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    Papst gratuliert Cornelius Mayer

    Zu den ersten Gratulanten gehört der Heilige Vater: Benedikt XVI. spricht dem Her-ausgeber des Augustinus-Lexikons, Cornelius Petrus Mayer OSA, in einem Schreiben zu dessen 80. Geburtstag am kommenden Montag das denkbar höchste Lob aus: „Mit Freude gehöre ich zu den Benutzern dieses großartigen Werkes, das ich immer wieder zur Hand nehme und von dem ich immer neu lerne“, schreibt der Augustinusverehrer auf dem Stuhl Petri. „So kann ich Ihnen in dieser Stunde nur wünschen, dass Sie weiterhin das Erscheinen des Lexikons leiten und damit helfen können, das weitverbreitete Werk des Bischofs von Hippo auch all denen zugänglich zu machen, die nur begrenzten Zugang zu den Quellen selber haben.“ Der langjährige Wissenschaftliche Leiter des Zentrums für Augustinus-Forschung (ZAF) hat mit der Anbindung seines Instituts an die Julius-Maximilians-Universität Würzburg dazu eine entscheidende Weiche gestellt.

    Zu den ersten Gratulanten gehört der Heilige Vater: Benedikt XVI. spricht dem Her-ausgeber des Augustinus-Lexikons, Cornelius Petrus Mayer OSA, in einem Schreiben zu dessen 80. Geburtstag am kommenden Montag das denkbar höchste Lob aus: „Mit Freude gehöre ich zu den Benutzern dieses großartigen Werkes, das ich immer wieder zur Hand nehme und von dem ich immer neu lerne“, schreibt der Augustinusverehrer auf dem Stuhl Petri. „So kann ich Ihnen in dieser Stunde nur wünschen, dass Sie weiterhin das Erscheinen des Lexikons leiten und damit helfen können, das weitverbreitete Werk des Bischofs von Hippo auch all denen zugänglich zu machen, die nur begrenzten Zugang zu den Quellen selber haben.“ Der langjährige Wissenschaftliche Leiter des Zentrums für Augustinus-Forschung (ZAF) hat mit der Anbindung seines Instituts an die Julius-Maximilians-Universität Würzburg dazu eine entscheidende Weiche gestellt.

    Wer den Donauschwaben, der am 9. März 1929 in Pilisborosjenö (Weindorf) in der Nähe von Budapest geboren wurde, bei der Arbeit erlebt, bemerkt jedenfalls keine Anzeichen von Altersmüdigkeit. Selten beginnt sein Arbeitstag später als um fünf Uhr morgens. Oft hat er nach der Zelebration in der Frühe schon Sport getrieben, ehe er sich seiner Arbeit am Lexikon und Anfragen aus aller Welt widmet, die ihn jeden Tag über das Online-Portal des ZAF erreichen. Liebenswürdig und souverän beleuchtet er im Gespräch die Welt des heiligen Augustinus und findet sowohl in der wissenschaftlichen Öffentlichkeit als auch vor dem Publikum eines oberbayerischen Volkstheaters den richtigen Ton. Er hat eine deutsch-italienische Filmproduktionsgesellschaft beim Drehbuchentwurf für einen Film über den heiligen Kirchenvater beraten und dem Bundeskanzleramt und dem Weißen Haus mit seinen profunden Kenntnissen beigestanden. Hellwach verfolgt er an Studientagen jeden einzelnen Vortrag und steckt die Zuhörer in den Diskussionen mit seiner Begeisterung an. Der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann zeigte sich bei einem Besuch kürzlich sehr angetan über die Bandbreite des wissenschaftlichen Kompetenzzentrums im Augustinerkloster der Domstadt. Mit wenigen Mitarbeitern ist Cornelius Petrus Mayer OSA gelungen, wovon viele Kollegen an katholisch-theologischen Fakultäten träumen: Ein weltweit beachtetes wissenschaftliches Standardwerk zu schaffen.

    Der Weg in den Orden zeichnete die wissenschaftliche Laufbahn Mayers vor: Nach der Vertreibung 1946 kam er im unterfränkischen Münnerstadt ins Gymnasium der Augustiner. Der Abiturient trat in den Orden ein, studierte Philosophie und Theologie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und empfing im März 1955 die Priesterweihe. Nach glänzender Promotion und Habilitation lehrte der Dogmatiker an der Universität Würzburg, in Frankfurt, Saarbrücken und als Professor für Systematische Theologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen. In Gießen reifte der Plan, mit einem Lexikon eine Lücke in der Augustinusforschung zu schließen: 1986 konnten die ersten Faszikel erscheinen. Mit dem Lob der Fachwelt gibt er sich nicht zufrieden. Wissenschaftler und Laien hat Cornelius Mayer seitdem als Unterstützer gewonnen und die Gesellschaft zur Förderung der Augustinusforschung ins Leben gerufen. Zu seinen verlässlichsten Mitstreitern gehört der Würzburger Bürgermeister Adolf Bauer, Vorsitzender des Zentrums für Augustinusforschung e.V. Die Stadt dankt Cornelius Petrus Mayer OSA für sein jahrzehntelanges Wirken am Montag bei einem Empfang im Wenzelssaal der Rathauses. Theologiegeschichte geschrieben hat er ja längst. Regina Einig