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    Personalien

    Kardinal Andrea Cordero Lanza di Montezemolo (83), Erzpriester der römischen Pauls-Basilika und Hauptorganisator des Internationalen Paulusjahres, scheidet aus dem aktiven Dienst aus. Fünf Tage nach Abschluss des Themenjahres nahm Benedikt XVI. am Freitag den Rücktritt des Vatikan-Diplomaten an. Als Nuntius hatte Montezemolo den Heiligen Stuhl zuvor in Krisenregionen der Welt vertreten, in Mittelamerika wie in Nahost. Zum Nachfolger als Erzpriester an der Pauls-Basilika ernannte Benedikt XVI. den italienischen Erzbischof Francesco Monterisi (75), bislang Sekretär der Bischofskongregation. Montezemolo gehörte zu den herausragenden Persönlichkeiten der vatikanischen Diplomatie. Der 1925 in Turin geborene Sohn einer Adelsfamilie studierte Architektur und Theologie und trat 1959 in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls. Nach Jahren als Sekretär des vatikanischen Menschenrechtsrates „Iustitia et Pax“ wurde er 1977 zum Bischof geweiht und zum Pro-Nuntius in Papua Neuguinea ernannt. Zwischen 1980 und 1986 war er Papst-Botschafter in Nicaragua und in Honduras, bevor er als Apostolischer Delegat nach Jerusalem wechselte. Dort arbeitete er am vatikanisch-israelischen Grundlagenvertrag von 1993 mit und wurde 1994 erster Nuntius in Israel. 1998 schließlich trat er seine letzte diplomatische Position auf dem wichtigsten Botschafter-Posten des Heiligen Stuhls, dem in Italien, an. Mit Erreichen der vatikanischen Altersgrenze ging er 2001 in Pension – jedoch nur für vier Jahre. Im Mai 2005 ernannte Benedikt XVI. ihn zum Erzpriester der päpstlichen Basilika Sankt Paul vor den Mauern. Dort ordnete er die Strukturen der bisherigen Territorialabtei neu. Außerdem unterbreitete Montezemolo, der ein Jahr später Kardinal wurde, dem Papst die Idee eines Paulusjahres.

    Kardinal Andrea Cordero Lanza di Montezemolo (83), Erzpriester der römischen Pauls-Basilika und Hauptorganisator des Internationalen Paulusjahres, scheidet aus dem aktiven Dienst aus. Fünf Tage nach Abschluss des Themenjahres nahm Benedikt XVI. am Freitag den Rücktritt des Vatikan-Diplomaten an. Als Nuntius hatte Montezemolo den Heiligen Stuhl zuvor in Krisenregionen der Welt vertreten, in Mittelamerika wie in Nahost. Zum Nachfolger als Erzpriester an der Pauls-Basilika ernannte Benedikt XVI. den italienischen Erzbischof Francesco Monterisi (75), bislang Sekretär der Bischofskongregation. Montezemolo gehörte zu den herausragenden Persönlichkeiten der vatikanischen Diplomatie. Der 1925 in Turin geborene Sohn einer Adelsfamilie studierte Architektur und Theologie und trat 1959 in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls. Nach Jahren als Sekretär des vatikanischen Menschenrechtsrates „Iustitia et Pax“ wurde er 1977 zum Bischof geweiht und zum Pro-Nuntius in Papua Neuguinea ernannt. Zwischen 1980 und 1986 war er Papst-Botschafter in Nicaragua und in Honduras, bevor er als Apostolischer Delegat nach Jerusalem wechselte. Dort arbeitete er am vatikanisch-israelischen Grundlagenvertrag von 1993 mit und wurde 1994 erster Nuntius in Israel. 1998 schließlich trat er seine letzte diplomatische Position auf dem wichtigsten Botschafter-Posten des Heiligen Stuhls, dem in Italien, an. Mit Erreichen der vatikanischen Altersgrenze ging er 2001 in Pension – jedoch nur für vier Jahre. Im Mai 2005 ernannte Benedikt XVI. ihn zum Erzpriester der päpstlichen Basilika Sankt Paul vor den Mauern. Dort ordnete er die Strukturen der bisherigen Territorialabtei neu. Außerdem unterbreitete Montezemolo, der ein Jahr später Kardinal wurde, dem Papst die Idee eines Paulusjahres.

    Kardinal Francescho Marchisano (80), langjähriger Präsident der Päpstlichen Kommission für die Kulturgüter der Kirche, hat am Freitag seine letzten vatikanischen Ämter abgegeben. Papst Benedikt XVI. nahm seinen Rücktritt von der Leitung der Kommission für den Schutz der historischen und künstlerischen Monumente des Heiligen Stuhls an. Gleichzeitig entband er ihn von der Leitung des vatikanischen Arbeitsbüros. In dieser Funktion wird er von Giorgio Corbellini (62) ersetzt, der bislang Vize-Sekretär des vatikanischen Governatorats war und jetzt zugleich den Rang eines Bischofs erhielt. Der aus Turin stammende Marchisano, der vor zehn Tagen seinen 80. Geburtstag gefeiert hatte, war zwischen 1993 und 2003 Präsident der Päpstlichen Kommission für die Kulturgüter der Kirche. Zuvor war er 30 Jahre lang an der vatikanischen Bildungskongregation tätig.

