesagt, er könne sich Gardistinnen „für die eine oder andere Aufgabe vorstellen“. Ein solcher Schritt liege allerdings noch in weiter Zukunft. Ob die Soldatinnen auch im Nahschutz des Papstes eingesetzt werden könnten, führte Anrig bisher nicht aus. Sein Vorgänger Elmar Mäder hatte zu der gleichen Frage stets betont, unter seinem Kommando werde es kein gemischtgeschlechtliches Corps geben. Weniger offen für Neues zeigte sich Anrig im Interview der „Südostschweiz“ beim Thema Dienstkleidung. Er werde sich hüten, an der schönen, farbigen Uniform etwas zu ändern. Die habe Tradition. Insgesamt begreift der Kommandant seine Truppe keineswegs als veraltet. „Die Garde ist wohl die einzige Organisation, die trotz ihres Alters von 500 Jahren eine der modernsten und zeitgemäßesten ist.“ Dies hänge stark mit der Altersstruktur zusammen. Jedes Jahr würden etwa 30 junge Leute aufgenommen. Die Schweizergarde ist die Schutztruppe der Päpste. Ihre Sollstärke liegt bei 110 Mann. Mitglied können bislang nur katholische, ledige Männer werden, die in ihrer Schweizer Heimat Militärdienst geleistet haben. Sie müssen mindestens 1, 74 Meter groß sein und dürfen beim Eintritt nicht älter als 30 Jahre sein. Offiziere und länger gediente Gardisten dürfen heiraten. Anrig steht der Truppe seit Dezember 2008 vor.

    Chur (DT/KNA) Der Kommandant der Päpstlichen Schweizergarde schließt eine Öffnung der Traditionstruppe für Frauen nicht aus. Seine Aufgabe sei die Rekrutierung, „die Garde in die nächsten hundert Jahre zu führen“, sagte Daniel Anrig der Zeitung „Die Südostschweiz am Sonntag“. Es sei dabei wichtig, immer offen für eine Weiterentwicklung zu sein. „Deshalb ist es für mich normal, auch für Frauen in der Garde offen zu sein.“ Zugleich erklärte der Garde-Chef aber auch, dass diese Frage für ihn keine Priorität habe. Er werde es nicht forcieren. Sollte aber bei jungen Frauen Interesse bestehen, „wäre ich sicher offen, dies zu prüfen“. Bereits im Mai hatte Anrig im italienischen Fernsehen gesagt, er könne sich Gardistinnen „für die eine oder andere Aufgabe vorstellen“. Ein solcher Schritt liege allerdings noch in weiter Zukunft. Ob die Soldatinnen auch im Nahschutz des Papstes eingesetzt werden könnten, führte Anrig bisher nicht aus. Sein Vorgänger Elmar Mäder hatte zu der gleichen Frage stets betont, unter seinem Kommando werde es kein gemischtgeschlechtliches Corps geben. Weniger offen für Neues zeigte sich Anrig im Interview der „Südostschweiz“ beim Thema Dienstkleidung. Er werde sich hüten, an der schönen, farbigen Uniform etwas zu ändern. Die habe Tradition. Insgesamt begreift der Kommandant seine Truppe keineswegs als veraltet. „Die Garde ist wohl die einzige Organisation, die trotz ihres Alters von 500 Jahren eine der modernsten und zeitgemäßesten ist.“ Dies hänge stark mit der Altersstruktur zusammen. Jedes Jahr würden etwa 30 junge Leute aufgenommen. Die Schweizergarde ist die Schutztruppe der Päpste. Ihre Sollstärke liegt bei 110 Mann. Mitglied können bislang nur katholische, ledige Männer werden, die in ihrer Schweizer Heimat Militärdienst geleistet haben. Sie müssen mindestens 1, 74 Meter groß sein und dürfen beim Eintritt nicht älter als 30 Jahre sein. Offiziere und länger gediente Gardisten dürfen heiraten. Anrig steht der Truppe seit Dezember 2008 vor.