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    Prozess für Papst Wojtyla ist nicht geplatzt

    Rom (gho) Im Vatikan geht das Seligsprechungsverfahren für Johannes Paul II. seinen geordneten Gang. Nachrichten, ein gescheitertes Verfahren zur Feststellung eines auf Fürsprache von Karol Wojtyla geschehenen Wunders drohe die Erhebung des am 2. April 2005 verstorbenen Papstes zur Ehre der Altäre zu verhindern, hat der Vatikan nicht bestätigt. Die polnische Tageszeitung „Rzeczpospolita“ und das italienische Blatt „La Repubblica“ hatten in der vergangenen Woche gemeldet, es gebe Zweifel an der angeblichen Wunderheilung der französischen Ordensfrau Marie Simon Pierre von einer Parkinson-Erkrankung. Bei der Frau sei diese Erkrankung wieder ausgebrochen. Bisher hatten aber nur Journalisten und der kirchliche Anwalt des Verfahrens, der polnische Postulator Slawomir Oder, davon gesprochen, die angeblich nicht erklärliche Heilung der Französin könnte das Wunder sein, das das Seligsprechungsverfahren für Johannes Paul II. zum Abschluss bringe.

    Rom (gho) Im Vatikan geht das Seligsprechungsverfahren für Johannes Paul II. seinen geordneten Gang. Nachrichten, ein gescheitertes Verfahren zur Feststellung eines auf Fürsprache von Karol Wojtyla geschehenen Wunders drohe die Erhebung des am 2. April 2005 verstorbenen Papstes zur Ehre der Altäre zu verhindern, hat der Vatikan nicht bestätigt. Die polnische Tageszeitung „Rzeczpospolita“ und das italienische Blatt „La Repubblica“ hatten in der vergangenen Woche gemeldet, es gebe Zweifel an der angeblichen Wunderheilung der französischen Ordensfrau Marie Simon Pierre von einer Parkinson-Erkrankung. Bei der Frau sei diese Erkrankung wieder ausgebrochen. Bisher hatten aber nur Journalisten und der kirchliche Anwalt des Verfahrens, der polnische Postulator Slawomir Oder, davon gesprochen, die angeblich nicht erklärliche Heilung der Französin könnte das Wunder sein, das das Seligsprechungsverfahren für Johannes Paul II. zum Abschluss bringe.

    Stattdessen teilten jetzt nicht namentlich genannte Vatikanprälaten mit, die sieben Mitglieder zählende Ärztekommission bei der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen habe sich noch gar nicht mit dem Fall befasst. Bisher hätten erst zwei Sachverständige eine Voruntersuchung vorgenommen. Es gebe noch nicht einmal „einen Schnipsel von einem Dokument“, zitierten die Medien einen der Prälaten. Der Wunderprozess sei noch „in der allerersten Phase“. Es sei jetzt Aufgabe des Postulators Oder, einen anderen von den angeblich 251 dokumentierten Wunderberichten vorzulegen. Das Seligsprechungsverfahren war noch im Juni 2005 in Rom eröffnet worden. Im Dezember vergangenen Jahres erklärte Benedikt XVI. den „heroischen Tugendgrad“ seines Vorgängers. Eine Seligsprechung kann der Papst erst dann festlegen, wenn die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungen ein Wunder auf Fürsprache des „Dieners Gottes“ festgestellt hat.