• aktualisiert:

    Papst: Wissenschaft nicht ohne Gottesfrage

    Rom (DT/KNA) Papst Benedikt XVI. hat vor den Gefahren einer allein an wirtschaftlichem Nutzen und technischer Machbarkeit orientierten Wissenschaft gewarnt. Eine solche Mentalität führe zu einem „gefährlichen Missverhältnis“ zwischen dem praktisch Möglichen und dem moralisch Erlaubten, sagte der Papst am Donnerstag vor Ärzten und Medizinstudenten in Rom. Die vielfältigen Entdeckungen und neuen Technologien böten zwar durchaus Anlass zum Stolz, so Benedikt XVI. Zugleich hätten sie jedoch oft „beängstigende Kehrseiten“. Der heutige Mensch sei von der „technischen Effizienz“ häufig so geblendet, dass er darüber vergesse, die Frage nach dem umfassenderen Sinn seines Tuns zu stellen. Gott werde für irrelevant erklärt, so der Papst. Dies habe zu einer „Krise des Denkens“ geführt, die mit einem verbreiteten Fortschrittsoptimismus einhergehe. Anlass der päpstlichen Äußerungen war der Besuch der Medizinischen Fakultät der katholischen Universität Sacro Cuore in Rom. Benedikt XVI. sprach vor Ärzten, Studenten und Pflegepersonal. Anlass des Besuchs war die Gründung der renommierten Fakultät vor 50 Jahren durch den Arzt und Franziskaner Agostino Gemelli (1878–1959). In seiner Ansprache rief der Papst zu einem fruchtbaren Dialog zwischen Glauben und Wissenschaft auf. Es gelte, die Bedeutung Gottes in der Wissenschaft wiederzuentdecken. Das Christentum verbanne den Glauben keineswegs in die Sphäre des Irrationalen, so Benedikt XVI. Vielmehr gebe es der „schöpferischen Vernunft“ Ursprung und Sinn. Zugleich forderte Benedikt XVI. die Katholischen Universitäten auf, ihre Lehrinhalte nicht nach wirtschaftlichen Erwägungen festzulegen. Katholische Universitäten müssten ein Ort sein, an dem nicht der praktische Nutzen, sondern der Dialog zwischen Glauben und Wissenschaft und der uneingeschränkte Dienst am Leben in allen seinen Phasen im Mittelpunkt stehe.

    Rom (DT/KNA) Papst Benedikt XVI. hat vor den Gefahren einer allein an wirtschaftlichem Nutzen und technischer Machbarkeit orientierten Wissenschaft gewarnt. Eine solche Mentalität führe zu einem „gefährlichen Missverhältnis“ zwischen dem praktisch Möglichen und dem moralisch Erlaubten, sagte der Papst am Donnerstag vor Ärzten und Medizinstudenten in Rom. Die vielfältigen Entdeckungen und neuen Technologien böten zwar durchaus Anlass zum Stolz, so Benedikt XVI. Zugleich hätten sie jedoch oft „beängstigende Kehrseiten“. Der heutige Mensch sei von der „technischen Effizienz“ häufig so geblendet, dass er darüber vergesse, die Frage nach dem umfassenderen Sinn seines Tuns zu stellen. Gott werde für irrelevant erklärt, so der Papst. Dies habe zu einer „Krise des Denkens“ geführt, die mit einem verbreiteten Fortschrittsoptimismus einhergehe. Anlass der päpstlichen Äußerungen war der Besuch der Medizinischen Fakultät der katholischen Universität Sacro Cuore in Rom. Benedikt XVI. sprach vor Ärzten, Studenten und Pflegepersonal. Anlass des Besuchs war die Gründung der renommierten Fakultät vor 50 Jahren durch den Arzt und Franziskaner Agostino Gemelli (1878–1959). In seiner Ansprache rief der Papst zu einem fruchtbaren Dialog zwischen Glauben und Wissenschaft auf. Es gelte, die Bedeutung Gottes in der Wissenschaft wiederzuentdecken. Das Christentum verbanne den Glauben keineswegs in die Sphäre des Irrationalen, so Benedikt XVI. Vielmehr gebe es der „schöpferischen Vernunft“ Ursprung und Sinn. Zugleich forderte Benedikt XVI. die Katholischen Universitäten auf, ihre Lehrinhalte nicht nach wirtschaftlichen Erwägungen festzulegen. Katholische Universitäten müssten ein Ort sein, an dem nicht der praktische Nutzen, sondern der Dialog zwischen Glauben und Wissenschaft und der uneingeschränkte Dienst am Leben in allen seinen Phasen im Mittelpunkt stehe.