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    Patriarch besucht Großayatollah

    Bagdad (DT/KAP) Der chaldäisch-katholische Patriarch Emmanuel III. Delly hat in Nadschaf den schiitischen Großayatollah Ali al-Sistani besucht. Nadschaf ist die „Heilige Stadt“ der Schiiten im Irak. Al-Sistani habe ihm versichert, dass sich alle Iraker zueinander „wie Brüder“ verhalten sollten, betonte Emmanuel III. Es seien keine politischen Fragen besprochen worden, aber man sei sich einig gewesen, dass die Religionsgemeinschaften zur Stabilität des Landes beitragen müssen, „um einen neuen Irak aufzubauen“. Der Patriarch – der von Bischof Shlemon Warduni begleitet wurde – besuchte in Nadschaf die Grabmoschee von Ali ibn Abu Talib, dem ersten Imam der schiitischen Tradition, und das Museum zu Ehren des 1999 ermordeten Großayatollahs Muhammad Sadiq al-Sadr. Mit dem Besuch bei al-Sistani wollte das Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche Fehlinterpretationen im Zusammenhang mit seinem jüngsten Pastoralbesuch in der südirakischen Metropole Basra entgegentreten. Damals hatte der Patriarch auf der Rückreise von Basra in Nadschaf Station gemacht, aber ohne mit dem Großayatollah zusammenzutreffen. Daraufhin waren Gerüchte in Umlauf gesetzt worden, die für die Situation der chaldäischen Kirche abträglich waren. Erstmals seit dem Einmarsch der Truppen der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten 2003 wurde im Irak wieder eine neue Kirche errichtet, wie AINA, die assyrische Nachrichtenagentur, berichtet. Es handelt sich um die chaldäische St. Paulus-Kirche in einem armen christlichen Viertel im Norden der Erdölmetropole Kirkuk. Viele Bewohner des Viertels sind Christen, die vor dem Terror in Bagdad und Mossul nach Kirkuk geflüchtet sind. Erzbischof Louis Sako erklärte, dass der Baugrund für die Kirche von der Regierung zur Verfügung gestellt wurde. Der Bau sei durch viele Spenden ermöglicht worden, auch Staatspräsident Jalal Talabani habe 10 000 Dollar gegeben. „Die Christen sind Teil unserer irakischen Identität“, sagte der sunnitische Scheich Ismail al-Hadidi bei der Einweihung der neuen Kirche: „Wir müssen jetzt versuchen, diese Identität zu schützen; ohne die Christen wäre der Irak nicht mehr das selbe Land.“

    Bagdad (DT/KAP) Der chaldäisch-katholische Patriarch Emmanuel III. Delly hat in Nadschaf den schiitischen Großayatollah Ali al-Sistani besucht. Nadschaf ist die „Heilige Stadt“ der Schiiten im Irak. Al-Sistani habe ihm versichert, dass sich alle Iraker zueinander „wie Brüder“ verhalten sollten, betonte Emmanuel III. Es seien keine politischen Fragen besprochen worden, aber man sei sich einig gewesen, dass die Religionsgemeinschaften zur Stabilität des Landes beitragen müssen, „um einen neuen Irak aufzubauen“. Der Patriarch – der von Bischof Shlemon Warduni begleitet wurde – besuchte in Nadschaf die Grabmoschee von Ali ibn Abu Talib, dem ersten Imam der schiitischen Tradition, und das Museum zu Ehren des 1999 ermordeten Großayatollahs Muhammad Sadiq al-Sadr. Mit dem Besuch bei al-Sistani wollte das Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche Fehlinterpretationen im Zusammenhang mit seinem jüngsten Pastoralbesuch in der südirakischen Metropole Basra entgegentreten. Damals hatte der Patriarch auf der Rückreise von Basra in Nadschaf Station gemacht, aber ohne mit dem Großayatollah zusammenzutreffen. Daraufhin waren Gerüchte in Umlauf gesetzt worden, die für die Situation der chaldäischen Kirche abträglich waren. Erstmals seit dem Einmarsch der Truppen der Vereinigten Staaten und ihrer Verbündeten 2003 wurde im Irak wieder eine neue Kirche errichtet, wie AINA, die assyrische Nachrichtenagentur, berichtet. Es handelt sich um die chaldäische St. Paulus-Kirche in einem armen christlichen Viertel im Norden der Erdölmetropole Kirkuk. Viele Bewohner des Viertels sind Christen, die vor dem Terror in Bagdad und Mossul nach Kirkuk geflüchtet sind. Erzbischof Louis Sako erklärte, dass der Baugrund für die Kirche von der Regierung zur Verfügung gestellt wurde. Der Bau sei durch viele Spenden ermöglicht worden, auch Staatspräsident Jalal Talabani habe 10 000 Dollar gegeben. „Die Christen sind Teil unserer irakischen Identität“, sagte der sunnitische Scheich Ismail al-Hadidi bei der Einweihung der neuen Kirche: „Wir müssen jetzt versuchen, diese Identität zu schützen; ohne die Christen wäre der Irak nicht mehr das selbe Land.“