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    Personalien

    Andre-Joseph Leonard, katholischer Primas Belgiens, Erzbischof von Mecheln-Brüssel, Vorsitzender der Belgischen Bischofskonferenz und belgischer Militärbischof, geht in den Ruhestand. Papst Franziskus nahm am Montag den Amtsverzicht Leonards wenige Wochen nach dessen 75. Geburtstag an, wie die Belgische Bischofskonferenz am Montag mitteilte. Franziskus bat Leonard der Mitteilung zufolge zugleich darum, seine Amtspflichten noch bis zur Ernennung eines Nachfolgers wahrzunehmen. Leonard selbst sagte kürzlich in einem Interview, er hoffe „nicht, dass mein Amt um ein paar Jahre verlängert wird“. Er wolle auch gar nicht bleiben, bis ein Nachfolger gefunden sei. Leonard leitete das Erzbistum Mecheln-Brüssel, die größte Diözese Belgiens, seit 2010, als Nachfolger von Kardinal Godfried Danneels (81). Zu den großen Aufgaben des wertkonservativ agierenden Leonard gehörte die Aufarbeitung der Missbrauchsskandale. Leonard wurde 1940 in der Diözese Namur geboren. Er hat drei Brüder, die alle ebenfalls Priester wurden. Sein Studium absolvierte er in Löwen und Rom. 1964 zum Priester geweiht, lehrte er von 1970 bis 1991 Philosophie an der Katholischen Universität Löwen. 1987 berief ihn Johannes Paul II. in die Internationale Theologenkommission. Von 1991 bis 2010 war Leonard Bischof von Namur.

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    Andre-Joseph Leonard, katholischer Primas Belgiens, Erzbischof von Mecheln-Brüssel, Vorsitzender der Belgischen Bischofskonferenz und belgischer Militärbischof, geht in den Ruhestand. Papst Franziskus nahm am Montag den Amtsverzicht Leonards wenige Wochen nach dessen 75. Geburtstag an, wie die Belgische Bischofskonferenz am Montag mitteilte. Franziskus bat Leonard der Mitteilung zufolge zugleich darum, seine Amtspflichten noch bis zur Ernennung eines Nachfolgers wahrzunehmen. Leonard selbst sagte kürzlich in einem Interview, er hoffe „nicht, dass mein Amt um ein paar Jahre verlängert wird“. Er wolle auch gar nicht bleiben, bis ein Nachfolger gefunden sei. Leonard leitete das Erzbistum Mecheln-Brüssel, die größte Diözese Belgiens, seit 2010, als Nachfolger von Kardinal Godfried Danneels (81). Zu den großen Aufgaben des wertkonservativ agierenden Leonard gehörte die Aufarbeitung der Missbrauchsskandale. Leonard wurde 1940 in der Diözese Namur geboren. Er hat drei Brüder, die alle ebenfalls Priester wurden. Sein Studium absolvierte er in Löwen und Rom. 1964 zum Priester geweiht, lehrte er von 1970 bis 1991 Philosophie an der Katholischen Universität Löwen. 1987 berief ihn Johannes Paul II. in die Internationale Theologenkommission. Von 1991 bis 2010 war Leonard Bischof von Namur.

    Die katholischen Bischöfe in Weißrussland haben den Minsker Erzbischof Tadeusz Kondrusiewicz (69) zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Das teilte die Weißrussische Bischofskonferenz mit. Kondrusiewicz übernimmt den Vorsitz vom Bischof von Grodno, Aleksander Kaszkiewicz (65), der den Episkopat seit 2006 leitete. Kondrusiewicz wurde am 3. Januar 1946 im Dorf Adelsk im Westen Weißrusslands nahe der Grenze zu Polen geboren. Erst mit 30 Jahren entschied er sich für den Priesterberuf, nachdem er fünf Jahre als studierter Maschineningenieur in einem litauischen Werk Schleifmaschinen montiert und konstruiert hatte. Unter Papst Johannes Paul II. wurde er 1989 zum Bischof geweiht, nur acht Jahre nach seiner Priesterweihe. Von 1991 bis zur Rückkehr nach Weißrussland 2007 wirkte Kondrusiewicz als Erzbischof in Moskau. Dort organisierte er den Wiederaufbau der katholischen Kirche, wie bereits von 1989 bis 1991 als Apostolischer Administrator in Minsk. Mehrfach schlug der Erzbischof Minsk als Ort für ein historisches Treffen von Papst Benedikt XVI. mit dem russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill I. vor. Seine Hoffnung auf einen Papstbesuch in Weißrussland ging aber bislang nicht in Erfüllung.

