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    Personalien

    Papst Benedikt XVI. hat den Präfekten der vatikanischen Bischofskongregation, Kardinal Marc Ouellet, zum Sondergesandten für den 50. Internationalen Eucharistischen Kongress in Dublin ernannt. Dies teilte der Vatikan am Samstag mit. Damit dürften sich Medienspekulationen zerschlagen haben, der Papst werde selbst kurzfristig zu diesem Anlass nach Irland reisen. Hintergrund solcher Vermutungen war der Gedanke, der Papst könne mit einem Besuch ein Zeichen der Ermutigung für die durch den Missbrauchsskandal schwer erschütterte Kirche des Landes setzen wollen. Der Internationale Eucharistische Kongress findet vom 10. bis 17. Juni in der irischen Hauptstadt statt.

    Papst Benedikt XVI. hat den Präfekten der vatikanischen Bischofskongregation, Kardinal Marc Ouellet, zum Sondergesandten für den 50. Internationalen Eucharistischen Kongress in Dublin ernannt. Dies teilte der Vatikan am Samstag mit. Damit dürften sich Medienspekulationen zerschlagen haben, der Papst werde selbst kurzfristig zu diesem Anlass nach Irland reisen. Hintergrund solcher Vermutungen war der Gedanke, der Papst könne mit einem Besuch ein Zeichen der Ermutigung für die durch den Missbrauchsskandal schwer erschütterte Kirche des Landes setzen wollen. Der Internationale Eucharistische Kongress findet vom 10. bis 17. Juni in der irischen Hauptstadt statt.

    Kardinal Luis Aponte Martinez, früherer Erzbischof von San Juan de Puerto Rico, ist tot. Er starb mit 89 Jahren nach längerer schwerer Krankheit am Dienstagmorgen (Ortszeit) in einer Klinik in seiner früheren Bischofsstadt, wie örtliche Medien meldeten. Aponte, von 1964 bis 1999 Erzbischof von San Juan, hätte am Dienstag den 62. Jahrestag seiner Priesterweihe begangen. Der am 4. August 1922 geborene Aponte wurde im November 1963 zunächst zum Bischof von Ponce ernannt. Als Leiter des Hauptstadt-Erzbistums San Juan tat er sich in den 70er Jahren als Kritiker von Geburtenkontrolle und Sterilisierung hervor. 1973 wurde er von Papst Paul VI. (1963-1978) in den Kardinalsstand erhoben. Mit dem Tod Apontes zählt das Kardinalkollegium noch 210 Mitglieder. Von diesen haben 123 das 80. Lebensjahr noch nicht vollendet und könnten somit an einer Papstwahl teilnehmen. Aponte war der einzige Kardinal des karibischen Inselstaates.

    Der emeritierte Würzburger Bischof Paul-Werner Scheele (84) (Foto: IN) hat am Montag mit einem Festgottesdienst sein Diamantenes Priesterweihejubiläum gefeiert. Zu dem Gottesdienst waren rund ein Dutzend Bischöfe aus ganz Deutschland gekommen, darunter der Münchner Kardinal Reinhard Marx, wie das Bistum am Dienstag mitteilte. Vor 60 Jahren hatte Erzbischof Lorenz Jaeger am 29. März 1952 in Paderborn Scheele zum Priester geweiht. Bischof Friedhelm Hofmann dankte seinem Vorgänger für seinen Dienst in Würzburg und würdigte dessen Engagement für die Ökumene. Es sei jedoch noch nicht an der Zeit, eine Lebensbewertung zu machen. „Denn zum einen dürften wir noch viel von ihm erwarten und zum anderen wäre es verfrüht, heute eine Heiligsprechung vorzunehmen.“ Als Priester versprühe der emeritierte Bischof wie eh und je eine Glaubensfreude, die ansteckend sei. Scheele selbst unterstrich in seiner Predigt, dass Jesus alle, die an ihn glaubten, so eng mit sich verbinden wolle, dass sie in seinen priesterlichen Dienst hineingenommen würden. „Alle Glieder der Kirche sind berufen, mit ihrem Erlöser zu leben und zu wirken.“ Die Priesterweihe nehme in besonderer Weise in diese Heilsgemeinschaft hinein. Der Geistliche werde durch das Weihesakrament zum lebendigen Werkzeug Gottes. Scheele leitete das fränkische Bistum Würzburg von 1979 bis 2003. Über diese Zeit hinaus arbeitete der langjährige Vorsitzende der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz bis 2007 im päpstlichen Einheitsrat mit. Außerdem verfasste der Dogmatiker seit seinem Amtsverzicht mehrere Bücher. Das jüngste trägt den Titel „Begegnung mit Tilmann Riemenschneider“. Der 1928 im westfälischen Olpe geborene Scheele studierte Philosophie und Theologie in Paderborn und München. 1952 wurde er zum Priester geweiht. Ab 1965 war er Professor für Fundamentaltheologie in Fulda, wechselte dann nach Bochum und wurde 1970 Lehrstuhlinhaber für Dogmatik an der Universität Würzburg. Ein Jahr später übernahm er das Amt des Direktors des renommierten Johann-Adam-Möhler-Instituts für Ökumenik in Paderborn, wo er bereits seit 1964 Sektionsleiter gewesen war. 1975 ernannte ihn der Papst zum Weihbischof in Paderborn, vier Jahre später zum Bischof von Würzburg. Im ökumenischen Dialog wird Scheele international geschätzt. Er gilt als Mann des Ausgleichs, der geduldig für kleine Fortschritte arbeitet. Grundlage ist für ihn der Respekt vor den Positionen des Gegenübers. Im Bistum Würzburg setzte Scheele viele Akzente, unter anderem für Familien, Arbeitslose und Mütter in Not. Mit dem Würzburger „Museum am Dom“ eröffnete der passionierte Klavierspieler und Kunstliebhaber 2003 Europas größte kirchliche Sammlung zeitgenössischer Kunst.

