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    Personalien

    Erzbischof John Nienstedt (68) ist von der Leitung des Erzbistums Saint Paul und Minneapolis zurückgetreten. Der Schritt, den der Vatikan und die Bistumsleitung zeitgleich am Montag bekanntgaben, kam zehn Tage nach Vorwürfen der Staatsanwaltschaft, das Erzbistum habe beim Schutz Minderjähriger vor sexuellem Missbrauch versagt. Mit Nienstedt gab auch Weihbischof Lee Piche (57) sein Amt ab. Er war mit der kircheninternen Aufarbeitung von Missbrauchsfällen beauftragt. Während der Vatikan wie üblich keine konkreten Gründe für den Amtsverzicht angab, teilte Nienstedt mit, er wolle der Erzdiözese „einen Neuanfang inmitten der vielen Herausforderungen“ ermöglichen. Die Kirche sei die Kirche Jesu Christi. „Meine Leitung hat die Aufmerksamkeit leider von den guten Werken seiner Kirche abgelenkt und von denen, die sie vollbringen“, so Nienstedt. Nach zahlreichen Missbrauchsklagen hatte das Erzbistum Minneapolis im Januar Gläubigerschutz nach dem amerikanischen Insolvenzrecht beantragt. Die Bilanz für das Steuerjahr 2014 wies ein Minus von 9, 1 Millionen Dollar aus; zudem sah sich die Kirchenleitung mit möglichen weiteren Missbrauchsklagen konfrontiert. Erzbischof Nienstedt hatte sich nach eigenen Worten zum Konkurs entschlossen, um eine adäquate Entschädigung von Missbrauchsopfern sicherzustellen und teure Rechtsstreitigkeiten abzuwenden. Ende Mai gab die Kirchenleitung bekannt, sie werde sich in Notverkäufen von mehreren Immobilien trennen, darunter der Residenz des Erzbischofs und der Kanzlei. Insgesamt hoffte die Kirchenleitung laut Medienberichten auf einen Erlös von 10, 6 Millionen Dollar (9, 7 Millionen Euro). Allein der Komplex von Bischofshaus und Kanzlei solle 6, 3 Millionen Dollar erbringen. Das Erzbistum benötigt nach eigenen Angaben das Geld sowohl für Entschädigungszahlungen an Missbrauchsopfer wie auch für laufende Ausgaben während des Insolvenzverfahrens. Finanzchef Tom Mertens betonte damals laut einer Zeitung, die Verkäufe erfolgten freiwillig und nicht auf gerichtliche Anordnung. Am vergangenen Mittwoch hatte Papst Franziskus die Schaffung eines eigenen Tribunals bei der Glaubenskongregation angekündigt, das sich mit dem Versagen von Bischöfen bei der Aufklärung von Missbrauchsfällen befassen soll.

    Erzbischof John Nienstedt (68) ist von der Leitung des Erzbistums Saint Paul und Minneapolis zurückgetreten. Der Schritt, den der Vatikan und die Bistumsleitung zeitgleich am Montag bekanntgaben, kam zehn Tage nach Vorwürfen der Staatsanwaltschaft, das Erzbistum habe beim Schutz Minderjähriger vor sexuellem Missbrauch versagt. Mit Nienstedt gab auch Weihbischof Lee Piche (57) sein Amt ab. Er war mit der kircheninternen Aufarbeitung von Missbrauchsfällen beauftragt. Während der Vatikan wie üblich keine konkreten Gründe für den Amtsverzicht angab, teilte Nienstedt mit, er wolle der Erzdiözese „einen Neuanfang inmitten der vielen Herausforderungen“ ermöglichen. Die Kirche sei die Kirche Jesu Christi. „Meine Leitung hat die Aufmerksamkeit leider von den guten Werken seiner Kirche abgelenkt und von denen, die sie vollbringen“, so Nienstedt. Nach zahlreichen Missbrauchsklagen hatte das Erzbistum Minneapolis im Januar Gläubigerschutz nach dem amerikanischen Insolvenzrecht beantragt. Die Bilanz für das Steuerjahr 2014 wies ein Minus von 9, 1 Millionen Dollar aus; zudem sah sich die Kirchenleitung mit möglichen weiteren Missbrauchsklagen konfrontiert. Erzbischof Nienstedt hatte sich nach eigenen Worten zum Konkurs entschlossen, um eine adäquate Entschädigung von Missbrauchsopfern sicherzustellen und teure Rechtsstreitigkeiten abzuwenden. Ende Mai gab die Kirchenleitung bekannt, sie werde sich in Notverkäufen von mehreren Immobilien trennen, darunter der Residenz des Erzbischofs und der Kanzlei. Insgesamt hoffte die Kirchenleitung laut Medienberichten auf einen Erlös von 10, 6 Millionen Dollar (9, 7 Millionen Euro). Allein der Komplex von Bischofshaus und Kanzlei solle 6, 3 Millionen Dollar erbringen. Das Erzbistum benötigt nach eigenen Angaben das Geld sowohl für Entschädigungszahlungen an Missbrauchsopfer wie auch für laufende Ausgaben während des Insolvenzverfahrens. Finanzchef Tom Mertens betonte damals laut einer Zeitung, die Verkäufe erfolgten freiwillig und nicht auf gerichtliche Anordnung. Am vergangenen Mittwoch hatte Papst Franziskus die Schaffung eines eigenen Tribunals bei der Glaubenskongregation angekündigt, das sich mit dem Versagen von Bischöfen bei der Aufklärung von Missbrauchsfällen befassen soll.

    Hans Joachim Schellnhuber (55), deutscher Klimaforscher, ist neues Mitglied der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften. Der Vatikan gab am Mittwoch die Ernennung durch Papst Franziskus bekannt. Der Physiker und Direktor des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung wird am Donnerstag im Vatikan auch die Umweltenzyklika des Papstes mit vorstellen. Seit 2007 berät der aus Passau stammende Schellnhuber die Bundesregierung sowie die EU-Kommission zu Klimafragen und umweltfreundlichen Energien. Schellnhuber hatte Ende April bereits bei einer Klimatagung der Akademie einen Vortrag gehalten. Aufgabe der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften ist die Förderung der Forschung auf allen Bereichen. Sie besteht aus gut 80 vom Papst ernannten internationalen Experten unterschiedlicher Disziplinen.

    kna