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    Personalien

    Kardinal Tomas Spidlik, tschechischer Theologe, wird an diesem Donnerstag 90 Jahre alt. Der Experte für ostchristliche Spiritualität wurde am 17. Dezember 1919 in Boskovice in Mähren geboren. Er studierte Philosophie und Philologie in Brno (Brünn) sowie Theologie in Maastricht und Rom. 1942 trat er in den Jesuitenorden ein. 1949 empfing er in Maastricht die Priesterweihe. Als klar wurde, dass ihm die Kommunisten die Rückkehr in die Tschechoslowakei verwehren würden, blieb Spidlik in Rom. Er arbeitete bei Radio Vatikan und setzte am Päpstlichen orientalischen Institut seine Studien fort. Seine langjährige Lehrtätigkeit führte ihn unter anderem in die Vereinigten Staaten, nach Indien und Zaire. Seit 1990 lebt und arbeitet er am Centro Ezio Aletti in Rom. Papst Johannes Paul II. (1978–2005) ernannte Spidlik 2003 zum Kardinal. Beim Konklave 2005 war er wegen seines hohen Alters nicht mehr wahlberechtigt. Er hielt jedoch eine Eröffnungsmeditation für das Kardinalskollegium. Spidlik ist Autor von mehr als 200 wissenschaftlichen Studien und einigen Dutzend Büchern. Sie befassen sich vorrangig mit dem Verhältnis der römisch-katholischen Kirche zu den Ostkirchen. In seiner Heimat wurde ihm 1998 vom damaligen Staatspräsidenten Vaclav Havel der höchste Orden des Landes verliehen. Spidlik ist Ehrendoktor der Prager Karls-Universität und Ehrenbürger von Boskovice. Die Tschechische Bischofskonferenz verlieh ihm den Orden der heiligen Kyrill und Method für sein Lebenswerk. An der offiziellen Geburtstagsfeier in Rom, die bereits am vergangenen Donnerstag stattfand, nahm auch der Prager Kardinal Miloslav Vlk teil.

    Kardinal Tomas Spidlik, tschechischer Theologe, wird an diesem Donnerstag 90 Jahre alt. Der Experte für ostchristliche Spiritualität wurde am 17. Dezember 1919 in Boskovice in Mähren geboren. Er studierte Philosophie und Philologie in Brno (Brünn) sowie Theologie in Maastricht und Rom. 1942 trat er in den Jesuitenorden ein. 1949 empfing er in Maastricht die Priesterweihe. Als klar wurde, dass ihm die Kommunisten die Rückkehr in die Tschechoslowakei verwehren würden, blieb Spidlik in Rom. Er arbeitete bei Radio Vatikan und setzte am Päpstlichen orientalischen Institut seine Studien fort. Seine langjährige Lehrtätigkeit führte ihn unter anderem in die Vereinigten Staaten, nach Indien und Zaire. Seit 1990 lebt und arbeitet er am Centro Ezio Aletti in Rom. Papst Johannes Paul II. (1978–2005) ernannte Spidlik 2003 zum Kardinal. Beim Konklave 2005 war er wegen seines hohen Alters nicht mehr wahlberechtigt. Er hielt jedoch eine Eröffnungsmeditation für das Kardinalskollegium. Spidlik ist Autor von mehr als 200 wissenschaftlichen Studien und einigen Dutzend Büchern. Sie befassen sich vorrangig mit dem Verhältnis der römisch-katholischen Kirche zu den Ostkirchen. In seiner Heimat wurde ihm 1998 vom damaligen Staatspräsidenten Vaclav Havel der höchste Orden des Landes verliehen. Spidlik ist Ehrendoktor der Prager Karls-Universität und Ehrenbürger von Boskovice. Die Tschechische Bischofskonferenz verlieh ihm den Orden der heiligen Kyrill und Method für sein Lebenswerk. An der offiziellen Geburtstagsfeier in Rom, die bereits am vergangenen Donnerstag stattfand, nahm auch der Prager Kardinal Miloslav Vlk teil.

