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    Personalien

    Tomas Spidlik SJ, tschechischer Kardinal und Ostkirchenexperte, ist im Alter von 90 Jahren am Freitagabend in Rom gestorben. Das meldet Radio Vatikan am Samstag. Als Dozent am Päpstlichen Orientalischen Institut und Autor zahlreicher Publikationen hatte sich der Jesuit auch international einen Namen gemacht. In Würdigung seiner herausragenden Verdienste hatte Papst Johannes Paul II. ihm 2003 den Kardinalspurpur verliehen. An der Papstwahl 2005 durfte er nicht teilnehmen, weil er die Altersgrenze von 80 Jahren bereits überschritten hatte. Nach seinem Tod zählt das Kardinalskollegium 181 Mitglieder. Von diesen könnten jedoch nur die 108 unter 80-Jährigen an einer Papstwahl teilnehmen. Spidlik wurde am 17. Dezember 1919 im mährischen Boskovice geboren und trat 1940 in den Jesuitenorden ein. Nach dem Philosophie- und Theologiestudium in Brünn und im niederländischen Maastricht wurde er dort 1949 zum Priester geweiht. Ab 1951 arbeitete er für die tschechische Abteilung von „Radio Vatikan“ in Rom. 1958 wurde er Dozent am Päpstlichen „Orientale“. An dieser Forschungseinrichtung leistete er mit rund 140 Büchern und mehr als 600 Artikeln einen bedeutenden Beitrag zum Dialog zwischen der katholischen Kirche und den orientalischen Kirchen. 1995 wurde Spidlik mit der ehrenvollen Aufgabe betraut, die traditionellen Fastenexerzitien für den Papst und die römische Kurie im Vatikan zu leiten. Papst Benedikt XVI. bekundete dem Jesuitenorden seine Anteilnahme am Tod des Kardinals. In einem Telegramm vom Samstag würdigte er den festen und verlässlichen Glauben des Verstorbenen sowie sein umfangreiches kulturelles und christliches Schaffen. Spidlik habe sich besonders bei der Vermittlung der Tradition und Spiritualität der Ostkirchen hervorgetan. Die Totenmesse für den Freitagnacht in Rom verstorbenen Jesuiten zelebriert Kardinal-Dekan Angelo Sodano an diesem Dienstag zusammen mit weiteren Kardinälen im Petersdom. Am Ende des Gottesdienstes werde auch der Papst zu der Gedenkfeier stoßen und die Aussegnung des aufgebahrten Leichnams vornehmen, teilte der Vatikan mit.

    Tomas Spidlik SJ, tschechischer Kardinal und Ostkirchenexperte, ist im Alter von 90 Jahren am Freitagabend in Rom gestorben. Das meldet Radio Vatikan am Samstag. Als Dozent am Päpstlichen Orientalischen Institut und Autor zahlreicher Publikationen hatte sich der Jesuit auch international einen Namen gemacht. In Würdigung seiner herausragenden Verdienste hatte Papst Johannes Paul II. ihm 2003 den Kardinalspurpur verliehen. An der Papstwahl 2005 durfte er nicht teilnehmen, weil er die Altersgrenze von 80 Jahren bereits überschritten hatte. Nach seinem Tod zählt das Kardinalskollegium 181 Mitglieder. Von diesen könnten jedoch nur die 108 unter 80-Jährigen an einer Papstwahl teilnehmen. Spidlik wurde am 17. Dezember 1919 im mährischen Boskovice geboren und trat 1940 in den Jesuitenorden ein. Nach dem Philosophie- und Theologiestudium in Brünn und im niederländischen Maastricht wurde er dort 1949 zum Priester geweiht. Ab 1951 arbeitete er für die tschechische Abteilung von „Radio Vatikan“ in Rom. 1958 wurde er Dozent am Päpstlichen „Orientale“. An dieser Forschungseinrichtung leistete er mit rund 140 Büchern und mehr als 600 Artikeln einen bedeutenden Beitrag zum Dialog zwischen der katholischen Kirche und den orientalischen Kirchen. 1995 wurde Spidlik mit der ehrenvollen Aufgabe betraut, die traditionellen Fastenexerzitien für den Papst und die römische Kurie im Vatikan zu leiten. Papst Benedikt XVI. bekundete dem Jesuitenorden seine Anteilnahme am Tod des Kardinals. In einem Telegramm vom Samstag würdigte er den festen und verlässlichen Glauben des Verstorbenen sowie sein umfangreiches kulturelles und christliches Schaffen. Spidlik habe sich besonders bei der Vermittlung der Tradition und Spiritualität der Ostkirchen hervorgetan. Die Totenmesse für den Freitagnacht in Rom verstorbenen Jesuiten zelebriert Kardinal-Dekan Angelo Sodano an diesem Dienstag zusammen mit weiteren Kardinälen im Petersdom. Am Ende des Gottesdienstes werde auch der Papst zu der Gedenkfeier stoßen und die Aussegnung des aufgebahrten Leichnams vornehmen, teilte der Vatikan mit.

    Kardinal Agostino Vallini, Generalvikar des Papstes für das Bistum Rom, hat am Samstag das 70. Lebensjahr vollendet. Als Stellvertreter des Papstes in dessen römischen Metropolitansitz gehört der erfahrene Kirchenjurist, Organisator und Seelsorger zu den engsten Mitarbeitern und häufigsten Gesprächspartnern des Kirchenoberhaupts.