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    Papst Franziskus ermahnt Italiens Bischöfe

    Vatikanstadt (DT/KNA) In einem ungewöhnlichen Schritt hat Papst Franziskus Italiens Bischöfe schriftlich zu einer zügigen und einheitlichen Anwendung der neuen Vorschriften für beschleunigte Ehenichtigkeitsverfahren aufgefordert. Die Bischofskonferenz solle eine Arbeitsgruppe einsetzen, um die noch offenen Fragen der Auslegung und Praxis zu klären, heißt es in dem päpstlichen Schreiben, das die Bischofskonferenz am Mittwoch veröffentlichte. Koordinator des Gremiums soll nach dem Willen des Papstes der Generalsekretär der Bischofskonferenz sein, Bischof Nunzio Galantino (67). Beobachter werten den Brief als Hinweis darauf, dass Franziskus mit der bisherigen Umsetzung seiner Reform nicht zufrieden sei. Franziskus hatte im September neue Vorschriften für Ehenichtigkeitsverfahren erlassen und diese erheblich vereinfacht und gestrafft. Eckpunkte sind die Abschaffung eines obligatorischen zweitinstanzlichen Urteils sowie die Einführung von Schnellverfahren durch den Bischof. Nach den neuen Normen soll ein Ehenichtigkeitsprozess im Extremfall nur noch einen Monat dauern. Unter Kirchenrechtlern und Bischöfen gibt es Vorbehalte gegen die Reform. Der Papst, der als Bischof von Rom auch Primas Italiens ist, hat gegenüber der Italienischen Bischofskonferenz besondere Vollmachten. Er ernennt unter anderem den Vorsitzenden und den Generalsekretär der Bischofskonferenz.

    Vatikanstadt (DT/KNA) In einem ungewöhnlichen Schritt hat Papst Franziskus Italiens Bischöfe schriftlich zu einer zügigen und einheitlichen Anwendung der neuen Vorschriften für beschleunigte Ehenichtigkeitsverfahren aufgefordert. Die Bischofskonferenz solle eine Arbeitsgruppe einsetzen, um die noch offenen Fragen der Auslegung und Praxis zu klären, heißt es in dem päpstlichen Schreiben, das die Bischofskonferenz am Mittwoch veröffentlichte. Koordinator des Gremiums soll nach dem Willen des Papstes der Generalsekretär der Bischofskonferenz sein, Bischof Nunzio Galantino (67). Beobachter werten den Brief als Hinweis darauf, dass Franziskus mit der bisherigen Umsetzung seiner Reform nicht zufrieden sei. Franziskus hatte im September neue Vorschriften für Ehenichtigkeitsverfahren erlassen und diese erheblich vereinfacht und gestrafft. Eckpunkte sind die Abschaffung eines obligatorischen zweitinstanzlichen Urteils sowie die Einführung von Schnellverfahren durch den Bischof. Nach den neuen Normen soll ein Ehenichtigkeitsprozess im Extremfall nur noch einen Monat dauern. Unter Kirchenrechtlern und Bischöfen gibt es Vorbehalte gegen die Reform. Der Papst, der als Bischof von Rom auch Primas Italiens ist, hat gegenüber der Italienischen Bischofskonferenz besondere Vollmachten. Er ernennt unter anderem den Vorsitzenden und den Generalsekretär der Bischofskonferenz.

    kna