    Kardinal Jozef Glemp, seit 1981 Primas der katholischen Kirche Polens, wird am Freitag 80 Jahre alt. Tags darauf übergibt er das Primasamt an Erzbischof Henryk Muszynski (76) von Gniezno (Gnesen). Glemps Abschied in den Ruhestand gilt in der Kirche des Landes als größter Einschnitt seit dem Tod von Papst Johannes Paul II. vor viereinhalb Jahren. Eckpfeiler seiner 28 Jahre dauernden Ära sind das Kriegsrecht, das die polnische Regierung nur wenige Monate nach seinem Amtsantritt verhängte, und der Freiheitskampf der Gewerkschaftsbewegung Solidarnosc, der zum Sturz des Kommunismus führte. Glemp vermittelte erfolgreich zwischen der kommunistischen Staatsführung und der Opposition. Den EU-Beitritt seines Landes im Mai 2004 unterstützte er trotz einiger Bedenken. Als Vorsitzender der Bischofskonferenz vertrat er das traditionelle Modell des polnischen Katholizismus, kritisierte die moderne Kultur und betonte Werte wie Volksfrömmigkeit und die polnische Nation. Johannes Paul II. berief 1981 Glemp – damals Bischof von Warmia (Ermland) – auf den traditionellen Primassitz Gnesen im Westen des Landes und zugleich zum Erzbischof von Warschau. 1983 folgte die Erhebung in den Kardinalsstand. Die Leitung des Erzbistums Gnesen gab er 1992 ab, behielt jedoch den Primastitel, auch als er 2004 als Episkopats-Vorsitzender und 2007 als Erzbischof von Warschau abtrat. Seither verblieben ihm nur noch symbolische Aufgaben wie TV-Ansprachen oder die Leitung der Wahl des Vorsitzenden der Bischofskonferenz. Glemp, am 18. Dezember 1929 als Sohn eines Bergarbeiters und einer Hausfrau im zentralpolnischen Inowroclaw geboren, wurde 1956 zum Priester geweiht. Papst Benedikt XVI. entschied Ende 2006, dass der Primastitel an Glemps 80. Geburtstag an den Erzbischof von Gnesen fällt. Muszynski ist damit fortan automatisch in Personalunion das Ehrenoberhaupt der Kirche Polens. Der künftige Primas bleibt allerdings nur bis zu seinem 77. Geburtstag am 20. März im Amt. Als Favorit für seine Nachfolge wird der amtierende päpstliche Nuntius in Polen, Erzbischof Jozef Kowalczyk (71), gehandelt.

    Erwin Hecht (76), deutscher Oblatenmissionar und seit 35 Jahren Bischof von Kimberley in Südafrika, tritt in den Ruhestand. Papst Benedikt XVI. nahm am Dienstag das Pensionsgesuch des aus Burgrieden in Baden-Württemberg stammenden Kirchenmanns an. Hecht wurde 1959 zum Priester geweiht. 1972 wurde er zunächst Weihbischof in der durch seine Diamantenminen bekannten Stadt Kimberley in der südafrikanischen Provinz Nordkap. Zwei Jahre später übernahm er die Leitung der Diözese, die heute mehr als 120 000 Katholiken hat.

    Georg Weinhold (75), früherer Weihbischof des Bistums Dresden-Meißen, feiert am Samstag in der Kathedrale in Dresden sein Goldenes Priesterjubiläum. Die Messfeier beginnt um 18 Uhr, wie das Bistum am Mittwoch ankündigte. Weinhold trat im vergangenen Jahr aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in den Ruhestand. Zuvor war er der dienstälteste amtierende Bischof in Deutschland. Als Weihbischof unterstützte er die Bischöfe Gerhard Schaffran (1912–1996) und Joachim Reinelt in ihrem Amt. Der aus Zittau stammende Weinhold wurde 1959 zum Priester geweiht und war zunächst als Kaplan in Kamenz und in Leipzig-Connewitz tätig. 1968 wurde er Pfarrvikar, 1971 Pfarrer in Dippoldiswalde. Der damalige Bischof Schaffran berief ihn im selben Jahr in die Bistumsverwaltung. Als Bischofsvikar war Weinhold bis 1997 für Personalangelegenheiten zuständig. Bis 2004 war er anschließend Generalvikar. Er steht seit 1990 dem Domkapitel Sankt Petri zu Dresden als Domdekan vor. Weinhold ist zudem Vorsitzender des Bonifatiuswerks im Bistum Dresden-Meißen.

