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    FRANZISKA XAVIERA CABRINI.

    Patronin der Auswanderer

    Bei manchen Heiligen fragt man sich, wie viele Leben sie geführt haben, um all das zu leisten, was sie taten. Die heilige Franziska Xaviera Cabrini, die am 15. Juli 1850 in dem Ort Sant‘Angelo Lodigiano bei Mailand geboren wurde, ist solch eine Person. Als jüngstes von dreizehn Bauernkindern engagierte sie sich früh für die bedürftigen Menschen in ihrer Umgebung und bekam im Alter von 24 Jahren die Leitung eines Pensionats in Codogno übertragen. „Erfüllt von tiefer Frömmigkeit und Selbstlosigkeit, widmete sich Franziska in den folgenden Jahren den verschiedensten Werken der Nächstenliebe“, wie Vera Schauber und Hanns M. Schindler im Buch „Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf“ vermerken.

    Bei manchen Heiligen fragt man sich, wie viele Leben sie geführt haben, um all das zu leisten, was sie taten. Die heilige Franziska Xaviera Cabrini, die am 15. Juli 1850 in dem Ort Sant‘Angelo Lodigiano bei Mailand geboren wurde, ist solch eine Person. Als jüngstes von dreizehn Bauernkindern engagierte sie sich früh für die bedürftigen Menschen in ihrer Umgebung und bekam im Alter von 24 Jahren die Leitung eines Pensionats in Codogno übertragen. „Erfüllt von tiefer Frömmigkeit und Selbstlosigkeit, widmete sich Franziska in den folgenden Jahren den verschiedensten Werken der Nächstenliebe“, wie Vera Schauber und Hanns M. Schindler im Buch „Heilige und Namenspatrone im Jahreslauf“ vermerken.

    Frucht der Anstrengungen: Im Jahr 1880 gründete Franziska ihren eigenen Orden, die Kongregation der „Missionarinnen vom Heiligsten Herzen“, die bereits ein Jahr später päpstliche Anerkennung fand. Doch Franziska hat weitere Pläne; als Oberin nahm sie zusätzlich den Namen Xaviera an. Ausdruck ihrer Verehrung für den großen Jesuiten-Missionar Franz Xavier. Da konnte es mit dem eigenen missionarischen Dienst im Ausland nicht mehr lange dauern: 1888 wanderte Franziska Xaviera Cabrini mit dem Segen von Papst Leo XIII. aus in die Vereinigten Staaten von Amerika. Von New York aus gründete sie im Laufe der Jahre sage und schreibe 67 Einrichtungen: Schulen, Krankenhäuser, Waisenhäuser und Klöster. Bis hin nach Lateinamerika. Während das Mutterhaus ihres Ordens in Chicago errichtet wurde. Ihre besondere Aufmerksamkeit galt den italienisch-stämmigen Immigranten, die es in der neuen Welt nicht immer leicht hatten.

    Franziskas Eifer und Frömmigkeit beeindruckte die amerikanischen Mädchen und Frauen so sehr, dass die von ihr gegründete Kongregation reichen Zulauf hatte. Ohne Rücksicht auf die eigene Gesundheit arbeitete Franziska täglich bis zu 20 Stunden. Ab 1909 als amerikanische Staatsbürgerin. Diesem Umstand, dem Wechsel der Nationalität, verdanken es die Vereinigten Staaten auch, dass Franziska Xaviera Cabrini die erste heiliggesprochene US-Amerikanerin ist, was ihrer Popularität in Sant‘ Angelo Lodigiano natürlich keinen Abbruch tut. Dort gibt es seit dem Jahr 2000 einen Cabrini-Platz, der von einer modern gestalteten Bronzefigur der Heiligen geschmückt wird. Auch in Amerika und Deutschland sind Einrichtungen nach dieser großen Frau benannt, etwa die „Mother Cabrini High School“ im New Yorker Stadtteil Manhattan.

    „Erschöpft und ausgezehrt, aber erfüllt von Frieden und Glück, schloss Franziska Xaviera Cabrini am 22. Dezember 1917 in ihrem Mutterhaus in Chicago für immer die Augen.“ Tatsächlich für immer? Bereits 1938 wurde sie seliggesprochen, am 7. Juli 1946 erfolgte die Heiligsprechung durch Pius XII., der Franziska Xaviera Cabrini im Jahre 1950 auch noch zur Patronin der Auswanderer ernannte. Ihr Gedenktag ist der 22. Dezember.