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    Peres schlägt eine „UN der Religionen“ vor

    Vatikanstadt (DT/KNA) Beim Treffen mit Papst Franziskus hat Israels ehemaliger Staatspräsident Shimon Peres eine „UN der Religionen“ zur Lösung internationaler Konflikte angeregt. Der Papst habe aufmerksam zugehört und sich interessiert gezeigt, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi nach der Audienz am Donnerstag im Vatikan. Allerdings habe er Peres keine persönlichen Schritte für eine solche Weltorganisation der Religionen in Aussicht gestellt. Franziskus wies demnach darauf hin, dass in diesem Bereich bereits verschiedene Vatikanbehörden tätig seien, so der Rat für den interreligiösen Dialog und der Rat für Gerechtigkeit und Frieden. Dort werde man die Diskussion um Peres' Vorschlag verfolgen. Vor seiner Begegnung mit dem Papst hatte Peres eine „UN der Religionen“ als sinnvolles Instrument für den Weltfrieden bezeichnet. Dies wäre der „beste Weg gegen Terroristen, die im Namen des Glaubens töten“.

    Entschlossen, ihren Beitrag zum Weltfrieden zu leisten, begegneten sich Papst Franziskus und Shimon Peres. Foto: dpa

    Vatikanstadt (DT/KNA) Beim Treffen mit Papst Franziskus hat Israels ehemaliger Staatspräsident Shimon Peres eine „UN der Religionen“ zur Lösung internationaler Konflikte angeregt. Der Papst habe aufmerksam zugehört und sich interessiert gezeigt, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi nach der Audienz am Donnerstag im Vatikan. Allerdings habe er Peres keine persönlichen Schritte für eine solche Weltorganisation der Religionen in Aussicht gestellt. Franziskus wies demnach darauf hin, dass in diesem Bereich bereits verschiedene Vatikanbehörden tätig seien, so der Rat für den interreligiösen Dialog und der Rat für Gerechtigkeit und Frieden. Dort werde man die Diskussion um Peres' Vorschlag verfolgen. Vor seiner Begegnung mit dem Papst hatte Peres eine „UN der Religionen“ als sinnvolles Instrument für den Weltfrieden bezeichnet. Dies wäre der „beste Weg gegen Terroristen, die im Namen des Glaubens töten“.

    Peres war am Donnerstagvormittag unter hohen Sicherheitsvorkehrungen zu einem vom Vatikan als privat deklarierten Treffen mit Papst Franziskus gekommen. Zuletzt hatte er am 8. Juni gemeinsam mit Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas im Vatikan an einem vom Papst initiierten Friedensgebet für den Nahen Osten teilgenommen. Diese religiöse Friedensinitiative war bereits für die Heilig-Land-Reise von Papst Franziskus Ende Mai in Jerusalem vorgesehen, kam jedoch aus organisatorischen Gründen nicht zustande. Ebenfalls am Donnerstag traf der Papst den jordanischen Prinzen Hassan ibn Talal in Audienz. Er gilt als wichtiger Ansprechpartner des Heiligen Stuhles für das Gespräch mit der islamischen Welt. Hassan, Onkel des amtierenden Königs Abdullah II. von Jordanien, war unter anderem Vorsitzender der Weltkonferenz von „Religions for Peace“, einer Vereinigung führender Repräsentanten verschiedener Glaubensrichtungen.

    kna