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    Personalien

    Kardinal Claudio Hummes, (Foto: KNA) früherer Präfekt der Kleruskongregation und zuvor Erzbischof von Sao Paulo, hat am Freitag das 80. Lebensjahr vollendet. Von 2006 bis 2010 leitete der brasilianische Franziskaner die für den Großteil der gut 270 000 Diözesanpriester zuständige Kurienbehörde. Zuvor hatte der Kirchenmann aus einer deutschstämmigen Familie nacheinander drei Diözesen seiner Heimat geleitet: Von 1975 zunächst 21 Jahre lang die Diözese Santo Andre, dann das Erzbistum Fortaleza und ab 1998 die Metropole Sao Paolo. 2001 erhob Johannes Paul II. ihn in den Kardinalsrang. Beim Konklave von 2005 war der Kirchenmann, der in seiner Bischofskonferenz als Mann der Mitte galt, einer der Favoriten für das Papstamt. Hummes, 1934 als Sohn deutscher Eltern in Montenegro bei Porto Alegre geboren, gilt als enger Freund von Papst Franziskus. Diesen hatte er auch begleitet, als er unmittelbar nach seiner Wahl am 13. März 2013 auf die Mittelloggia des Petersdoms trat und seinen ersten Segen „Urbi et orbi“ spendete. Hummes studierte nach seiner Priesterweihe 1958 Philosophie in Rom. Von 1965 bis 1968 war er als Ökumene-Berater der Brasilianischen Bischofskonferenz tätig, danach lehrte er in Viamao und Porto Alegre Philosophie. Von 1972 bis zu seiner Bischofsweihe 1975 leitete Hummes die Franziskanerprovinz Rio Grande do Sul. Nach seinem Wechsel 1998 nach Sao Paulo machte Hummes auch international von sich reden. Bei der Weltbischofssynode im Oktober 2001 über das Bischofsamt äußerte er sich differenziert zu den Terroranschlägen vom 11. September und mahnte, dass moralisch erlaubte Gegenwehr nicht in einen Krieg mit unschuldigen Opfern einmünden dürfe. Danach wurde er als Vertreter Lateinamerikas in den Rat der Bischofssynode gewählt. 2002 betraute ihn Johannes Paul II. mit der Aufgabe, die Fastenexerzitien für die römische Kurie im Vatikan zu halten. Er war maßgeblich an der Planung und Durchführung des von seiner Kongregation koordinierten internationalen Priesterjahres 2009/10 beteiligt. Unmittelbar nach dessen Abschluss wurde er vom Papst altersbedingt in den Ruhestand versetzt.

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    Kardinal Claudio Hummes, (Foto: KNA) früherer Präfekt der Kleruskongregation und zuvor Erzbischof von Sao Paulo, hat am Freitag das 80. Lebensjahr vollendet. Von 2006 bis 2010 leitete der brasilianische Franziskaner die für den Großteil der gut 270 000 Diözesanpriester zuständige Kurienbehörde. Zuvor hatte der Kirchenmann aus einer deutschstämmigen Familie nacheinander drei Diözesen seiner Heimat geleitet: Von 1975 zunächst 21 Jahre lang die Diözese Santo Andre, dann das Erzbistum Fortaleza und ab 1998 die Metropole Sao Paolo. 2001 erhob Johannes Paul II. ihn in den Kardinalsrang. Beim Konklave von 2005 war der Kirchenmann, der in seiner Bischofskonferenz als Mann der Mitte galt, einer der Favoriten für das Papstamt. Hummes, 1934 als Sohn deutscher Eltern in Montenegro bei Porto Alegre geboren, gilt als enger Freund von Papst Franziskus. Diesen hatte er auch begleitet, als er unmittelbar nach seiner Wahl am 13. März 2013 auf die Mittelloggia des Petersdoms trat und seinen ersten Segen „Urbi et orbi“ spendete. Hummes studierte nach seiner Priesterweihe 1958 Philosophie in Rom. Von 1965 bis 1968 war er als Ökumene-Berater der Brasilianischen Bischofskonferenz tätig, danach lehrte er in Viamao und Porto Alegre Philosophie. Von 1972 bis zu seiner Bischofsweihe 1975 leitete Hummes die Franziskanerprovinz Rio Grande do Sul. Nach seinem Wechsel 1998 nach Sao Paulo machte Hummes auch international von sich reden. Bei der Weltbischofssynode im Oktober 2001 über das Bischofsamt äußerte er sich differenziert zu den Terroranschlägen vom 11. September und mahnte, dass moralisch erlaubte Gegenwehr nicht in einen Krieg mit unschuldigen Opfern einmünden dürfe. Danach wurde er als Vertreter Lateinamerikas in den Rat der Bischofssynode gewählt. 2002 betraute ihn Johannes Paul II. mit der Aufgabe, die Fastenexerzitien für die römische Kurie im Vatikan zu halten. Er war maßgeblich an der Planung und Durchführung des von seiner Kongregation koordinierten internationalen Priesterjahres 2009/10 beteiligt. Unmittelbar nach dessen Abschluss wurde er vom Papst altersbedingt in den Ruhestand versetzt.

    Helmut Poque (75), seit 2008 Dompropst am Aachener Dom, scheidet am 30. September aus dem Amt. Aus diesem Anlass wird am 28. September um 10 Uhr ein Pontifikalamt im Dom gefeiert, wie das Bistum Aachen am Mittwoch bestätigte. Der gebürtige Aachener Poque hatte bereits im März die Altersgrenze von 75 Jahren erreicht. Doch sei er Medienberichten zufolge von Bischof Heinrich Mussinghoff und dem Domkapitel gebeten worden, noch für die Heiligtumsfahrt und die Feierlichkeiten zum Karlsjahr im Amt zu bleiben.

    kna