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    Personalien

    Paul Poupard, französischer Kurienkardinal, wird den Vatikan bei den 700-Jahr-Feiern zum „Päpstlichen Exil von Avignon“ vertreten. Papst Benedikt XVI. habe den früheren Präsidenten des päpstlichen Kulturrates beauftragt, an den Feierlichkeiten am 9. und 10. März in der südfranzösischen Stadt teilzunehmen, teilte der Vatikan am Wochenende mit. Zwischen 1309 und 1376 residierten die Päpste und ihre Kurienbehörden in Avignon. Anlass und Ursachen dieser „Babylonischen Gefangenschaft“ waren die damalige unsichere politische Lage in Mittelitalien und die starke Einflussnahme der französischen Könige auf das Papsttum.

    Paul Poupard, französischer Kurienkardinal, wird den Vatikan bei den 700-Jahr-Feiern zum „Päpstlichen Exil von Avignon“ vertreten. Papst Benedikt XVI. habe den früheren Präsidenten des päpstlichen Kulturrates beauftragt, an den Feierlichkeiten am 9. und 10. März in der südfranzösischen Stadt teilzunehmen, teilte der Vatikan am Wochenende mit. Zwischen 1309 und 1376 residierten die Päpste und ihre Kurienbehörden in Avignon. Anlass und Ursachen dieser „Babylonischen Gefangenschaft“ waren die damalige unsichere politische Lage in Mittelitalien und die starke Einflussnahme der französischen Könige auf das Papsttum.

    Bischof Friedhelm Hofmann von Würzburg feiert am Montag sein 40. Priesterjubiläum mit einem Pontifikalamt um 17.30 Uhr im Kiliansdom in Würzburg. Ein Empfang im Kreuzgang sowie im Sankt Burkardushaus schließt sich an. Josef Kardinal Frings weihte ihn am 3. Februar 1969 im Kölner Dom zum Priester. Für den Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann ist Priester „der schönste Beruf der Welt“. Er könne sich keinen anderen Beruf vorstellen, „der die Spannbreite eines menschlichen Lebens so umfasst wie der des Priesters“, sagte Hofmann am Dienstag in Würzburg. Ein Geistlicher dürfe Menschen vom Beginn des Lebens bis zum letzten Atemzug begleiten. Ihm werde viel Vertrauen entgegengebracht, er dürfe heilen und helfen. Hofmann sagte, er bedaure daher alle, die diesen Weg nicht wählten. Hofmann erklärte, er würde diesen Beruf auch im Rückblick auf manche Krisen heute wieder ergreifen. Tiefpunkte für einen Priester seien, wenn er das Scheitern anderer miterlebe, etwa bei zerbrechenden Ehen. Überwunden werden könnten solche Erfahrungen nur durch eine enge Rückbindung an Christus. „Wir sind nicht die Supermacher, die alles ändern können“, sagte er. Auch bei eigenen Problemen müssten sich Priester „in die offenen Arme Gottes fallen lassen“. Anlässlich seines Priesterjubiläums bittet Bischof Hofmann anstelle von Geschenken um Spenden für die diözesane Stiftung „Miteinander für das Leben“, Konto 3000885 bei der Liga-Bank Würzburg, BLZ 75090300.

    Felix Genn, designierter Bischof von Münster, wird am 20. März feierlich aus dem Bistum Essen verabschiedet. Mit den Gläubigen aus seiner bisherigen Diözese feiert der Bischof um 10 Uhr einen Gottesdienst im Essener Dom. Zu dem sich anschließenden Empfang in der Essener Philharmonie werden auch Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kirche erwartet. Genn war von Papst Benedikt XVI. am 19. Dezember zum Oberhirten von Münster ernannt worden. Er wird am 29. März vom Kölner Kardinal Joachim Meisner in sein neues Amt eingeführt. Genn tritt die Nachfolge von Reinhard Lettmann an, der die Diözese Münster 28 Jahre geleitet hatte und nach Erreichen der Altersgrenze von 75 Jahren im Frühjahr 2008 von seinem Amt zurückgetreten war. Am 20. März hält Genn um 18.30 Uhr im Essener Dom eine Fastenpredigt unter dem Titel „Jagt der Liebe nach – Vom größten und Wichtigsten im Leben“.

    Albert Rauch (75), seit 1972 Direktor des Regensburger Ostkirchlichen Instituts, ist von Papst Benedikt XVI. zum Apostolischen Protonotar ernannt worden. Die Ernennungsurkunde wird ihm am 5. Februar von Bischof Gerhard Ludwig Müller in Regensburg überreicht, wie die Bischöfliche Pressestelle am Mittwoch mitteilte. Der Titel bezeichnete ursprünglich die an der römischen Kurie diensttuenden Notare. Heute handelt es sich um die höchste Prälatenwürde, die der Papst verdienten Klerikern verleiht. Der 1933 in Pfaffenberg geborene Rauch studierte von 1952 bis zu seiner Priesterweihe 1961 in Rom. Nach Kaplansjahren in seinem Heimatbistum Regensburg wurde der Priester Sekretär bei Kardinal Josyf Slipyj im Vatikan. Von 1966 bis 2001 war Rauch Geschäftsführer der Arbeitsgruppe „Kirchen des Ostens“ der Ökumene-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz. Außerdem fungierte er lange Zeit als Berater in der Ökumene-Kommission. Für seine Verdiente um die Ostkirche bekam er drei Ehrendoktorentitel Orthodoxer Theologischer Fakultäten verliehen, zuletzt im März 2008 im rumänischen Alba Iulia.

    Bernd Mussinghoff (33), Theologe und Islamwissenschaftler, ist neuer Leiter im Jerusalemer Büro des Deutschen Vereins vom Heiligen Land (DVHL). Er folgt Arvid Weinlich (38), der das Amt sieben Jahren innehatte, wie der Verein am Mittwoch in Köln bekanntgab. Der Politologe, Islamwissenschaftler und Romanist Weinlich baute das Büro des DVHL in Jerusalem auf und schuf Infrastrukturen. Der Verein ist das einzige deutsche katholische Hilfswerk mit festen örtlichen Strukturen im Nahen Osten. Er hat gut 13 000 Mitglieder. Vorsitzender ist immer der Erzbischof von Köln, derzeit Kardinal Joachim Meisner. Der 1975 in Coesfeld geborene Mussinghoff studierte Katholische Theologie und Islamwissenschaften in Münster sowie Judaistik und Islamkunde im Rahmen eines Theologischen Studienjahres an der Dormitio Abtei in Jerusalem. Er war unter anderem für das Bistum Münster im pastoralen Dienst tätig. Daneben begleitete er seit mehreren Jahren Pilgerreisen des DVHL. Der DVHL unterstützt die katholische Kirche in Israel und Palästina. Er betreut im Heiligen Land fünf eigene Liegenschaften, darunter die Brotvermehrungskirche und das Gästehaus in Tabgha, die Schmidt-Schule mit dem Paulus-Haus in Jerusalem und die Dormitio-Abtei mit ihrem theologischen Studienjahr.