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    „Nicht mit dem Priestertum vereinbar“

    Rom (DT/Zenit/KNA) Die Legionäre Christi haben nach Berichten über ein uneheliches Kind ihres Gründers Marcial Maciel um Entschuldigung gebeten. Einige Dinge im Leben von Pater Marcial Maciel seien nicht mit dem katholischen Priestertum vereinbar gewesen, erklärte der Pressesprecher der Kongregation. „Die Verletzungen, die das Verhalten von Pater Maciel der Kirche und ihren Mitglieder zugefügt hat, erfüllen uns mit Schmerz und Trauer. Wir bitten um Entschuldigung für das dadurch erregte Ärgernis“, heißt es in einer Stellungnahme vom Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Zenit. Jim Fair, Pressesprecher der Legionäre Christi in Nordamerika, teilte Reportern mit: „Wir haben von einigen Dingen im Leben unseres Gründers erfahren, die uns überraschen und die schwer zu verstehen sind.“

    Rom (DT/Zenit/KNA) Die Legionäre Christi haben nach Berichten über ein uneheliches Kind ihres Gründers Marcial Maciel um Entschuldigung gebeten. Einige Dinge im Leben von Pater Marcial Maciel seien nicht mit dem katholischen Priestertum vereinbar gewesen, erklärte der Pressesprecher der Kongregation. „Die Verletzungen, die das Verhalten von Pater Maciel der Kirche und ihren Mitglieder zugefügt hat, erfüllen uns mit Schmerz und Trauer. Wir bitten um Entschuldigung für das dadurch erregte Ärgernis“, heißt es in einer Stellungnahme vom Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur Zenit. Jim Fair, Pressesprecher der Legionäre Christi in Nordamerika, teilte Reportern mit: „Wir haben von einigen Dingen im Leben unseres Gründers erfahren, die uns überraschen und die schwer zu verstehen sind.“

    Seit Dienstag gibt es Berichte in den Medien, dass der mexikanische Priester, der letztes Jahr gestorben und in seinem Geburtsort Cotija beerdigt ist, ein Verhältnis zu einer Frau hatte und Vater einer Tochter ist. Der Pressesprecher der Legionäre in Rom, P. Paolo Scarafoni, teilte mit: „Diese Tatsachen können wir nicht verneinen. Aus Rücksicht auf die Privatsphäre betroffener Personen kann ich jedoch diesbezüglich keine näheren Angaben machen.“

    Auf die Frage der Reporter, ob die Legion sich von Maciel als ihrem Gründer lossagen wird, sagte Fair, dass nicht die Absicht besteht, die Geschichte umzuschreiben: „Er ist der Gründer und wird immer der Gründer der Ordensgemeinschaft sein. Was auch immer seine menschlichen Fehltritte waren, sind wir dankbar für das Charisma, das wir durch ihn empfangen haben. Eines der Geheimnisse, das wir alle im Leben sehen, ist, dass Gott gute Dinge mit mangelhaften menschlichen Werkzeugen vollbringt.“

    Marcial Maciel gründete die Legionäre Christi 1941 und starb im Februar 2008 im Alter von 87 Jahren in Nordamerika. Im Mai 2006, nachdem die Glaubenskongregation wegen Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs gegen Maciel untersucht hatte, entschied sie „angesichts sowohl des fortgeschrittenen Alters von P. Maciel als auch seines angeschlagenen Gesundheitszustandes auf einen kanonischen Prozess zu verzichten und den Pater dazu einzuladen, ein zurückgezogenes Leben des Gebets und der Buße zu führen unter Verzicht auf jegliche öffentliche Ausübung seines Priesteramtes“.

    Die 1941 von Maciel in Mexiko gegründete Ordensgemeinschaft ist seit 1965 direkt dem Vatikan unterstellt. Die Kongregation hat nach eigener Darstellung Niederlassungen in 20 Ländern mit über 600 Priestern und über 2 500 Seminaristen. In insgesamt 12 Ländern gibt es 92 Bildungseinrichtungen und Einrichtungen des Apostolats der Legion Christi. Zudem befinden sich in ihrer Trägerschaft 130 Schulen und über 600 Bildungszentren. In Deutschland hat der Orden Niederlassungen in Bad Münstereifel und Düsseldorf. Im Februar 2007 wurde eine neue Ordensprovinz für Mitteleuropa errichtet.