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    Personalien

    Kardinal William W. Baum, (Foto: IN) ehemaliger Leiter des vatikanischen Gnadengerichts der Großpönitentiarie, ist im Alter von 88 Jahren in Washington gestorben. Wie das Erzbistum Washington am Freitag (Ortszeit) mitteilte, erlag er am Donnerstag einer langen Krankheit. Seit 1976 Kardinal, war er der dienstälteste nordamerikanische Purpurträger. In einem an den Washingtoner Kardinal Donald W. Wuerl gerichteten Beileidstelegramm würdigte Papst Franziskus am Wochenende Baums Wirken als Bischof und seinen „langen Dienst für den Apostolischen Stuhl“. Nach Baums Tod zählt das Kardinalskollegium noch 220 Mitglieder. Von diesen dürften 120 an einer Papstwahl teilnehmen. Kardinäle verlieren mit Erreichen der Altersgrenze von 80 Jahren ihr Stimmrecht im Konklave. Baum, am 21. November 1926 in Dallas/Texas geboren, wurde 1970 zum Bischof von Springfield-Cape Girardeau/Missouri ernannt.

    Kardinal William W. Baum, (Foto: IN) ehemaliger Leiter des vatikanischen Gnadengerichts der Großpönitentiarie, ist im Alter von 88 Jahren in Washington gestorben. Wie das Erzbistum Washington am Freitag (Ortszeit) mitteilte, erlag er am Donnerstag einer langen Krankheit. Seit 1976 Kardinal, war er der dienstälteste nordamerikanische Purpurträger. In einem an den Washingtoner Kardinal Donald W. Wuerl gerichteten Beileidstelegramm würdigte Papst Franziskus am Wochenende Baums Wirken als Bischof und seinen „langen Dienst für den Apostolischen Stuhl“. Nach Baums Tod zählt das Kardinalskollegium noch 220 Mitglieder. Von diesen dürften 120 an einer Papstwahl teilnehmen. Kardinäle verlieren mit Erreichen der Altersgrenze von 80 Jahren ihr Stimmrecht im Konklave. Baum, am 21. November 1926 in Dallas/Texas geboren, wurde 1970 zum Bischof von Springfield-Cape Girardeau/Missouri ernannt.

    Im Jahr 1973 wurde ihm die Leitung der Hauptstadt-Erzdiözese der Vereinigten Staaten Washington übertragen. In dieser Funktion nahm Papst Paul VI. 1976 den erst 49-Jährigen in das Kardinalskollegium auf. Johannes Paul II. berief Baum 1980 zunächst als Präfekten der Bildungskongregation an den Vatikan. 1990 wurde er Großpönitentiar und damit unter anderem für die Vergabe von Ablässen zuständig. Dieses Amt behielt er bis zu seinem Ruhestand 2001.

    Ein Schwerpunkt von Baums theologischem Wirken galt der Ökumene. Er war beteiligt an der Abfassung des 1964 verabschiedeten Ökumene-Dekrets des Zweiten Vatikanischen Konzils und an der Errichtung der Kommission für Ökumene und Interreligiösen Dialog der Bischofskonferenz der Vereinigten Staaten, deren Vorsitzender er von 1972 bis 1975 war. Als Erzbischof in Washington veröffentlichte er unter anderem Hirtenbriefe zu den Themen Rassismus und Todesstrafe.

    Der frühere Sprecher des St. Pöltner Bischofs Klaus Küng, Eduard Habsburg-Lothringen, (Foto: IN) tritt ab Herbst das Amt des ungarischen Botschafters beim Vatikan an. Auf „Kathpress“-Anfrage teilte Habsburg am Samstag mit, er sei von der ungarischen Regierung für das Amt nominiert worden und habe bereits die obligatorische Anhörung im ungarischen Parlament absolviert. Die Ernennung des Sprosses einer geschichtsträchtigen Familie soll in Kürze durch das ungarische Außenamt bestätigt werden. Nächster Schritt sei nun die offizielle Anfrage beim Vatikan und dessen Zustimmung. Habsburg hatte seit 2009 das Amt des Bischofssprechers in der Diözese St. Pölten inne. Im September 2014 nahm er Abschied vom Medienreferat der Diözese und engagierte sich seither beim Aufbau des deutschen Ablegers der Nachrichtenseite www.aleteia.org. Als Medienreferent war Habsburg, der TV-Zusehern auch durch die Servus-TV-Serie „Wo Grafen schlafen“ bekannt ist, vor allem mit den Pressekontakten für die österreichweiten Agenden von Bischof Küng betraut: Dazu zählen das Referat für Ehe und Familie in der Bischofskonferenz, die Themenbereiche Bioethik und Kirchenfinanzen sowie die Tätigkeit des Bischofs als Vorsitzender der von der Bischofskonferenz eingerichteten „Stiftung Opferschutz“, die den Opfern von Missbrauch durch Mitarbeiter der Kirche zugute kam. In der Diözese St. Pölten kümmerte sich Habsburg auch um PR-Aktionen wie die jährliche Sommer-Plakatkampagne. Eduard Habsburg-Lothringen wurde 1967 in München geboren und ist als katholischer Medienschaffender bekannt. Er studierte an der KU Eichstätt und promovierte 1999 magna cum laude. In der Folge machte Habsburg immer wieder als Autor und Übersetzer auf sich aufmerksam, unter anderem auch als Drehbuchautor für die TV-Serie „SOKO Donau“. Seit Januar 2014 läuft auf Servus-TV die Dokumentationsserie „Wo Grafen schlafen“, die auf Habsburgs Drehbuch beruht. Mit der Schauspielerin Jessica Schwarz führt er selbst durch insgesamt vierzehn verschiedene Schlösser in Deutschland und Österreich. Im November 2014 startete er mit Alexander Waschkau den Podcast „Glaubenssache. Atheismus und Katholizismus im Diskurs“.

