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    Nordkorea: Flüchtlingen droht bei Rückkehr Tod

    Paris (DT/KAP) Die Situation für die Bevölkerung Nordkoreas hat sich seit der Machtübernahme von Kim Jong Un noch weiter verschärft: Das hat der französische Missionar Philippe Blot, der in China nordkoreanische Flüchtlinge betreut, gegenüber der Zeitung „Le Monde“ (Donnerstag) dargelegt. Die derzeit 200 000 Nordkoreaner in China dürften nicht zwangsrepatriiert werden, so sein Appell. „Jeder weiß, dass sie gefoltert, in Lager geschickt und getötet werden.“ Der drohende Hungertod im eigenen Land ist laut dem Ordensmann der Hauptgrund für die Flucht aus Nordkorea. Selbst wenn dieser gefährliche Schritt erfolgreich sei, bleibe für die Betroffenen die große Sorge um die zurückbleibende Familie bestehen: „Flieht ein Nordkoreaner, wird seine Familie als Verräter angesehen und in Umerziehungslager gesteckt. Wir müssen daher zuerst verifizieren, ob sie festgenommen wurden, ehe wir über unsere Kontakte in Nordkorea versuchen zu helfen“, berichtet der Priester. Doch auch nach geglückter Flucht in China bleibe die Lage schwierig und gefährlich – für die Flüchtlinge wie auch für ihre Helfer. Blot ist seit 2008 in China in der Flüchtlingsarbeit tätig und wirkte zuvor in Südkorea. Besonders dramatisch ist die Lage Blot zufolge weiterhin für Christen. In Nordkorea wurden nach Ende des Koreakrieges 1953 alle Priester getötet oder deportiert.

    Paris (DT/KAP) Die Situation für die Bevölkerung Nordkoreas hat sich seit der Machtübernahme von Kim Jong Un noch weiter verschärft: Das hat der französische Missionar Philippe Blot, der in China nordkoreanische Flüchtlinge betreut, gegenüber der Zeitung „Le Monde“ (Donnerstag) dargelegt. Die derzeit 200 000 Nordkoreaner in China dürften nicht zwangsrepatriiert werden, so sein Appell. „Jeder weiß, dass sie gefoltert, in Lager geschickt und getötet werden.“ Der drohende Hungertod im eigenen Land ist laut dem Ordensmann der Hauptgrund für die Flucht aus Nordkorea. Selbst wenn dieser gefährliche Schritt erfolgreich sei, bleibe für die Betroffenen die große Sorge um die zurückbleibende Familie bestehen: „Flieht ein Nordkoreaner, wird seine Familie als Verräter angesehen und in Umerziehungslager gesteckt. Wir müssen daher zuerst verifizieren, ob sie festgenommen wurden, ehe wir über unsere Kontakte in Nordkorea versuchen zu helfen“, berichtet der Priester. Doch auch nach geglückter Flucht in China bleibe die Lage schwierig und gefährlich – für die Flüchtlinge wie auch für ihre Helfer. Blot ist seit 2008 in China in der Flüchtlingsarbeit tätig und wirkte zuvor in Südkorea. Besonders dramatisch ist die Lage Blot zufolge weiterhin für Christen. In Nordkorea wurden nach Ende des Koreakrieges 1953 alle Priester getötet oder deportiert.