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    Prälat Imkamp im Ruhestand – Was macht er heute?

    Altar, Brevier, Rosenkranz und Bibliothek mehr braucht Prälat Imkamp nicht, um die benediktinische Maxime "ora et labora" im Ruhestand in die Tat umzusetzen. Was macht er im Jahr 2019?

    Wilhelm Imkamp
    Sieht Chancen in der traditionellen Volksfrömmigkeit: Wilhelm Imkamp. Foto: Wallfahrtsdirektion/Bistum Augsburg

    Altar, Brevier, Rosenkranz und Bibliothek mehr braucht Prälat Wilhelm Imkamp nicht, um die benediktinische Maxime "ora et labora" im Ruhestand in die Tat umzusetzen. Mit vielen Bücherkisten und Albizzi, seinem lateinkundigen schwarzen Mops, ist er in dieser Woche nach Regensburg gezogen. Dort leitet er künftig die fürstliche Hofbibliothek. Zwei Klosterzellen der alten Benediktinerabtei Sankt Emmeram sind nun sein Domizil.

    Nichts geändert hat sich am geistlichen Lebensmittelpunkt des Prälaten. Der ist nach wie vor die Eucharistie. Dazu sagte er im Gespräch mit dieser Zeitung:

    "Das Messopfer ist das Zentrum eines priesterlichen Lebens. Wo mein Altar steht, da ist meine Heimat. Gerade auch für einen Priester nach der aktiven Dienstzeit besteht das große Gnadenangebot: Messopfer, Brevier, Rosenkranz noch zeitintensiver zu feiern, als es unter dem alltäglichen Termindruck oft möglich ist"

    Die Zukunftspläne von Prälat Wilhelm Imkamp

    Ganz oben auf der persönlichen Wunschliste des langjährigen Wallfahrtsdirektors von Maria Vesperbild steht "wissenschaftlich arbeiten". Dem hochgebildeten Dogmenhistoriker fallen dazu auf Anhieb mehrere Themen ein:

    • Die Theologiegeschichte der Privatoffenbarungen ist noch nicht geschrieben
    • Auch in der Barockscholastik gibt es aus Sicht des Prälaten noch viel zu tun Forschungsbedarf sieht er auch beim spanischen Jesuiten Martin Anton Delrio (1551 1608).
    • Darüber hinaus möchte sich Prälat Imkamp in Zukunft weiter mit seinen Lieblingspäpsten Innozenz III. und Benedikt XIV. beschäftigen.

    Durch Imkamp erlebte Maria Vesperbild einen bemerkenswerten Aufschwung


    Maria Vesperbild hat in den dreißig Jahren Imkampscher Wallfahrtsleitung einen bemerkenswerten Aufschwung erlebt. Sowohl die wortgewaltigen Predigten in einem stimmigen Gesamtbild traditioneller Volksfrömmigkeit, als auch die professionelle Öffentlichkeitsarbeit des Apostolischen Protonotars, der zum Jahresende in den Ruhestand getreten ist, spielten dabei zweifellos eine entscheidende Rolle.

    Mit seinem Fingerspitzengefühl für Tradition war der gebürtige Niederrheiner seiner Zeit teilweise weit voraus. So stellte er schmunzelnd fest:

     "Als ich hier vor 30 Jahren in Maria Vesperbild angefangen habe, wurde alles, was mit Volksfrömmigkeit zu tun hatte, noch eher misstrauisch beäugt"

    "Es wurde zugelassen, aber nicht gefördert. Ich habe hier zum Beispiel sofort eingeführt, auch während der Sonntags- und Werktagsmessen Beichte zu hören. Das trug mir viele wütende Zuschriften ein, mit denen ich ganz gut leben konnte". 2002 wurde diese Praxis von der Gottesdienstkongregation ausdrücklich empfohlen.

    Was macht Prälat Wilhelm Imkamp im Jahr 2019?

     

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