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    Schönborn: Volk Gottes soll demütig und arm sein

    Pecs (DT/KAP) Die Aktualität des Missionsauftrages Jesu hat Kardinal Christoph Schönborn am Sonntag beim Festgottesdienst in der Kathedrale von Pecs (Fünfkirchen) aus Anlass der Tausend-Feier der südungarischen Diözese unterstrichen. Der Wiener Erzbischof vertrat bei der Feier den Papst und überbrachte die Glück- und Segenswünsche Benedikts XVI. an Bischof Mihaly Mayer und die Diözese Pecs. An dem Gottesdienst nahmen auch der ungarische Kardinal-Primas Peter Erdö und Spitzenvertreter des Staates teil. Vor tausend Jahren sei das Christentum zum zweiten Mal in das heutige Ungarn gekommen, nach der ersten Christianisierung in römischer Zeit, erinnerte Schönborn. Immer sei es um die Verwirklichung des Taufauftrages Jesu gegangen. Heute müsse sich Europa der Frage stellen: „Was hast du mit deiner Taufe getan?“ Diese Frage werde nicht „anklagend und besserwissend, aber doch schmerzlich“ gestellt, nicht „in kulturpessimistischer Haltung, sondern mit dem Blick der barmherzigen Liebe Jesu“. Das Geschenk der Taufe sei die „verborgene Quelle, die die Humanität der europäischen Länder speist, die Quelle, aus der die Kräfte der Selbstlosigkeit, der Großherzigkeit, der Opferbereitschaft strömen“, unterstrich der Wiener Erzbischof. Wörtlich sagte Kardinal Schönborn: „Wir sind geschwächt aus dem 20. ins 21. Jahrhundert gegangen, gedemütigt, verarmt, gar nicht glorreich. Wir sind nicht siegesgewiss und triumphal aus der ,Wende‘ von 1989 hervorgegangen. Ganz im Gegenteil: Der Alltag in der neuen Freiheit erweist sich als mühevoll und beschwerlich. Aber ich glaube, der Herr will uns für Neues vorbereiten: Träumt nicht von gewesenen Größen! Das Volk Gottes soll ein demütiges, ein armes Volk sein, das von Jesus besonders geliebt wird“.

    Pecs (DT/KAP) Die Aktualität des Missionsauftrages Jesu hat Kardinal Christoph Schönborn am Sonntag beim Festgottesdienst in der Kathedrale von Pecs (Fünfkirchen) aus Anlass der Tausend-Feier der südungarischen Diözese unterstrichen. Der Wiener Erzbischof vertrat bei der Feier den Papst und überbrachte die Glück- und Segenswünsche Benedikts XVI. an Bischof Mihaly Mayer und die Diözese Pecs. An dem Gottesdienst nahmen auch der ungarische Kardinal-Primas Peter Erdö und Spitzenvertreter des Staates teil. Vor tausend Jahren sei das Christentum zum zweiten Mal in das heutige Ungarn gekommen, nach der ersten Christianisierung in römischer Zeit, erinnerte Schönborn. Immer sei es um die Verwirklichung des Taufauftrages Jesu gegangen. Heute müsse sich Europa der Frage stellen: „Was hast du mit deiner Taufe getan?“ Diese Frage werde nicht „anklagend und besserwissend, aber doch schmerzlich“ gestellt, nicht „in kulturpessimistischer Haltung, sondern mit dem Blick der barmherzigen Liebe Jesu“. Das Geschenk der Taufe sei die „verborgene Quelle, die die Humanität der europäischen Länder speist, die Quelle, aus der die Kräfte der Selbstlosigkeit, der Großherzigkeit, der Opferbereitschaft strömen“, unterstrich der Wiener Erzbischof. Wörtlich sagte Kardinal Schönborn: „Wir sind geschwächt aus dem 20. ins 21. Jahrhundert gegangen, gedemütigt, verarmt, gar nicht glorreich. Wir sind nicht siegesgewiss und triumphal aus der ,Wende‘ von 1989 hervorgegangen. Ganz im Gegenteil: Der Alltag in der neuen Freiheit erweist sich als mühevoll und beschwerlich. Aber ich glaube, der Herr will uns für Neues vorbereiten: Träumt nicht von gewesenen Größen! Das Volk Gottes soll ein demütiges, ein armes Volk sein, das von Jesus besonders geliebt wird“.