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    Personalien

    Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki (Foto: KNA) wird am 18. August 60 Jahre alt. Er steht seit September 2014 an der Spitze des Erzbistums Köln. Zuvor war er von 2003 bis 2011 Weihbischof in Köln und dann drei Jahre Erzbischof von Berlin. Im Februar 2012 erhob ihn der damalige Papst Benedikt XVI. in den Kardinalsrang. Woelki, dessen Eltern aus Ostpreußen stammen, wurde am 18. August 1956 in Köln geboren. Der Älteste von drei Geschwistern studierte in Bonn und Freiburg Theologie und empfing 1985 die Priesterweihe von Kardinal Joseph Höffner. Nach Kaplansjahren in Neuss und Ratingen sowie in der Militärseelsorge machte ihn Kardinal Joachim Meisner 1990 zu seinem Geheimsekretär. 1997 übernahm Woelki die Leitung des Bonner Theologenkonvikts Collegium Albertinum. Drei Jahre später wurde er an der „Päpstlichen Universität vom Heiligen Kreuz“ in Rom mit einer Arbeit zur Bedeutung der Gemeinde im Gefüge der Kirche promoviert. Bei seiner Bischofsweihe 2003 bestimmte er als Wahlspruch „Wir sind Zeugen“. Die Deutsche Bischofskonferenz wählte Woelki im Herbst 2011 zu ihrem Caritas-Bischof. Woelki setzt sich besonders für die Unterstützung und Integration von Flüchtlingen ein. Im vergangenen Jahr protestierte er mit der Aktion „23 000 Glockenschläge“ dagegen, dass Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken. Am Mittwoch erklärte er in Köln, er wünsche sich keine Geschenke – „allenfalls lieber Spenden für die Mittelmeer-Seenotrettung MOAS“. Die „Migrant Offshore Aid Station“ hatte bereits bei der „23 000 Glockenschläge“-Aktion im Mittelpunkt gestanden. Er plane nur eine Feier im kleinen Kreis, so Woelki weiter. Der Kardinal prangert Sterbehilfe und Abtreibung genauso an wie Waffenlieferungen, die Kluft zwischen Arm und Reich oder mangelndes Engagement für den Klimaschutz. Der Fan des 1. FC Köln kritisiert auch die Korruption im Fußball und die Vergabe der Fußballweltmeisterschaft 2022 an Katar. In den fast zwei Jahren an der Spitze des Erzbistums Köln führte Woelki einige Neuerungen ein. Um einen „partizipativen Leitungsstil“ zu etablieren, führte er den Diözesanpastoralrat ein, in dem neben Klerikern auch Laien mitberaten. Eine Strukturreform der Pfarreien lehnte der Kardinal ab. Angesichts der rückläufigen Zahl von Priestern baut er auf Laien, die das Gemeindeleben vor Ort tragen.

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    Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki (Foto: KNA) wird am 18. August 60 Jahre alt. Er steht seit September 2014 an der Spitze des Erzbistums Köln. Zuvor war er von 2003 bis 2011 Weihbischof in Köln und dann drei Jahre Erzbischof von Berlin. Im Februar 2012 erhob ihn der damalige Papst Benedikt XVI. in den Kardinalsrang. Woelki, dessen Eltern aus Ostpreußen stammen, wurde am 18. August 1956 in Köln geboren. Der Älteste von drei Geschwistern studierte in Bonn und Freiburg Theologie und empfing 1985 die Priesterweihe von Kardinal Joseph Höffner. Nach Kaplansjahren in Neuss und Ratingen sowie in der Militärseelsorge machte ihn Kardinal Joachim Meisner 1990 zu seinem Geheimsekretär. 1997 übernahm Woelki die Leitung des Bonner Theologenkonvikts Collegium Albertinum. Drei Jahre später wurde er an der „Päpstlichen Universität vom Heiligen Kreuz“ in Rom mit einer Arbeit zur Bedeutung der Gemeinde im Gefüge der Kirche promoviert. Bei seiner Bischofsweihe 2003 bestimmte er als Wahlspruch „Wir sind Zeugen“. Die Deutsche Bischofskonferenz wählte Woelki im Herbst 2011 zu ihrem Caritas-Bischof. Woelki setzt sich besonders für die Unterstützung und Integration von Flüchtlingen ein. Im vergangenen Jahr protestierte er mit der Aktion „23 000 Glockenschläge“ dagegen, dass Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken. Am Mittwoch erklärte er in Köln, er wünsche sich keine Geschenke – „allenfalls lieber Spenden für die Mittelmeer-Seenotrettung MOAS“. Die „Migrant Offshore Aid Station“ hatte bereits bei der „23 000 Glockenschläge“-Aktion im Mittelpunkt gestanden. Er plane nur eine Feier im kleinen Kreis, so Woelki weiter. Der Kardinal prangert Sterbehilfe und Abtreibung genauso an wie Waffenlieferungen, die Kluft zwischen Arm und Reich oder mangelndes Engagement für den Klimaschutz. Der Fan des 1. FC Köln kritisiert auch die Korruption im Fußball und die Vergabe der Fußballweltmeisterschaft 2022 an Katar. In den fast zwei Jahren an der Spitze des Erzbistums Köln führte Woelki einige Neuerungen ein. Um einen „partizipativen Leitungsstil“ zu etablieren, führte er den Diözesanpastoralrat ein, in dem neben Klerikern auch Laien mitberaten. Eine Strukturreform der Pfarreien lehnte der Kardinal ab. Angesichts der rückläufigen Zahl von Priestern baut er auf Laien, die das Gemeindeleben vor Ort tragen.

    Der Mitbegründer der Sant'Egidio-Gemeinschaft, Erzbischof Vincenzo Paglia, wird neuer Präsident der Päpstlichen Akademie für das Leben (Pontificia Accademia per la Vita/PAV), gleichzeitig übernimmt er das Amt des Großkanzlers des „Päpstlichen Instituts Johannes Paul II. für Studien zu Fragen von Ehe und Familie“. Das gab der Vatikan an diesem Mittwoch bekannt. Paglia war bisher Präsident des Päpstlichen Familienrates, der in einem neuen Dikasterium aufgeht. Innerhalb des neuen Dikasteriums übernimmt Paglia nun die zwei Aufgaben PAV und „JPII-Institut“. Präsident des „Päpstlichen Instituts Johannes Paul II.“ wird der italienische Fundamentaltheologe und Musiker Pierangelo Sequeri (72). Er war bislang Präsident der Theologischen Fakultät in Mailand. Sequeri komponierte unter anderem für die Musikgruppe der Fokolar-Bewegung „Gen Verde“. Das künftig von ihm geleitete Institut gehörte bisher zur Päpstlichen Lateranuniversität. Der bisherige Präsident des Instituts, Livio Melina, scheidet aus seinem Amt aus. Mitglied der PAV ist der Salzburger Philosoph Josef Seifert. Er ließ zuletzt aufhorchen, weil er das Nachsynodale Päpstliche Schreiben „Amoris laetitia“ in einem Artikel für die Nachrichtenplattform „Corrispondenza Romana“ kritisierte. Viele barmherzig klingende Passagen würden die Lehre der Kirche auf den Kopf stellen, fasste Seifert seine Kritik zusammen. Es bestehe die Gefahr einer „Lawine von Konsequenzen, die für die Kirche und die Seelen der Menschen schädlich sein werden“.

    kna