    Kurienkardinal Dario Castrillon Hoyos, Chef der Vatikan-Behörde „Ecclesia Dei“ zur Aussöhnung mit den Traditionalisten und ehemaliger Präfekt der Kleruskongregation, hat am Samstag sein 80. Lebensjahr vollendet. Der Kolumbianer scheidet mit Erreichen der Altersgrenze aus dem Kreis der Papstwähler aus. Damit dürfen bei einem möglichen Konklave 113 der aktuell 186 Kardinäle über ein künftiges Kirchenoberhaupt abstimmen. 1929 in Medellin geboren, studierte Castrillon in seiner Heimat Kolumbien und an der päpstlichen Universität Gregoriana in Rom Theologie mit Schwerpunkten in Kirchenrecht, Religionssoziologie, Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsethik. 1952 empfing er in Rom die Priesterweihe. Papst Paul VI. ernannte Castrillon 1971 zum Bischof und Koadjutor von Pereira. Diesen Bischofssitz übernahm er 1976. 1992 übertrug Johannes Paul II. ihm die Leitung des Erzbistums Bucaramanga; vier Jahre später berief er Castrillon an die Spitze der Kleruskongregation in den Vatikan. Das Amt des Präfekten dieser Behörde, die für Belange der Priester weltweit zuständig ist, übte Castrillon bis 2006 aus. 2000 erhob ihn der Papst zusätzlich zum Präsidenten der Kommission „Ecclesia Dei“, die sich ursprünglich besonders um Kontakte zu den Anhängern des von Rom getrennten Erzbischofs Marcel Lefebvre bemühen sollte. In dieser Aufgabe begleitete Castrillon auch die Wiederzulassung des alten Messritus im Juli 2007 und die Aufhebung der Exkommunikation der vier Bischöfe im Januar 2009. Seit 1998 gehört Castrillon dem Kardinalskollegium an.

    Paul Hinder (67), Bischof von Arabien, und Heinz Wilhelm Steckling (62), Generaloberer des Missionsordens der Immaculata-Oblaten (OMI), sind von Papst Benedikt XVI. als Berater in die Missionskongregation berufen worden. Das teilte der Vatikan am Samstag mit. Zu weiteren Konsultoren ernannte der Papst den polnischen Erzbischof Henryk Hoser (66) aus Warschau-Praga und den Rektor der Päpstlichen Universität Urbaniana in Rom, Cataldo Zuccaro (55). Hinder, aus dem schweizerischen Lanterswil (Kanton Thurgau) stammender Kapuziner, leitet seit 2005 als Apostolischer Vikar die katholische Kirche auf der Arabischen Halbinsel. Sein Gebiet umfasst die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Oman, Saudi Arabien und Jemen. Dienstsitz ist Abu Dhabi. Bei den gut 1, 3 Millionen Katholiken der Region handelt es sich meist um Gastarbeiter aus asiatischen Ländern. Seit 2008 ist Hinder bereits Berater im vatikanischen Migranten-Rat. Der aus dem Erzbistum Paderborn stammende Steckling hat seit 2008 einen Beraterposten im Päpstlichen Rat für den interreligiösen Dialog. Von 1974 bis 1986 in Paraguay war er als Missionar tätig. Ab 1992 arbeitete er als Generalassistent seines Ordens in Rom. 1998 wurde Steckling zum Generaloberen des Ordens gewählt und 2004 in diesem Amt bestätigt.

    Kardinal Joachim Meisner vertritt Papst Benedikt XVI. als persönlicher Gesandter bei den Jubiläumsfeiern des heiligen Liudger in Werden an der Ruhr. Das gab der Vatikan am Samstag bekannt. Der Festgottesdienst zum 1 200. Todestag des Apostels der Sachsen und Friesen findet am 6. September statt. Der aus Utrecht stammende Liudger (um 742–809) gründete das Kloster Werden und war erster Bischof von Münster. Sein Grab befindet sich in Werden.

    Juan Miguel Ferrer Grenesche (48), Generalvikar im spanischen Toledo, ist von Papst Benedikt XVI. zum Untersekretär der Gottesdienstkongregation ernannt worden. Das gab der Vatikan am Samstag bekannt. Der Liturgiewissenschaftler folgt damit seinem früheren Vorgesetzten Kardinal Antonio Canizares Llovera (63) in den Vatikan nach. Canizares war im Dezember als Erzbischof von Toledo an die Spitze der römischen Liturgiebehörde berufen worden. Beide gelten als Förderer der traditionellen Messe. Ferrer nimmt den Posten eines zweiten Untersekretärs in der Gottesdienstkongregation ein. Im April war er gemeinsam mit dem Wallfahrtsdirektor von Maria Vesperbild Prälat Wilhelm Imkamp (57) in den Beraterkreis der Kurienbehörde gerufen worden. Im Erzbistum Toledo engagierte sich Ferrer unter anderem für Fortbildungskurse in tridentinischer Liturgie.

    Theodor Hausmann (45), zuletzt Prior-Administrator der Benediktinerabtei Sankt Stephan in Augsburg, hat von Bischof Walter Mixa am Wochenende die Abtsbenediktion erhalten. Der gebürtige Augsburger folgt damit offiziell auf Emmeram Kränkl (67). Nach dessen Rücktritt 2006 hatten die Benediktiner vorläufig einen Administrator an die Spitze gewählt, um sich Gedanken über die künftige Gestaltung des Leitungsamtes machen zu können. Der Konvent bestimmte schließlich am 3. Mai Hausmann für zwölf Jahre als Abt. Hausmann trat nach dem Abitur am Gymnasium Sankt Stephan 1984 in den Orden ein und wurde 1991 zum Priester geweiht. Der Gemeinschaft von Sankt Stephan gehören 17 Mitbrüder an.