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    Personalien

    Der größte Männerorden der katholischen Kirche wird künftig erstmals in seiner knapp 500-jährigen Geschichte von einem Nichteuropäer geleitet: Das Generalkapitel der Jesuiten wählte am Freitag in Rom den in Caracas geborenen Venezolaner Arturo Sosa Abascal (67) (Foto: SJ-Bild) zum 31. Generaloberen des Ordens. Sosa folgt auf den Spanier Adolfo Nicolas (80), der von dem Amt auf Lebenszeit zurückgetreten war. Alle der bislang dreißig Generaloberen der Jesuiten stammten aus Europa; die letzten Amtsinhaber verfügten aber über eine langjährige Erfahrung aus anderen Kontinenten. Die „Gesellschaft Jesu“ hat derzeit nach eigenen Angaben weltweit 16 400 Mitglieder. Sie unterhält etliche Universitäten und Schulen, außerdem einen eigenen Flüchtlingsdienst. Zusätzlich zu den drei klassischen Ordensgelübden Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam versprechen Jesuiten, dass sie sich vom Papst in die Pflicht nehmen lassen. Zum ersten Mal in der Geschichte ist mit Papst Franziskus seit 2013 ein Jesuit Oberhaupt der katholischen Kirche. Für die Wahl des Generaloberen genügt die absolute Mehrheit, also mindestens 107 Stimmen. Die Stimmabgabe erfolgte schweigend und geheim. Die Verwendung von Laptops, Mobiltelefonen und anderen elektronischen Geräten ist verboten. 59 Prozent der 209 Wähler kamen nach Ordensangaben von der Südhalbkugel der Welt; bei der letzten Generalkongregation 2008 waren es noch 45 Prozent. Der Anteil der europäischen Teilnehmer sank unterdessen von 31 auf 26 Prozent.

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    Der größte Männerorden der katholischen Kirche wird künftig erstmals in seiner knapp 500-jährigen Geschichte von einem Nichteuropäer geleitet: Das Generalkapitel der Jesuiten wählte am Freitag in Rom den in Caracas geborenen Venezolaner Arturo Sosa Abascal (67) (Foto: SJ-Bild) zum 31. Generaloberen des Ordens. Sosa folgt auf den Spanier Adolfo Nicolas (80), der von dem Amt auf Lebenszeit zurückgetreten war. Alle der bislang dreißig Generaloberen der Jesuiten stammten aus Europa; die letzten Amtsinhaber verfügten aber über eine langjährige Erfahrung aus anderen Kontinenten. Die „Gesellschaft Jesu“ hat derzeit nach eigenen Angaben weltweit 16 400 Mitglieder. Sie unterhält etliche Universitäten und Schulen, außerdem einen eigenen Flüchtlingsdienst. Zusätzlich zu den drei klassischen Ordensgelübden Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam versprechen Jesuiten, dass sie sich vom Papst in die Pflicht nehmen lassen. Zum ersten Mal in der Geschichte ist mit Papst Franziskus seit 2013 ein Jesuit Oberhaupt der katholischen Kirche. Für die Wahl des Generaloberen genügt die absolute Mehrheit, also mindestens 107 Stimmen. Die Stimmabgabe erfolgte schweigend und geheim. Die Verwendung von Laptops, Mobiltelefonen und anderen elektronischen Geräten ist verboten. 59 Prozent der 209 Wähler kamen nach Ordensangaben von der Südhalbkugel der Welt; bei der letzten Generalkongregation 2008 waren es noch 45 Prozent. Der Anteil der europäischen Teilnehmer sank unterdessen von 31 auf 26 Prozent.

    Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KNA) hat drei Vizepräsidenten gewählt. Damit ist die Hochschulleitung um die seit 1. Oktober amtierende Präsidentin Gabriele Gien (54) komplett, wie die KU am Donnerstag mitteilte. Bestätigt wurde der Theologe und Kirchenmusiker Markus Eham (58) als Vizepräsident für Studium und Lehre. Eham zählte in dieser Funktion bereits in den vergangenen beiden Jahren zur Interimsleitung. Neuer Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs ist der Wirtschaftswissenschaftler Jens Hogreve (39). Als Vizepräsident für Internationales und Profilentwicklung wurde der Politologe Klaus Stüwe (50) gewählt, der auch dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) angehört. Satzungsgemäß wurden die drei Kandidaten von der Präsidentin vorgeschlagen. Ihre Amtszeit beträgt drei Jahre, eine Wiederwahl ist möglich. Das Präsidium der KU vervollständigt Kanzler Thomas Kleinert (47). Der Betriebswirt ist seit 2012 Verwaltungschef der Hochschule.

