• aktualisiert:

    Scheuer befürwortet Seligsprechung Lamperts

    Innsbruck (DT/KAP) Die Seligsprechung von Provikar Carl Lampert wäre ein „Zeichen der Hoffnung“ und eine deutliche Erinnerung an heutige Christen, sich für Recht und Gerechtigkeit einzusetzen. Das betont der Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer, nachdem die Kardinalsversammlung Benedikt XVI. am Dienstag die Seligsprechung des 1944 ermordeten Priesters empfohlen hat. Der in Vorarlberg geborene Lampert sei eine zentrale Gestalt für die Innsbrucker Kirche, so Scheuer. „Sein Martyrium ist gegenwärtig Herausforderung für unseren Glauben und unseren Einsatz für Recht und Gerechtigkeit; und von dieser Kraft des Rechts und der Gerechtigkeit war Lampert überzeugt.“ Provikar Lampert war ab 1939 als Stellvertreter des Innsbrucker Bischofs Paulus Rusch für die kirchliche Verwaltung des Tiroler Teils der damaligen Apostolischen Administratur Innsbruck-Feldkirch verantwortlich. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten sah sich auch die katholische Kirche in Tirol Repressalien ausgesetzt. Lampert trat mutig gegen kirchenfeindliche Handlungen von „Gau-leiter“ Franz Hofer auf. Sein Eintreten für den 1940 im KZ Buchenwald ermordeten Tiroler Pfarrer Otto Neururer brachte Provikar Lampert schließlich selbst ins Konzentrationslager. Durch einen Gestapo-Spitzel wurde er in eine angebliche „Spionage-Affäre“ verwickelt und am 13. November 1944 in Halle an der Saale enthauptet.

    Innsbruck (DT/KAP) Die Seligsprechung von Provikar Carl Lampert wäre ein „Zeichen der Hoffnung“ und eine deutliche Erinnerung an heutige Christen, sich für Recht und Gerechtigkeit einzusetzen. Das betont der Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer, nachdem die Kardinalsversammlung Benedikt XVI. am Dienstag die Seligsprechung des 1944 ermordeten Priesters empfohlen hat. Der in Vorarlberg geborene Lampert sei eine zentrale Gestalt für die Innsbrucker Kirche, so Scheuer. „Sein Martyrium ist gegenwärtig Herausforderung für unseren Glauben und unseren Einsatz für Recht und Gerechtigkeit; und von dieser Kraft des Rechts und der Gerechtigkeit war Lampert überzeugt.“ Provikar Lampert war ab 1939 als Stellvertreter des Innsbrucker Bischofs Paulus Rusch für die kirchliche Verwaltung des Tiroler Teils der damaligen Apostolischen Administratur Innsbruck-Feldkirch verantwortlich. Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten sah sich auch die katholische Kirche in Tirol Repressalien ausgesetzt. Lampert trat mutig gegen kirchenfeindliche Handlungen von „Gau-leiter“ Franz Hofer auf. Sein Eintreten für den 1940 im KZ Buchenwald ermordeten Tiroler Pfarrer Otto Neururer brachte Provikar Lampert schließlich selbst ins Konzentrationslager. Durch einen Gestapo-Spitzel wurde er in eine angebliche „Spionage-Affäre“ verwickelt und am 13. November 1944 in Halle an der Saale enthauptet.