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    Neues Marien-Zentrum in Nazareth eingeweiht

    Nazareth (DT/KNA) Im Beisein von hochrangigen Vertretern aus Politik und Kirche ist am Freitag im nordisraelischen Nazareth ein neues Marien-Zentrum eingeweiht worden. Das „Centre Marie de Nazareth“ unweit der Verkündigungsbasilika will einheimischen Christen, Touristen und Pilgern die Rolle Marias im christlichen Glauben näherbringen. Verantwortlich für das Projekt ist der Verein „Maria von Nazareth“ mit Sitz in Frankreich, der die ökumenische Gemeinschaft „Chemin Neuf“ („Neuer Weg“) mit der Leitung betraut hat.

    Nazareth (DT/KNA) Im Beisein von hochrangigen Vertretern aus Politik und Kirche ist am Freitag im nordisraelischen Nazareth ein neues Marien-Zentrum eingeweiht worden. Das „Centre Marie de Nazareth“ unweit der Verkündigungsbasilika will einheimischen Christen, Touristen und Pilgern die Rolle Marias im christlichen Glauben näherbringen. Verantwortlich für das Projekt ist der Verein „Maria von Nazareth“ mit Sitz in Frankreich, der die ökumenische Gemeinschaft „Chemin Neuf“ („Neuer Weg“) mit der Leitung betraut hat.

    Zu den rund 400 Gästen bei der Einweihung gehörten nach Auskunft von Leiter Luc Lagabrielle unter anderen der frühere Jerusalemer Patriarch Michel Sabbah, der katholische Bischof in Nazareth, Giacinto-Boulos Marcuzzo, der französische Botschafter Christophe Bigot, Nazareths Bürgermeister Ramiz Jaraisy, zahlreiche Vertreter anderer Kirchen des Heiligen Landes sowie Vertreter von Islam und Judentum. Am Samstag öffnete das Zentrum seine Türen für die Öffentlichkeit. Lagabrielle äußerte die Hoffnung, dass das Zentrum der Einheit der Christen, aber auch der Verständigung von Juden, Muslimen und Christen dienen werde. Maria habe diesen einenden Charakter gehabt, so Lagabrielle im Gespräch mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

    Bischof Marcuzzo betonte im Vorfeld der Einweihung, Maria sei eine der wenigen Personen, über die im Heiligen Land „Einstimmigkeit“ herrsche. Sie werde besonders von Christen und Muslimen, aber auch von zahlreichen Juden verehrt, die in ihr „eine würdige Tochter Zions“ sähen. Er hoffe, dass das neue Zentrum ein Projekt der „Einheit, der Hoffnung und des Friedens“ werde, so Marcuzzo. Das geistliche Marienzentrum direkt neben der Verkündigungsbasilika bietet unter anderem Kurzvideos zu Themen rund um Maria sowie einen Multimedia-Parcours; dieser soll Besuchern die Gestalt der Mutter Jesu sowie die Botschaft des Ortes nahe bringen. Auf dem rund 4 400 Quadratmeter großen Gelände mit einer Gartenanlage haben Ausgrabungen ein Haus aus der Zeit Jesu zutage gebracht, das den Besuchern nun zugänglich ist. Die zum Zentrum gehörige Kapelle wurde bereits vor einem Jahr geweiht.

    Die Gründungsidee war ursprünglich von einem früheren Bürgermeister von Nazareth gekommen, der in seiner Stadt ein „Museum für die Jungfrau Maria“ errichten wollte. Die Auseinandersetzungen in den Jahren 2001 und 2002 um die von islamistischen Kreisen lancierte große Moschee, die die Verkündigungsbasilika in den Schatten stellen sollte, lähmten diese Bestrebungen vorübergehend.