    Prälat Wilhelm Imkamp (60), (Foto: U. Wagner) Wallfahrtsdirektor von Maria Vesperbild in Mittelschwaben, ist zum Apostolischen Protonotar ernannt worden. Der Augsburger Bischof Konrad Zdarsa überreichte ihm die päpstliche Auszeichnung am Ostermontag nach dem Pilgeramt, wie die Wallfahrtsdirektion am Dienstag mitteilte. Der Bischof würdigte nicht nur die Verdienste rund um die Wallfahrt Maria Vesperbild, sondern vor allem das überdiözesane Wirken Imkamps, seine Gutachtertätigkeit für römische Behörden und seine Arbeit in der päpstlichen Theologenakademie. Imkamp ist seit über 25 Jahren Konsultor der Heiligsprechungskongregation und auch Konsultor der Gottesdienstkongregation. Der Apostolische Protonotar ist der höchste Prälatenrang, den der Papst nur selten verleiht. Der Titel bezeichnet ursprünglich die an der römischen Kurie diensttuenden Notare. In der Diözese Augsburg tragen der ehemalige Diözesanadministrator Prälat Georg Beis und Universitätsprofessor Georg Schmuttermayr diesen Titel.

    Mario Colletto (56), Architekt, wird mit Beginn des nächsten Jahres Dombaumeister in Speyer. Er wird damit die Nachfolge des jetzigen Dombaumeisters Alfred Klimt antreten, dessen Stellvertreter er seit einem Jahr ist. Das teilte das Bistum Speyer am Mittwoch mit. Klimt wechselt nach Angaben des Bistums zum Jahresende in die Passivphase der Altersteilzeit.

    Erstmals leitet eine Frau die Würzburger Bruderschaft zum Heiligen Kreuz. Die langjährige Vorbeterin der traditionellen Kreuzbergwallfahrt, Barbara Schebler, hat das Amt des Präfekten von Karlheinz Greser übernommen, wie das Bistum am Mittwoch mitteilte. Damit organisiert nun eine Frau die Wallfahrt zum Kreuzberg in der Rhön und zurück zum Neumünster nach Würzburg. Diese findet jedes Jahr vom 20. bis zum 24. August statt. Die Wallfahrt gibt es, seit fromme Würzburger Bürger vor 365 Jahren die Bruderschaft zum Heiligen Kreuz gründeten. Einer Legende nach soll der irische Mönch Kilian um das Jahr 686 das erste fränkische Kreuz auf dem 928 Meter hohen Berg in der Rhön errichtet haben. 1582 knüpfte der Würzburger Fürstbischof Julius Echter an die Tradition an und ließ drei Steinkreuze auf dem Berg aufstellen und eine Kirche bauen. Etwa 100 Jahre später entstand dort ein Kloster. Kreuzwegstationen vom Kloster bis zum Gipfel folgten 1710. Heute zählt die christliche Gemeinschaft eigenen Angaben zufolge 2 300 Mitglieder.

    Josef Bergmoser, katholischer Verleger aus Aachen, wird am Sonntag 85 Jahre alt. Zusammen mit Karl R. Höller gründete Bergmoser 1970 den auf kirchliche und soziale Themen spezialisierten Verlag „Bergmoser + Höller“. Beide sind inzwischen aus der aktiven Verlagstätigkeit ausgeschieden. Der Lehrmittel- und Zeitschriftenfachverlag mit Sitz in Aachen verlegt derzeit mit rund 70 Mitarbeitern rund 35 Abo-Publikationen. Bergmoser wurde am 15. April 1927 im Sauerland geboren. Er volontierte bei der „Westfalenpost“ in Hagen, wechselte später zur „Kölnischen Rundschau“ und anschließend zur Elternzeitschrift „Leben & Erziehen“. Ab 1970 baute er den missio-aktuell-Verlag beim katholischen Hilfswerk missio in Aachen auf. Hier traf Bergmoser auf den Publizisten Karl R. Höller, dem Gründungssekretär des „Catholic Media Council – Medienplanung für Entwicklungsländer e.V.“ (Cameco). 1995 gab Bergmoser die kaufmännische Leitung des Verlags an seinen Sohn Andreas Bergmoser ab.