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    Personalien

    Piero Pioppo (49), „Prälat“ der Vatikanbank IOR und langjähriger Privatsekretär des früheren Kardinalstaatssekretärs Angelo Sodano, ist zum Nuntius in Kamerun und Äquatorialguinea ernannt worden. Nach dreijähriger leitender Tätigkeit im „Institut für die religiösen Werke“ übernimmt der aus Norditalien stammende Vatikandiplomat nun die Leitung einer Papstbotschaft in Zentralafrika. Pioppo, in Savona geboren und 1985 zum Priester geweiht, promovierte in Dogmatik und trat 1993 in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls. Er war in Korea und Chile auf Auslandsposten. Seit 1999 gehörte er als Privatsekretär zu den engsten Vertrauensleuten von Sodano. Zwei Monate vor dessen Ausscheiden aus dem Amt des Staatssekretärs übernahm Pioppo im Juli 2006 die Aufgabe des „Prälaten“ beim IOR. Diese Stelle war nach dem Skandal um das IOR und dessen früheren Präsidenten Erzbischof Paul Marcinkus 1990 für dessen Nachfolger Erzbischof Donato de Bonis (1931–2001) geschaffen worden. Drei Jahre später gab de Bonis jedoch dieses Amt auf. Seither wurde die Stelle des „Prälaten“ nicht wieder besetzt – bis Sodano sie 2006 reaktivierte. Nach den Statuten bekleidete Pioppo eine Schlüsselstellung zwischen der kontrollierenden Kardinalskommission des IOR und dem mit Finanzexperten besetzten Aufsichtsrat. Sodanos Nachfolger als Staatssekretär, Kardinal Tarcisio Bertone, hatte im vergangenen Herbst das IOR neu strukturiert und den Aufsichtsrat neu besetzt. Im Zuge dieser Umstrukturierung wurde auch die Aufgabe von Pioppo überflüssig. Nach dreijährigem Ausflug in die Finanzwelt kehrt Pioppo in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls zurück.

    Piero Pioppo (49), „Prälat“ der Vatikanbank IOR und langjähriger Privatsekretär des früheren Kardinalstaatssekretärs Angelo Sodano, ist zum Nuntius in Kamerun und Äquatorialguinea ernannt worden. Nach dreijähriger leitender Tätigkeit im „Institut für die religiösen Werke“ übernimmt der aus Norditalien stammende Vatikandiplomat nun die Leitung einer Papstbotschaft in Zentralafrika. Pioppo, in Savona geboren und 1985 zum Priester geweiht, promovierte in Dogmatik und trat 1993 in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls. Er war in Korea und Chile auf Auslandsposten. Seit 1999 gehörte er als Privatsekretär zu den engsten Vertrauensleuten von Sodano. Zwei Monate vor dessen Ausscheiden aus dem Amt des Staatssekretärs übernahm Pioppo im Juli 2006 die Aufgabe des „Prälaten“ beim IOR. Diese Stelle war nach dem Skandal um das IOR und dessen früheren Präsidenten Erzbischof Paul Marcinkus 1990 für dessen Nachfolger Erzbischof Donato de Bonis (1931–2001) geschaffen worden. Drei Jahre später gab de Bonis jedoch dieses Amt auf. Seither wurde die Stelle des „Prälaten“ nicht wieder besetzt – bis Sodano sie 2006 reaktivierte. Nach den Statuten bekleidete Pioppo eine Schlüsselstellung zwischen der kontrollierenden Kardinalskommission des IOR und dem mit Finanzexperten besetzten Aufsichtsrat. Sodanos Nachfolger als Staatssekretär, Kardinal Tarcisio Bertone, hatte im vergangenen Herbst das IOR neu strukturiert und den Aufsichtsrat neu besetzt. Im Zuge dieser Umstrukturierung wurde auch die Aufgabe von Pioppo überflüssig. Nach dreijährigem Ausflug in die Finanzwelt kehrt Pioppo in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls zurück.

    Schwester Margareta Gruber (48), Theologin und Ordensfrau der Franziskanerinnen von Sießen, wird die erste Inhaberin eines deutschen Theologielehrstuhls in Jerusalem. Der von der deutschen Regierung finanzierte neu geschaffene „Laurentius-Klein-Lehrstuhl für Biblische und Ökumenische Theologie“ wird am 4. Februar in Anwesenheit von Bildungsministerin Annette Schavan in der Dormitio-Abtei auf dem Zionsberg eingeweiht. Es handelt sich um die erste deutsche Theologie-Dozentur im Nahen Osten. Der Lehrstuhl wurde für das ökumenische „Theologische Studienjahr Jerusalem“ bei der Benediktinerabtei Dormitio geschaffen. Er ist nach Abt Laurentius Klein benannt, der das Studienjahr 1973 ins Leben rief. Das in dieser Form einzigartige Programm bietet deutschsprachigen katholischen und evangelischen Studenten die Möglichkeit, zwei Semester im Heiligen Land zu studieren. Inhaltliche Schwerpunkte sind Bibelwissenschaften, Ökumene und interreligiöser Dialog sowie christliche Archäologie. Bislang haben mehr als 900 Studenten das von kirchlichen Institutionen und dem Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD) geförderte Angebot wahrgenommen. Akademischer Träger ist die theologische Fakultät der benediktinischen Hochschule San Anselmo in Rom. Die baden-württembergische Neutestamentlerin arbeitet bereits seit August 2009 als Dekanin des Studienjahres. Vorher lehrte sie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Pallottiner in Vallendar. Für ihren Orden war Gruber vor allem in der Jugend- und Exerzitienarbeit im Kloster Sießen bei Saulgau tätig. 1983–1984 absolvierte sie noch vor dem Eintritt in ihre Gemeinschaft selbst das „Theologische Studienjahr Jerusalem“.

    Maria Flachsbarth (46), CDU-Bundestagsabgeordnete, ist neue Kirchenbeauftragte der Unionsfraktion. Das teilte Fraktionschef Volker Kauder (CDU) am Dienstag in der Fraktionssitzung mit, wie die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) erfuhr. Flachsbarth folgt auf Ingrid Fischbach, die das Amt seit Anfang 2006 innehatte und im Herbst zur stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden aufstieg. Die Katholikin aus dem Wahlkreis „Hannover-Land II“ gehört dem Parlament seit 2002 an. Damit haben alle Fraktionen Ansprechpartner für Kirchen und Religionsgemeinschaften benannt. Bei den Sozialdemokraten befasst sich der nordrhein-westfälische Protestant Siegmund Ehrmann (57) als neuer Beauftragter mit diesen Fragen. Bei den Bündnisgrünen wurde bereits im November der rheinland-pfälzische Katholik Josef Winkler (35) als Sprecher für Kirchenpolitik und interreligiösen Dialog bestätigt; er ist der einzige Kirchenbeauftragte mit Erfahrung in diesem Amt. Für die FDP trat im Dezember der hessische Protestant Stefan Ruppert (38) als kirchenpolitischer Sprecher an. Die Linke hat den neu in den Bundestag eingezogenen Raju Sharma (45) aus Schleswig-Holstein als Religionsbeauftragten.