    Papst Franziskus hat das gesundheitsbedingte Rücktrittsgesuch von Weihbischof Manfred Melzer (Foto: KNA) angenommen. Dessen Emeritierung wurde heute um 12 Uhr zeitgleich in Rom und Köln bekannt gegeben. Manfred Melzer (71) ist Titularbischof von Carinola und seit 1995 Weihbischof in Köln. „Ich bin Manfred Melzer dankbar für seinen aufopferungsvollen Dienst als Weihbischof, den er trotz seiner gesundheitlichen Belastungen auch in den letzten Jahren mit großem Engagement wahrgenommen hat“, sagt Kardinal Woelki. „Der Heilige Vater hat ihn gebeten, bis zur Weihe seines Nachfolgers seine Aufgaben als Weihbischof weiter wahrzunehmen. Auch für diese Bereitschaft bin ich dankbar.“ Für ihn, so Woelki, sei Melzer immer ein wichtiger Ansprechpartner gewesen – „auch schon in meiner Zeit als Weihbischof“, da er – auch als langjähriger Sekretär von Kardinal Höffner – über eine tiefe Kenntnis des Erzbistums Köln verfüge.

    Alois Lang, früherer langjähriger Generalvikar und Seelsorgeamtsleiter im Bistum Fulda, ist am Donnerstag im Alter von 85 Jahren verstorben. Das teilte das Bistum am Freitag mit.

    Pater Romano Christen, Leitender Pfarrer im Seelsorgebereich Kreuz-Köln-Nord und Geistlicher Leiter der katholischen Laienbewegung „Comunione e Liberazione“ (CL, „Gemeinschaft und Befreiung“) in Deutschland, wird neuer Direktor des Erzbischöflichen Theologenkonvikts Collegium Albertinum in Bonn. Er löst zum 1. August Michael Kahle ab, der als Mitarbeiter in die Gottesdienstkongregation nach Rom berufen wurde, wie das Erzbistum Köln am Montag mitteilte. Das Albertinum ist das Studienhaus für die Priesterkandidaten der Erzdiözese. Sie leben hier während ihres Theologiestudiums an der Bonner Universität. Christen wurde 1960 bei Lugano (Schweiz) geboren und gehört der „Priesterbruderschaft der Missionare des Heiligen Karl Borromäus“ (FSCB) an. Er studierte Germanistik und Theologie in Freiburg im Breisgau und empfing 1992 in Rom die Priesterweihe. Danach wirkte er als Pfarrer in Emmendingen bei Freiburg. Seit 1998 ist er Geistlicher Leiter der CL in Deutschland, einer 1954 in Italien entstandenen katholischen Laienbewegung. 2009 kam er ins Erzbistum Köln und leitet seitdem den Seelsorgebereich Kreuz-Köln-Nord. Kahle wurde 2001 in Rom zum Priester geweiht. Nach einer Freistellung für ein weiteres Studium in Rom war er von 2003 an Kaplan in Köln. Seit 2006 war Kahle Domvikar und zusätzlich seit 2011 Schulseelsorger der Erzbischöflichen Domsingschule und der Erzbischöflichen Liebfrauenschule Köln. Seit 2012 war er für das Albertinum verantwortlich.

    Fabian Tilling (31), Kaplan in Coesfeld, wird neuer Subregens im Bischöflichen Priesterseminar Borromaeum in Münster. Dort folgt er auf Subregens Jochen Kosmann, der als Pfarrer nach Lippetal geht, wie das Bistum Münster am Mittwoch ankündigte. Tilling wurde 1983 in Wuppertal geboren und 2011 zum Priester geweiht. Nach Vertretungen in Ochtrup und Stadtlohn kam er 2011 als Kaplan ins münsterländische Coesfeld.

    Die Verdienste der ehemaligen steirischen Landeshauptfrau (Ministerpräsidentin) Waltraud Klasnic um die Hospizbewegung in Österreich und um die Aufarbeitung kirchlicher Missbrauchsfälle hat Kardinal Christoph Schönborn bei deren Auszeichnung mit der „Kardinal-Opilio-Rossi-Medaille“ am Dienstag in Wien hervorgehoben. Er erinnerte daran, dass Klasnic im Frühjahr 2010 in einem Telefonat spontan zugesagt habe, einer unabhängigen Kommission (Opferschutzanwaltschaft) mit anerkannten Fachleuten vorzustehen. Diese Kommission habe vorbildliche, auch international beachtete Arbeit geleistet und tue dies weiterhin, so Schönborn. Die Bischöfe hätten alle beschlossenen Opferentschädigungen „eins zu eins umgesetzt“ und sagten der Kommission weiterhin volle Unterstützung zu. Die „Kardinal Opilio Rossi-Medaille“, die den Namen des einstigen Apostolischen Nuntius in Österreich trägt, wird von der „Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände“ (AKV) alljährlich für „herausragende Leistungen im Sinne des wohlverstandenen Laienapostolats“ zur „Gestaltung der Gesellschaft aus christlicher Verantwortung“ vergeben.