    Miroslav Konstanc Adam, slowakischer Dominikaner, ist zum Dekan der Kirchenrechtsfakultät und zum Prorektor der Päpstlichen Universität „Angelicum“ in Rom ernannt worden. 1963 im ostslowakischen Michalovce geboren, absolvierte Adam zunächst das Studium der Veterinärwissenschaften und trat im Februar 1989 in das damals noch geheime Noviziat des Dominikanerordens ein, dessen erster Provinzial in der Slowakei er 2001 werden sollte. Nach Absolvierung des Theologiestudiums in Olomouc (Olmütz) und der Priesterweihe im Jahr 1995 wirkte Adam kurze Zeit als Kaplan in Preßburg und absolvierte theologische Zusatzstudien in Prag sowie Sprachkurse in Frankreich, Spanien und den USA. 1996 bis 2001 studierte Adam am „Angelicum“ Kirchenrecht und übte danach verschiedene Funktionen in diesem Bereich in Preßburg, Kiew, Rom und Los Angeles aus. Wie das Pressebüro der Slowakischen Bischofskonferenz eigens hervorhebt, ähnelt die Laufbahn von Pater Miroslav Konstanc Adam jener des ebenfalls aus der Slowakei stammenden Ostkirchenrechtlers Cyril Vasil. Dieser war vor seiner heuer erfolgten Ernennung zum Erzbischof und zum Sekretär der Ostkirchenkongregation Dekan und Prorektor des Päpstlichen Orientalischen Instituts gewesen.

    Bernhard Stoeckle OSB, Benediktiner und früherer Rektor der Freiburger Albert-Ludwigs-Universität, ist im Alter von 82 Jahren am Dienstag im oberbayerischen Ruhpolding gestorben. Das teilte das Kloster Ettal am selben Tag mit. Der katholische Moraltheologe lehrte von 1970 bis 1992 in Freiburg und war dort in hochschulpolitisch unruhigen Zeiten von 1977 bis 1983 Rektor der Uni. Nach seiner Emeritierung kehrte der gebürtige Münchner nach Bayern zurück und übernahm die Seelsorge auf der Insel Frauenchiemsee. Zuletzt war er in Vachendorf bei Traunstein tätig. Der 1927 geborene Stoeckle besuchte das Ettaler Benediktinergymnasium und trat dort nach dem Abitur ins Kloster ein. Während des Zweiten Weltkriegs war er als Luftwaffenhelfer in München eingesetzt, wo er unter anderen mit dem jungen Joseph Ratzinger Dienst tat. Nach der Priesterweihe 1952 wirkte der Pater als Lehrer an der Schule seines Ordens. Danach lehrte er Fundamentaltheologie an der Päpstlichen Hochschule San Anselmo in Rom, nach seiner Habilitation christliche Ethik in Salzburg. Zu den Hauptwerken Stoeckles gehören das in verschiedene Sprache übersetzte „Wörterbuch christlicher Ethik“ sowie das moraltheologische Standardwerk „Handeln aus dem Glauben“ sowie das „Wörterbuch ökologischer Ethik“. Stoeckle gehörte der Glaubenskommission der deutschen Bischöfe von 1979 bis 1986 an. Für seine wissenschaftliche Arbeit wurde der Theologe mit vielen Ehrungen im In- und Ausland bedacht. Bestattet wird der Pater am Freitag in Ettal.

    Michael Kinnen (32), zuletzt Referent für Kirchen und Religionsgemeinschaften im Bundespräsidialamt und davor Persönlicher Referent des Mainzer Kardinals Karl Lehmann, übernimmt am 1. April die Leitung des in Wiesbaden ansässigen Kommissariats der Katholischen Bischöfe im Lande Hessen. Das auch als Katholisches Büro bezeichnete Kommissariat vertritt die Bischöfe bei den politischen Stellen in der Landeshauptstadt. Kinnen folgt auf Guido Amend (64), der Ende März in den Ruhestand geht. Amend ist seit 1977 im Kommissariat tätig.