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    Piusbrüder wollen gegen Saarland klagen

    Saarbrücken/Stuttgart (DT/KNA) Die traditionalistische Piusbruderschaft will alle möglichen Rechtsmittel nutzen, um die Betriebserlaubnis für ein Internat mit 24 Plätzen im Saarbrückener Stadtteil Fechingen zu erhalten. Das Sozialministerium hatte einen entsprechenden Antrag des zur Piusbruderschaft gehörenden Don-Bosco-Schulvereins abgelehnt. Im Vorjahr war aufgrund „gravierender Mängel“ die Schließung eines Internats des Schulvereins gerichtlich angeordnet worden. Der deutsche Distriktobere Franz Schmidberger sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Freitag in Stuttgart, er habe keine andere Entscheidung des Saarlandes erwartet. In der Landesregierung säßen „nicht gerade unsere Freunde“, wenn es um eine „am Menschenbild des christlichen Abendlandes orientierte Erziehung“ gehe.

    Saarbrücken/Stuttgart (DT/KNA) Die traditionalistische Piusbruderschaft will alle möglichen Rechtsmittel nutzen, um die Betriebserlaubnis für ein Internat mit 24 Plätzen im Saarbrückener Stadtteil Fechingen zu erhalten. Das Sozialministerium hatte einen entsprechenden Antrag des zur Piusbruderschaft gehörenden Don-Bosco-Schulvereins abgelehnt. Im Vorjahr war aufgrund „gravierender Mängel“ die Schließung eines Internats des Schulvereins gerichtlich angeordnet worden. Der deutsche Distriktobere Franz Schmidberger sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Freitag in Stuttgart, er habe keine andere Entscheidung des Saarlandes erwartet. In der Landesregierung säßen „nicht gerade unsere Freunde“, wenn es um eine „am Menschenbild des christlichen Abendlandes orientierte Erziehung“ gehe.

    Zugleich räumte Schmidberger ein, dass dem Don-Bosco-Schulverein beim vormaligen Betrieb des Internats „tatsächlich ein paar Fehler unterlaufen“ seien, bei denen es sich aber um „Lappalien“ handele. Das Oberverwaltungsgericht in Saarlouis hatte mit Blick auf das frühere Internat entschieden, entgegen einer 2007 erteilten Erlaubnis für acht Plätze sei die Einrichtung für 24 bis 26 Plätze „und damit illegal betrieben“ worden. Der Don-Bosco-Schulverein habe dies „systematisch verschleiert“ und die Internatsschüler „der staatlichen Kontrolle entzogen“.

    Ferner seien die mangelnde Qualifikation einer Betreuerin und eine nicht ausreichende Zahl an Betreuungspersonen festgestellt worden. Daraus ergebe sich eine mangelnde Eignung als Träger.