    Derzeit lebt der Vater von sechs Kindern mit seiner Ehefrau in Wien und wird wohl in Kürze in den Vatikan übersiedeln. Mit Ungarn verbindet ihn nicht zuletzt auch die Verwandtschaft zu Georg Habsburg Lothringen, einem Sohn von Otto von Habsburg und Enkel des letzten österreichischen Kaisers. Als Sohn des in Ungarn geborenen Michael Habsburg besitzt Eduard Habsburg so wie sein Vater die ungarische Staatsbürgerschaft, was Voraussetzung für den diplomatischen Dienst für Ungarn ist. Die ungarischen Bezüge seien immer ein wichtiger Teil in seiner Kindheit und Erziehung gewesen, erklärte der künftige Vatikan-Botschafter gegenüber „Kathpress“. Als „glückliche Fügung und lebensprägendes Ereignis“ bezeichnet Habsburg seine Teilnahme am historischen „paneuropäischen Picknick“ an der österreichisch-ungarischen Grenze im Sommer 1989. Im Zuge dieser Aktion wurde damals erstmals der „Eiserne Vorhang“ geöffnet und Hunderte gelangten unkontrolliert aus dem Osten in den Westen. Es war im Nachhinein betrachtet der Anfang vom Ende des „Eisernen Vorhangs“.

    Kurienkardinal Kurt Koch vertritt Papst Franziskus bei den Feierlichkeiten zur Gründung des Schweizer Klosters Saint Maurice vor 1 500 Jahren. Wie der Vatikan am Samstag mitteilte, ernannte er den aus der Schweiz stammenden Präsidenten des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen zu seinem Sondergesandten für den Abschluss des Jubiläums am 22. September. Die Schweizer Bischöfe hatten Franziskus im Dezember 2014 bei ihrem Besuch im Vatikan zu einer Reise in der Schweiz eingeladen. Als Anlass schlugen sie das Jubiläum des Klosters im Kanton Wallis vor. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Bischof Markus Büchel, ließ jedoch schon damals erkennen, dass er nicht ernsthaft mit einem solchen Besuch rechne.

    Die armenisch-katholische Kirche hat ein neues Oberhaupt: Die Bischofssynode wählte im libanesischen Bzommar Gregoire Ghabroyan (80), bislang emeritierter Bischof der französischen Eparchie Sainte-Croix-de-Paris, zum Patriarchen von Kilikien, wie der Vatikan am Samstag mitteilte. Er ist Nachfolger des im Juni im Alter von 75 Jahren verstorbenen Nerses Bedros XIX. Tarmouni. Der neue katholisch-armenische Patriarch hat den offiziellen Namen Gregoire Piere XX Ghabroyan angenommen. Der am 15. November 1934 im syrischen Aleppo geborene Ghabroyan absolvierte seine theologische Ausbildung im Libanon und an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Von 1977 bis zu seiner Emeritierung 2013 war er für die armenischen Katholiken in Frankreich zuständig. Papst Franziskus gewährte dem Neugewählten die „kirchliche Gemeinschaft“, wie der Vatikan weiter bekanntgab. In einer ebenfalls veröffentlichten Botschaft gratulierte er dem neuen Patriarchen zu seiner Wahl und wünschte ihm alles Gute für sein neues Amt. Franziskus rief ihn dazu auf, sich von der schwierigen Lage der Christen im Nahen Osten nicht entmutigen zu lassen. Die armenisch-katholische Kirche ist eine eigenständige Kirche, die den Papst als oberste Autorität anerkennt. Ihr gehören weltweit rund 470 000 katholische Armenier an. Sitz des Patriarchats ist in Beirut. Der größte Teil der Armenier gehört der von Rom unabhängigen armenisch-apostolischen Kirche an.