    Belgien bekommt einen neuen vatikanischen Botschafter. Papst Franziskus ernannte Erzbischof Augustine Kasujja (70) zum neuen Apostolischen Nuntius in Brüssel, wie der Vatikan am Mittwoch bekanntgab. Der aus Uganda stammende Diplomat des Heiligen Stuhls war zuletzt Botschafter in Nigeria. Kasujja folgt auf den Italiener Giacinto Berloco (75), der in den Ruhestand tritt. Es ist das erste Mal, dass ein Afrikaner den Papst in Belgien vertritt. In den vergangenen 100 Jahren waren die Nuntien in Belgien bis auf eine Ausnahme ausschließlich Italiener. Der einzige Nichtitaliener in diesem Zeitraum war der heutige deutsche Kardinal Karl Josef Rauber, der von 2003 bis 2009 in Belgien wirkte.

    Der frühere Dompropst an der Berliner Sankt-Hedwigs-Kathedrale, Prälat Otto Riedel, ist tot. Er starb bereits am Montag, dem Tag seines diamantenen Priesterjubiläums, im Alter von 86 Jahren, wie das Erzbistum Berlin am Mittwoch bestätigte. Der gebürtige Berliner wurde 1956 zum Priester geweiht. Seit 1965 war Riedel in verschiedenen Funktionen im Bischöflichen Ordinariat im Westteil der Stadt tätig. So leitete er das Dezernat Schule, Hochschule und Erziehung und war Theologen- und Priesterreferent. Zeitweise stand Riedel auch als Regens an der Spitze des Priesterseminars. Von 1987 bis 2005 war Riedel Propst des Berliner Domkapitels bei Sankt Hedwig, seit der Erhebung zum Erzbistum 1994 des Metropolitankapitels, das an der Verwaltung des Erzbistums mitwirkt. Immer wieder erinnerte er in Predigten, Vorträgen und schriftlichen Beiträgen an den seligen Dompropst Bernhard Lichtenberg (1875–1943), einen der bekanntesten Gegner der Nationalsozialisten, der beim Transport ins Konzentrationslager Dachau starb.

    Hans-Peter Fischer (55), Priester des Erzbistums Freiburg, beendet zum 1. Februar seine Tätigkeit als Rektor des Campo Santo Teutonico in Rom. Fischer war Ende 2010 auf Vorschlag der Deutschen Bischofskonferenz für eine Amtszeit von sechs Jahren als Nachfolger des Kirchenhistorikers Erwin Gatz zum Rektor der Erzbruderschaft und des Priesterkollegs unmittelbar neben dem Petersdom ernannt worden. Ein Nachfolger sei noch nicht bestimmt, teilte die Deutsche Bischofskonferenz am Donnerstag auf Anfrage mit. Zu den Höhepunkten von Fischers Amtszeit gehörte die Einrichtung der „Römischen Bibliothek Joseph Ratzinger/Benedikt XVI.“ in den Räumlichkeiten des Campo Santo im Jahr 2015. Fischer, 1961 in Freiburg geboren und 1989 zum Priester geweiht, hat im Fach Kirchengeschichte promoviert und im Kirchenrecht das Lizenziat erworben. Vor seiner Berufung nach Rom war er Pfarrer in Donaueschingen.

    Marc-Aeilko Aris (57), Professor für Lateinische Philologie des Mittelalters an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), ist neuer Rektor des Freisinger Mariendoms. Er hat die Aufgabe am Freitag vom Freisinger Pfarrer Peter Lederer übernommen, der das Amt kommissarisch beekleidete. Das teilte das Münchner Ordinariat am Donnerstag mit.

    Gerd Haeffner, Münchner Philosoph und Jesuit, ist tot. Der aus Nürnberg stammende Pater starb am Mittwoch im Alter von 75 Jahren in München, wie die vom Jesuitenorden betriebene Hochschule für Philosophie (HfPh) am Donnerstag mitteilte. Der Verstorbene wird am 18. Oktober auf dem Friedhof seines Ordens in Pullach beerdigt. Das Requiem wird am selben Tag um 18 Uhr in der Münchner Jesuitenkirche Sankt Michael gefeiert.

    Wilhelm Tolksdorf (54), Domvikar am Essener Dom, übernimmt die Professur für Pastoraltheologie an der Katholischen Hochschule Paderborn. Hier wird er unter anderem die Ausbildung künftiger Gemeindereferenten der nordrhein-westfälischen Diözesen mitverantworten, wie das Ruhrbistum am Donnerstag in Essen bekanntgab.

    kna