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    Personalien

    Alfonso de Galarreta (52), Bischof der traditionalistischen Priesterbruderschaft St. Pius X., soll den theologischen Dialog seiner Gemeinschaft mit Rom führen. Das bestätigte das Mutterhaus der Piusbrüder am Dienstag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) im schweizerischen Menzingen. Der Spanier ist einer jener vier Bischöfe der Priesterbruderschaft, deren Exkommunikation Papst Benedikt XVI. im Januar aufgehoben hatte. Die Aufhebung gehörte zu den Vorbedingungen, die die von Rom getrennte Gemeinschaft für eine Aufnahme theologischer Gespräche gestellt hatte. De Galarreta leitet als Nachfolger des Holocaustleugners Bischof Richard Williamson das Priesterseminar der Bruderschaft im argentinischen La Reja. Der Vatikan hatte den Traditionalisten aufgefordert, seine Aussagen über die Judenvernichtung zurückzunehmen. Einem Bericht des argentinischen Internetportals „Panorama catolico internacional“ zufolge sieht die Bruderschaft die Rolle de Galarretas darin, die Treffen der Bruderschaft mit der zuständigen Kommission des Heiligen Stuhles zu koordinieren und zu leiten. Sein Gesprächpartner auf vatikanischer Seite dürfte der dazu Beauftragte der Römischen Glaubenskongregation sein, der neue Sekretär der Kommission „Ecclesia Dei“ Monsignore Guido Pozzo. De Galarreta wurde am 14. Januar 1957 im spanischen Torrelavega geboren. Seine Familie siedelte bald nach Argentinien über, wo er 1975 ins Priesterseminar in La Plata eintrat. 1978 wechselte de Galarreta ins internationale Priesterseminar der Piusbruderschaft in Econe/Schweiz. Nach seiner Priesterweihe 1980 lehrte er zunächst in La Reja und leitete von 1985 bis 1988 den Distrikt Südamerika der Piusbrüder. Am 30. Juni 1988 weihte ihn der Gründer der Bruderschaft, Erzbischof Marcel Lefebvre (1905–1991), gemeinsam mit drei anderen Priestern gegen den Willen des Papstes zum Bischof. Die Exkommunikation, die Papst Johannes Paul II. daraufhin förmlich aussprach, hob sein Nachfolger Benedikt XVI. im Januar auf. Im Gespräch mit „Iesus Christus“, einem Monatsmagazin der Bruderschaft aus Lateinamerika, äußerte sich de Galarreta im Mai skeptisch über ein mögliches Abkommen mit dem Vatikan. Dies sei nicht am Horizont, „sei es in der unmittelbaren oder in der mittelbaren Zukunft. Wir schließen diese Möglichkeit ausdrücklich aus.“ Ohne eine „Rückkehr zur Tradition von Seiten Roms“ sei jedes Abkommen „unvereinbar mit der Verteidigung des Glaubens“. De Galarreta wörtlich: „Im besten Fall haben wir, menschlich gesprochen, mehrjährige Diskussionen vor uns.“

    Alfonso de Galarreta (52), Bischof der traditionalistischen Priesterbruderschaft St. Pius X., soll den theologischen Dialog seiner Gemeinschaft mit Rom führen. Das bestätigte das Mutterhaus der Piusbrüder am Dienstag auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) im schweizerischen Menzingen. Der Spanier ist einer jener vier Bischöfe der Priesterbruderschaft, deren Exkommunikation Papst Benedikt XVI. im Januar aufgehoben hatte. Die Aufhebung gehörte zu den Vorbedingungen, die die von Rom getrennte Gemeinschaft für eine Aufnahme theologischer Gespräche gestellt hatte. De Galarreta leitet als Nachfolger des Holocaustleugners Bischof Richard Williamson das Priesterseminar der Bruderschaft im argentinischen La Reja. Der Vatikan hatte den Traditionalisten aufgefordert, seine Aussagen über die Judenvernichtung zurückzunehmen. Einem Bericht des argentinischen Internetportals „Panorama catolico internacional“ zufolge sieht die Bruderschaft die Rolle de Galarretas darin, die Treffen der Bruderschaft mit der zuständigen Kommission des Heiligen Stuhles zu koordinieren und zu leiten. Sein Gesprächpartner auf vatikanischer Seite dürfte der dazu Beauftragte der Römischen Glaubenskongregation sein, der neue Sekretär der Kommission „Ecclesia Dei“ Monsignore Guido Pozzo. De Galarreta wurde am 14. Januar 1957 im spanischen Torrelavega geboren. Seine Familie siedelte bald nach Argentinien über, wo er 1975 ins Priesterseminar in La Plata eintrat. 1978 wechselte de Galarreta ins internationale Priesterseminar der Piusbruderschaft in Econe/Schweiz. Nach seiner Priesterweihe 1980 lehrte er zunächst in La Reja und leitete von 1985 bis 1988 den Distrikt Südamerika der Piusbrüder. Am 30. Juni 1988 weihte ihn der Gründer der Bruderschaft, Erzbischof Marcel Lefebvre (1905–1991), gemeinsam mit drei anderen Priestern gegen den Willen des Papstes zum Bischof. Die Exkommunikation, die Papst Johannes Paul II. daraufhin förmlich aussprach, hob sein Nachfolger Benedikt XVI. im Januar auf. Im Gespräch mit „Iesus Christus“, einem Monatsmagazin der Bruderschaft aus Lateinamerika, äußerte sich de Galarreta im Mai skeptisch über ein mögliches Abkommen mit dem Vatikan. Dies sei nicht am Horizont, „sei es in der unmittelbaren oder in der mittelbaren Zukunft. Wir schließen diese Möglichkeit ausdrücklich aus.“ Ohne eine „Rückkehr zur Tradition von Seiten Roms“ sei jedes Abkommen „unvereinbar mit der Verteidigung des Glaubens“. De Galarreta wörtlich: „Im besten Fall haben wir, menschlich gesprochen, mehrjährige Diskussionen vor uns.“